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Hohes Risiko - warum sich die Krise im Südsudan weiter verschärfen wird : Lage, Akteure, Szenarien
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PERSPEKTIVE| FES SÜDSUDAN Hohes Risiko Warum sich die Krise im Südsudan weiter verschärfen wird Lage, Akteure, Szenarien HENRIK MAIHACK November 2016 n Nach dem erneuten Ausbruch des Bürgerkriegs im Südsudan ist das regionale Frie­densabkommen gescheitert. Eine bewusste Politisierung von Ethnizität hat zu einer weiteren Verschärfung der Gewalt in vielen Landesteilen geführt. Die Friedenstrup­pen der Vereinten Nationen(VN) sind nahezu handlungsunfähig, was angesichts ihrer Schutzfunktion für Zivilst_innen nur Fassungslosigkeit hervorrufen kann. n Die Regierung hat keine Kontrolle mehr über weite Teile des Landes. Staatlichkeit im Südsudan ist nicht»nur« fragil, sondern zunehmend inexistent. Das Militär geht immer aggressiver gegen Rebellen und Zivilbevölkerung vor. Verschiedene Rebellengruppen kämpfen für unterschiedliche lokale sowie dezentrale politische und wirtschaftliche Ziele und sind offenbar zunehmend geeint in ihrer Ablehnung der Regierung in Juba. n Die internationale Gemeinschaft hält an der Umsetzung des de facto gescheiterten Friedensabkommens fest und setzt auf die Sicherung der Hauptstadt durch eine 4.000 Soldat_innen starke Regional Protection Force(RPF), die jedoch nur wenig mehr als Juba sichern kann. Wann und unter welchen Bedingungen diese RPF nach Juba kommen kann, ist allerdings ungewiss. n Die alleinige Fokussierung auf den politischen Zweikampf zwischen Präsident Salva Kiir und dem ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar hat zu weitgehend ineffek­tiven regionalen und internationalen Friedensbemühungen geführt. Ein Neuanlauf, welcher den regionalen politischen Dialog mit dezentralen und inklusiven Friedens­prozessen zusammenbringt, wäre dringend notwendig und erfolgversprechender. n Die vorliegende Analyse beleuchtet angesichts der unübersichtlichen Lage die Inte­ressen der wichtigsten Akteure und nennt mögliche Szenarien.