J U N 2021 Steuer- und haushaltspolitische Impulse für die nächste Legislaturperiode Ein Impulspapier der AG Finanzen des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung Karl Heinz Krug und Volker Halsch Worauf es aus unserer Sicht jetzt ankommt 1. Deutschland ist bislang gut mit der Corona-Krise umgegangen. Die enormen Hilfen für die Wirtschaft haben geholfen, Arbeitsplätze zu erhalten und Investitionen für die Zukunft anzuregen. In den kommenden Jahren wird es darauf ankommen, das Investitionsniveau in Deutschland auf einem hohen Niveau zu verstetigen. Hierzu müssen die öffentlichen Haushalte ihren Beitrag leisten. Deutschland braucht deswegen ein konstantes öffentliches Investitionsbudget für Infrastrukturausgaben in Höhe von 3% des BIP. 2. Um die Handlungsfähigkeit des Staates zu erhalten, müssen alle ihren Beitrag leisten. Insbesondere international agierende Unternehmen können sich heute auf einfache Weise der nationalen Besteuerung entziehen. Deshalb sind die Initiativen auf OECD-Ebene, massiv unterstützt und vorangetrieben durch die neue US-Regierung und die Bundesregierung, zu unterstützen, die eine Mindestbesteuerung in Verbindung mit einer gerechten Verteilung des Steuersubstrats zum Ziel haben. 3. Da die Wiederbelebung der Vermögenssteuer sehr verwaltungsaufwändig ist, sprechen wir uns für eine Neuausrichtung der Erbschaftssteuer aus. Grundsätzlich sollten dabei sämtliche Vermögensgegenstände erfasst und steuerlich gleichgestellt werden, um die Bemessungsgrundlage zu verbreitern. Somit wird die zu Recht kritisierte Ungleichbehandlung von Vermögen aufgehoben und die Besteuerung nicht selbst erbrachter Leistung konsequent umgesetzt. Eine verzinsliche Steuerstundung sollte generell möglich sein. Zur Lösung der Liquiditätsproblematik beim Betriebsübergang kann man darüber hinaus auch über Fremdkapitalinstrumente(zinsgünstige Darlehen der KfW) oder Eigenkapitalinstrumente(Angebot von stillen Beteiligungen über einen Staatsfonds) nachdenken. 4. Handlungsbedarf besteht weiterhin bei der steuerlichen Gleichstellung von Kapital- und Personengesellschaften. Ob der nunmehr eingeschlagene Weg der Option für einen Teil der Personengesellschaften zur Besteuerung nach dem Körperschaftsteuer-Regime zielführend ist, muss
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Steuer- und haushaltspolitische Impulse für die nächste Legislaturperiode : ein Impulspapier der AG Finanzen des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung
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