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Wie Kommunen Facebook nutzen : eine qualitative Analyse der Facebook-Profile baden-württembergischer Kommunen
Entstehung
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1 Einleitung Kommunen müssen kommunizieren. Zum einen, weil sie dazu rechtlich verpflichtet sind. Zum anderen, weil sich Kommunen nur im Dialog mit Bürger_innen nachhaltig weiterentwi­ckeln können. Begreift die kommunale Verwaltung ihre Rolle an dieser Stelle eben nicht nur in der Erfüllung von Informationspflichten, sondern sieht sie sich viel mehr als Ge­sprächspartnerin, muss sie aktiv die Gelegenheit zum Dialog suchen und anbieten. Das bedeutet auch, sich den Kommunikationsgewohnheiten und-bedürfnissen der Bürger_in­nen anzupassen. Nach wie vor spielen das persönliche Gespräch und die klassischen For­mate des Austauschs eine zentrale Rolle in der Kommunikation zwischen Bürger_innen und der Kommunalverwaltung. Doch umso stärker Menschen im Alltag die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation nutzen, desto mehr müssen sich auch die Kommunen damit befassen. Das gilt für die Frage, wie sie ihre Dienstleistungen einfacher und schneller digital anbieten können, doch ebenso mit dem Blick auf die Informationen und den Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern. Dabei geht es nicht um eine Entweder-oder-Entscheidung, sondern vielmehr darum, die Menschen dort abzuholen, wo sie nach Informationen über die Arbeit der Gemeinde oder nach Antworten auf ihre individuellen Fragen suchen. Dies geschieht zunehmend über di­gitale Kanäle. Wer Öffnungszeiten für Restaurants online nachschlägt oder seine Termine digital vereinbart, wird auch erwarten, Fragen an die Verwaltung auf diesem Weg klären zu können. Dabei spielen natürlich Internetpräsenzen eine ganz wesentliche Rolle, doch auch soziale Medien werden zunehmend genutzt, um sich über politische Entwicklungen zu in­formieren. Es gibt zwar weder ausreichend Untersuchungen, noch ist abschließend geklärt, ob und wie stark dies auch für die kommunale Ebene gilt, doch unabhängig von der Frage, welcher Anteil der Bevölkerung diesen Kanal primär für Informationen nutzt, sollten und müssen sich Verwaltung und Kommunalpolitik mit dieser Entwicklung auseinandersetzen. Wie in einer vorhergegangen Studie bereits dargestellt wurde, sind sich die baden-würt­tembergischen Bürgermeister_innen als Spitzen der Verwaltung dieser Entwicklung durch­aus bewusst. 1 Sie erkennen die Erwartungshaltung der Bürger_innen und eine große Mehr­heit ist daher auch in sozialen Medien aktiv. 2 Gleichzeitig legen die Ergebnisse der Befra­gung nahe, dass die Verwaltung in Teilen noch Nachholbedarf hat: So gaben rund die Hälfte der teilnehmenden Bürgermeister_innen an, dass ihre Gemeinde nicht in den sozialen Me­dien aktiv ist. 1 Vgl. Bauschke(2021a) 2 Diese Aktivität konzentriert sich jedoch vor allem auf die Plattform Facebook und kann qualitativ sehr un­terschiedlich ausfallen. 4