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Wie Kommunen Facebook nutzen : eine qualitative Analyse der Facebook-Profile baden-württembergischer Kommunen
Entstehung
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einfacher Sprache orientiert zu formulieren. Die hier untersuchten Profile legen nahe, dass diesbezüglich durchaus noch Verbesserungspotenziale in der digitalen Gemeindekommu­nikation vorhanden sind. Themen, die komplexere und längere Erklärungen benötigen, können und sollten über das Facebook-Profil nur in Grundzügen dargestellt werden. Sinnvollerweise kann dann auf an­dere Kanäle(insbesondere die Webpräsenz der Gemeinde) verwiesen werden, die für eine detailliertere Erklärung sinnvoller genutzt werden können. Generell empfiehlt sich die Ver­knüpfung von Beiträgen und anderen Kanälen und Plattformen. So kann Facebook als ein niedrigschwelliges Einstiegsportal dienen. Wichtig erscheint es außerdem, Beiträge mit einer sprechenden Überschrift zu versehen, damit Leser_innen schnell einschätzen können, um was es geht. Ebenso wichtig ist der Einsatz von Gliederungsebenen und Symbolen, die eine leichtere Orientierung im Text er­möglichen. Emojis können in diesem Zusammenhang ebenfalls sinnvoll eingesetzt werden, allerdings müssen sie zum Thema passen was bei einigen der untersuchten Profile nicht gut gelungen ist. Auf den exzessiven Einsatz von Hashtags sollte dagegen verzichtet wer­den. Zum einen lässt sich für Facebook kein positiver Effekt ihres Einsatzes hinsichtlich einer höheren Interaktion nachweisen, zum anderen sind die genutzten Hashtags oft so spezifisch gewählt, dass sich Wiedererkennungswert und Nutzung auf ein extrem über­schaubares Publikum beschränken dürften. Schließlich muss sich eine Gemeinde außerdem entscheiden, welchen Grad der Interaktion sie auf Facebook verfolgen möchte. Natürlich muss man als Gemeinde nicht auf jeden Kommentar antworten. Inhaltliche Aspekte Zuletzt entscheiden die Inhalte darüber, ob kommunale Facebook-Profile sinnvoll und ef­fektiv genutzt werden können. Wie bereits erläutert, muss jede Kommune für sich bestim­men, welche Themen grundsätzlich kommuniziert werden. Unabhängig von dieser indivi­duellen Betrachtung ergeben sich aber verschiedene Schwerpunkte eines Profils, die in einer individuellen Kommunikationsstrategie entsprechend berücksichtigt bzw. kombiniert werden sollten. Ein erster möglicher Schwerpunkt ist die Nutzung des Profils für die Vermarktung der Ge­meinde und die generelle Pflege der Beziehungen mit den Bürger_innen. Da die meisten Nutzer_innen Facebook nicht zuletzt als ein Unterhaltungsmedium verstehen, ist es positiv, wenn Gemeinden entsprechende Inhalte anbieten, um das Interesse am Facebook-Profil 48