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Europäische Souveränität: Fokus Lettland
Entstehung
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Fokus Lettland Europäische Souveränität IPSOS-Studie für die Jean-Jaurès-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung Die Erhebung wurde von Ipsos im Auftrag der Jean-Jau­rès-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung durchge­führt. Zwischen dem 28. Dezember 2020 und dem 8. Ja­nuar 2021 wurden 8.000 Personen online über das Ipsos Access Panel befragt, die 8 Stichproben von je 1.000 re­präsentativ ausgewählten Personen ab 18 Jahren aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Lettland, Po­len, Rumänien und Schweden abbilden. Die Stichproben wurden nach dem Quotenverfahren gebildet(Ge­schlecht, Alter, Beruf, Gemeindegröße, Region). Diese Zusammenfassung stellt die Ergebnisse der Umfrage für Italien vor. noch das andere«. Dieser Anteil der positiven Bewertungen liegt um 15 Prozentpunkte über dem der Durchschnitt für die acht befragten Länder(46 %), bleibt jedoch unter dem Anteil in Deutschland(75 %) und Polen(69 %) gemessenen Anteilen. Lettland zeichnet sich jedoch durch eine breite Generationskluft aus: so verbinden mit Souveränität»etwas Positives« 45 % der Altersgruppe der 18–34-Jährigen, 60 % der 35–49-Jährigen, 64 % der 50–59-Jährigen und 74 % der über 60jährigen. Die soziale Differenzierung fällt fast genauso deutlich aus: 76 % der mit Hochschulabschluss verbinden mit Souveränität etwas Posi­tives, aber nur 50 % derjenigen ohne Abschluss; 73 % sind es bei den gut situierten, aber nur 58 % bei denjenigen in beschei­denen Lebensverhältnissen. SOUVERÄNITÄT: EIN POSITIVES, ABER UMSTRITTENES BILD Trotz seiner untypischen Geschichte(Gründung der ersten Re­publik von Lettland im Jahr 1920, Verlust der Autonomie im Jahr 1940 und Unabhängigkeit erst im Jahr 1991) heben sich die die Resultate der Umfrage für Lettland nicht von denen der anderen Länder ab. Generell sind die Ergebnisse für Lettland sehr ähnlich denen derjenigen Länder, die wie Deutschland oder Polen ein eher positives Bild von Souveränität und eu­ropäischer Souveränität haben. So haben die Letten ein positives Bild des Begriffs Souveränität, der für 61 % von ihnen»etwas Positives« bedeutet hingen nur für 2 %»etwas Negatives« und für 29 %»weder das eine Jede/r dritte Befragte in Lettland(33 %) hält den Begriff»Sou­veränität« für»modern«, 17 % betrachten ihn dagegen als et­was»Veraltetes« und die Mehrheit(42 %) als»weder das eine noch das andere«. Eine breite Mehrheit ordnet den Begriff kei­nem politischen Lager zu: nur knapp jeder Fünfte Lette(18 %) sieht ihn als einen Begriff der Rechten, nur 5 % als einen der Linken. In Lettland wird Souveränität vor allem mit»Unabhän­gigkeit« assoziiert(72 % der Nennungen), in geringerem Maße mit»Freiheit«(45 %) und»Selbstbestimmung«(42 %). Diese drei Begriffsassoziationen sind auch die, die in Deutschland und Polen(und in geringerem Masse im benachbarten Schwe­den) an erster Stelle genannt werden, und steht ganz im Ge­gensatz zu dem, was die Befragung für Frankreich und Italien zeigt, wo die Assoziationen mit Begriffen wie»Macht«,»Nati­onalismus«, oder»Protektionismus« dominieren; keiner dieser Begriffe erreicht in Lettland mehr als 15 % der Nennungen.