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Europäische Souveränität: Fokus Spanien
Entstehung
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Fokus Spanien Europäische Souveränität IPSOS-Studie für die Jean-Jaurès-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung Die Studie wurde von Ipsos im Auftrag der Jean-Jau­rès-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung durchge­führt. Im Zeitraum vom 28. Dezember 2020 bis 8. Januar 2021 wurden 8000 Personen über das Online-Access-Pa­nel von Ipsos befragt. Die Teilnehmer*innen teilen sich in 8 Gruppen zu je 1000 Personen auf, die jeweils einen repräsentativen Querschnitt der Landesbevölkerung im Alter von 18 Jahren und älter von Deutschland, Frank­reich, Italien, Lettland, Polen, Schweden, Spanien und Rumänien abbilden. Die Auswahl der befragten Perso­nen erfolgte nach dem Quotenauswahlverfahren(Ge­schlecht, Alter, Beruf, Größe des Wohnorts, Region). In nachfolgender Zusammenfassung werden die Ergebnis­se aus Spanien vorgestellt. SOUVERÄNITÄT? FÜR DIE MEHRHEIT IN SPANIEN KEIN EINDEUTIGER BEGRIFF Ist dies darauf zurückzuführen, dass Spanien eine konstitutio­nelle Monarchie ist? Wenn man die Spanier*innen fragt, was der Begriff»Souveränität« für sie bedeutet, so wirken sie ein wenig verunsichert: etwas»weder Positives noch Negatives« (44 % der Antworten),»weder überholt, noch modern« (43 %),»weder links, noch rechts«(56 %) … In allen Fällen entscheidet sich eine große(entweder relative oder absolute) Mehrheit der Befragten für das»weder noch«. Die anderen sind geteilter Auffassung: 28 % der Befragten in Spanien verbinden mit dem Begriff Souveränität etwas»eher Positives«, während 23 % ihn negativ beurteilen. Dies ist ein großer Unterschied zu den besten Ergebnissen der Studie, die in Deutschland und Polen ermittelt wurden(hier sehen 73 % bzw. 69 % der Befragten den Begriff»eher positiv«). Viel­mehr bewegt sich das spanische Ergebnis in der Nähe der niedrigsten Werte der Studie, die in Frankreich(29 % positive Beurteilungen) und Italien(21 %) gemessen wurden. Daraus kann jedoch nicht geschlussfolgert werden, dass es in den ro­manischen Ländern eine sprachliche Verzerrung gibt, denn in Rumänien beurteilen 60 % der Befragten den Begriff positiv. Mehr als jeder Dritte der Befragten in Spanien hält den Begriff Souveränität zudem für»überholt«(38 %), was etwas über dem europäischen Durchschnitt liegt(32 %). Nur 13 % finden den Begriff im Gegenteil»modern« neben Frankreich (12 %) und Italien(10 %) einer der niedrigsten Werte der Stu­die. Was die politische Ausrichtung anbelangt, die dem Be­griff zugeordnet wird, so ist die Mehrheit der Spanier*innen der Meinung, er sei»weder rechts noch links«. Jeder Vierte (25 %) verbindet den Begriff Souveränität hingegen mit dem »rechten« politischen Spektrum, während 12 % ihn dem lin­ken politischen Spektrum zuordnen. Obwohl die 12 % nur ei­ne Minderheit darstellen, sticht dies im Vergleich zu den an­deren Ländern hervor: Nirgendwo sonst wird bei diesem Punkt ein Wert von 10 % erreicht. Der europäische Durch­schnitt liegt bei 6 %. Anschließend sollten die Studienteilnehmer*innen aus einer Liste von zehn Vorschlägen wählen, welche zwei Begriffe sie am ehesten mit Souveränität verbinden. In Spanien schnitten