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Europäische Souveränität: Fokus Rumänien
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Fokus Rumänien Europäische Souveränität IPSOS-Studie für die Jean-Jaurès-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung Die Studie wurde von Ipsos im Auftrag der Jean-Jau­rès-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung durchge­führt. Im Zeitraum vom 28. Dezember 2020 bis 8. Januar 2021 wurden 8000 Personen über das Online-Access-Pa­nel von Ipsos befragt. Die Teilnehmer*innen teilen sich in 8 Gruppen zu je 1000 Personen auf, die jeweils einen repräsentativen Querschnitt der Landesbevölkerung im Alter von 18 Jahren und älter von Deutschland, Frank­reich, Italien, Lettland, Polen, Schweden, Spanien und Rumänien abbilden. Die Auswahl der befragten Perso­nen erfolgte nach dem Quotenauswahlverfahren(Ge­schlecht, Alter, Beruf, Größe des Wohnorts, Region). In nachfolgender Zusammenfassung werden die Ergebnis­se aus Rumänien vorgestellt. positive Beurteilungen) und Italien(21 %) wurde hingegen ein nahezu gegenteiliges Ergebnis gemessen. Trotzdem halten 37 % der Rumän*innen den Begriff für»über­holt«, was über dem europäischen Durchschnitt(32 %) liegt, und nur 25 % würden ihn als»modern« bezeichnen. 33 % fanden»keines von beiden« zutreffend. Eine Mehrheit der Be­fragten in Rumänien(62 %) schreibt dem Begriff Souveränität keine politische Ausrichtung zu, während die übrigen Befrag­ten ihn eher mit dem rechten politischen Spektrum(16 % der Befragten) als mit dem linken(9 %) verbinden. Diese Werte bewegen sich im Vergleich zu den anderen untersuchten Län­dern eher im Mittelfeld. Eine solide Mehrheit der rumänischen Befragten nimmt Souveränität somit allgemein als etwas Posi­tives wahr, wohingegen sich das Verständnis des Begriffs als kontrastreicher erweist. SOUVERÄNITÄT? EIN AMBIVALENTER BEGRIFF IN RUMÄNIEN Hat die bewegte politische Geschichte Rumäniens einen Ein­fluss auf die öffentliche Wahrnehmung des Begriffs Souveräni­tät? Nach verschiedenen aufeinanderfolgenden autoritären Regimen im 20. Jahrhundert steht Rumänien dem Begriff po­sitiv gegenüber. 60 % der Befragten verbinden mit»Souverä­nität« spontan»etwas Positives«, 10 %»etwas Negatives« und 23 % stimmten für»weder positiv noch negativ«. Der Wert liegt zwar hinter dem in Deutschland ermittelten Wert (73 %), doch über dem Durchschnitt der acht untersuchten Länder(46 % positive Beurteilungen). In Frankreich(nur 29 % Diese Ambivalenz spiegelt sich in der Auswahl der Begriffe wi­der, die mit Souveränität in Verbindung gebracht werden. Nach»Unabhängigkeit«(55 % der Antworten) und»Macht« (41 %) zwei Begriffe, die auch im Durchschnitt der unter­suchten Länder ganz oben stehen stimmten 32 % der Ru­män*innen für»Nationalismus« und 30 % für»Freiheit«. Dies mag nebensächlich erscheinen, aber Rumänien ist das einzige Land, in dem die beiden letzteren Begriffe auf demselben Ni­veau anzutreffen sind, und das auch noch an dritter und vier­ter Stelle. In den anderen Ländern überwiegt tendenziell ent­weder der eine oder der andere Begriff: So bringen beispiels­weise 61 % der Pol*innen den Begriff Souveränität mit»Frei­heit« in Verbindung, während nur 6 % ihn mit»Nationalis-