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Entschuldung von Staaten als globale Machtfrage : eine politökonomische Analyse
Entstehung
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PERSPEKTIVE WIRTSCHAFT UND FINANZEN ENTSCHULDUNG VON STAATEN ALS GLOBALE MACHTFRAGE Eine politökonomische Analyse Jürgen Kaiser Januar 2021 Die von der Gruppe der 20 (G20) geschaffene Initiative zur Aussetzung des Schulden­dienstes(DSSI) zur Überwin­dung der von Covid-19 ausgelösten Staatsschulden­krise wird den betroffenen Ländern keinen wirtschaftli­chen Neuanfang ermöglichen. Die DSSI behebt das fundamen­tale Machtungleichgewicht zwischen Schuldnern und Gläu­bigern nicht, sondern schreibt es vielmehr fort. Gegen den Willen mächtiger Akteure auf der Gläubigerseite können not­wendige Schuldenerleichterun­gen nicht durchgesetzt werden. Einen Konsens für notwendige Schuldenerleichterungen ver­mögen die G20 aber anders als die G8 im Fall der Entschul­dungsinitiative für die hoch­verschuldeten armen Länder HIPC nicht herzustellen. Dafür gibt es zu viele wider­sprüchliche Interessen innerhalb der Gruppe.