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Sozialindex für Schulen - Herausforderungen und Lösungsansätze : Paper zur Fachkonferenz "Feuerwerk statt Brennpunkt" des Netzwerk Bildung
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Thomas Groos Sozialindex für Schulen Herausfor­derungen und Lösungsansätze PAPER ZUR FACHKONFERENZFEUERWERK STATT BRENNPUNKT DES NETZWERK BILDUNG In der Bildungspolitik werden Sozialindizes eingesetzt, um Ungleiches ungleich zu behandeln. Schulen mit vielen Schüler_innen aus schwierigen sozialen Lagen sollen gezielt und eben ungleich behandelt werden, zum Beispiel indem sie mehr personelle und sachliche Ressourcen erhalten. Bei der Konstruktion und Umset­zung von Sozialindizes treten jedoch methodische und politische Herausforderungen auf. Der Beitrag stellt ei­nige dieser Probleme vor, begegnet ihnen und skizziert Lösungsmöglichkeiten. EINLEITUNG Sozialindizes erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das zentrale Anliegen eines Sozialindex ist es, Unglei­ches ungleich zu behandeln sich also nicht folgender Erkenntnis zu verschließen: Das bestehende Bildungs­system, das sich dem Gießkannenprinzip verschrieben hat, taugt nicht, um die vorhandenen Ungleichheiten systematisch auszugleichen. Hier ist der Sozialindex ein Ansatz, um ein wenig mehr Bildungsgerechtigkeit im System herzustellen: Indem die systematisch un­gleichen Kontextbedingungen, unter denen Bildung stattfindet, auch und vor allem mit einer ungleichen Ressourcenverteilung anzugehen. Während Stadtstaaten wie Hamburg und Berlin be­reits auf eine gewisse Tradition beim Thema Sozialin­dex blicken können, ist die kommunale Wirklichkeit in Flächenländern dürftig: von einem systematischen Einsatz eines sinnhaften schulscharfen Sozialindex auf kommunaler Basis sind beispielsweise Nordrhein­Westfalen oder Hessen weit entfernt. Andere Bundes­länder haben dieses Instrument noch gar nicht wirk­lich entdeckt. und/oder Schulsystem einsetzen. Von einigen Heraus­forderungen bei der Konstruktion und der möglichen Implementation wird im Folgenden berichtet. Die grundsätzlichen Herausforderungen können da­bei in zwei Aspekte unterteilt werden, die nicht immer trennscharf sind. Dies sind einerseits methodisch­statistische Herausforderungen, wie die Auswahl von Indikatoren, die Gewichtung von Merkmalen, die Fra­gen nach Sozialraumindex, Schulstandortindex oder echtem, schulscharfen Index oder den aus dem So­zialindex abzuleitenden Unterstützungsbedarf der Schulen. Der zweite Diskussionsblock ist politischer Natur. Es geht um Fragen der Transparenz, der möglichen Stig­matisierung, die Frage, welche Ressourcen gleich oder ungleich verteilt werden sollten, wozu der Sozial­index eigentlich genutzt werden kann und soll, die Frage, bis zu welchem Indexwert eine Schule noch benachteiligt ist; es geht um Fragen, was passiert, wenn sich im Zeitverlauf der Indexwert einer Schule dergestalt ändert, dass sie aus der Bedürftigkeit he­Aber es gibt Kommunen, die bereits für ihre eigenen Steuerungsmöglichkeiten einen Sozialindex im Kita-