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Neustart für die PD in Italien? : die Wahl Zingarettis zum Vorsitzenden der Partito Democratico
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FES ITALIEN Neustart für die PD in Italien? Die Wahl Zingarettis zum Vorsitzenden der Partito Democratico VINCENZO EMANUELE März 2019 Die Wahlen vom 4. März 2018 zogen einen dramatischen Umbruch des politischen Systems Italiens nach sich. Als klare Sieger gingen die beiden Anti-Establishment-­Parteien der Fünf Sterne und der Lega hervor; sie bildeten gemeinsam die Regierung. Die Partito Democratico(PD) dagegen, die in den Jahren 2013–2018 die Minister­präsidenten gestellt und die Regierung dominiert hatte, musste mit nur noch 18,7 % eine historische Niederlage hinnehmen, in deren Gefolge der Parteivorsitzende Matteo Renzi zurücktrat. Die PD war damit aufgerufen, einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Das Statut sieht einen ersten Wahlgang unter den Parteimitgliedern und dann einen zweiten, auch für Sympathisanten offenen Wahlgang vor, der am 3. März 2019 ein Jahr nach der Niederlage bei den Parlamentswahlen erfolgte. Die drei Kandidaten, die sich am Ende gegenüberstanden, unterschieden sich klar in ihrem politischen Profil. Nicola Zingaretti propagierte eine Abkehr von Matteo Renzis Kurs des»Dritten Wegs«, während sowohl Maurizio Martina als auch Roberto Giacchetti sich mehr oder minder stark in der Kontinuität Renzis sahen. Zur positiven Überraschung für die PD wurde die mit 1,6 Millionen Stimmen hohe Beteiligung. Zingaretti, der sich mit 65 % klar durchsetzte, verfügt damit über eine starke Legitimation, die er nach eigenem Bekunden zur Neuausrichtung der PD nutzen will.