Ausgabe 8| 2021 Diskussionspapier des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung Lutz Ickstadt und Rainer Faus, pollytix strategic research Leben in der Pandemie Ergebnisse aus quantitativer Forschung in Nordrhein-Westfalen während der Corona-Pandemie 1. Leben in der Pandemie Seit Frühjahr 2020 dominiert die Corona-Pandemie den Alltag der Menschen in Nordrhein-Westfalen(NRW), wie auch in ganz Deutschland. Ein Ende der Pandemie ist momentan noch nicht in Sicht. Schon jetzt ist aber klar, dass die Pandemie Auswirkungen auf die verschiedensten gesellschaftlichen Bereiche hat: auf das gesellschaftliche Zusammenleben, die wahrgenommene soziale Gerechtigkeit im Land sowie Bewertung und Anspruch der Bürger_innen an die Politik. In qualitativen Studien für NRW wurde bisher betont, dass sich die CoronaPandemie wie ein Brennglas auf einige Politikfelder auswirkt (Werkmann& Wolfs 2021). Um einen repräsentativen Blick sowie Kennzahlen der etwaigen Veränderungen in der CoronaPandemie zu gewinnen, hat das Landesbüro NRW der FriedrichEbert-Stiftung gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin eine quantitative Studie zu diesen Themen durchgeführt. Im Folgenden werden in einer Sonderauswertung für NRW die Ergebnisse der folgenden Fragen beleuchtet: • Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Stimmung in Nordrhein-Westfalen? Lutz Ickstadt hat einen Master in Empirischer Demokratieforschung und studierte in Mainz, Gent und Lincoln. Er arbeitet als Berater bei der Forschungs- und Beratungsagentur pollytix strategic research gmbh. Hier ist er vor allem für quantitative Forschungsprojekte und Analysen verantwortlich und berät Kund_innen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu gesellschaftlichen und politischen Fragen. Rainer Faus ist Diplom-Sozialwissenschaftler, Autor sowie Gründer und Geschäftsführer der Forschungs- und Beratungsagentur pollytix strategic research gmbh. In den vergangenen zehn Jahren hat er zahlreiche Publikationen zu politischen und gesellschaftlichen Themen veröffentlicht. Mit pollytix berät er auf Basis qualitativer und quantitativer Forschung Kunden aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft strategisch zu gesellschaftlichen und politischen Fragen. • Wie wird die Arbeit der Bundesregierung in der Krisenzeit bewertet? • Und welche politischen Themen spielen trotz oder gerade wegen Corona eine größere bzw. kleinere Rolle? Um die Entwicklung während der Pandemie untersuchen zu können, braucht es verschiedene Erhebungszeitpunkte, die miteinander verglichen werden können. Die erste quantitative Erhebung fand vom 5. bis zum 20. Oktober 2020 statt. Der zweite Untersuchungszeitraum war vom 10. bis zum 22. Mai 2021. Die Grundgesamtheit bildete jeweils die wahlberechtigte Bevölkerung ab 18 Jahren. Befragt wurden pro Erhebung 2.666 Personen. Davon wurden 979 Personen in der ersten Erhebung und 978 in der zweiten Erhebung in NRW befragt. Die Daten wurden mittels einer Kombination aus telefonischer Befragung und Online-Befragung erhoben(hybrider Erhebungsansatz). Pro Untersuchungszeitraum wurden: • 833 Personen telefonisch per Festnetzanschluss befragt (CATI, ADM-Festnetzstichprobe), • 833 Personen telefonisch per Mobilfunkanschluss befragt (CATI, ADM-Stichprobe), • 1000 Personen online befragt(Computer Assisted Web Interview, quotierte Stichprobenziehung aus Online-AccessPanel). Davon aus NRW: • 403 Personen telefonisch per Festnetzanschluss befragt (CATI, ADM-Festnetzstichprobe), • 203 Personen telefonisch per Mobilfunkanschluss befragt (CATI, ADM-Stichprobe), Landesbüro NRW
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(2021) 8. Leben in der Pandemie : Ergebnisse aus quantitativer Forschung in Nordrhein-Westfalen während der Corona-Pandemie
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