30 WIRTSCHAFT, ARBEIT, SOZIALES WIRTSCHAFT, ARBEIT, SOZIALES MITWIRKEN Tagung Welche Risiken tragen die Steuerzahler? Ü berle g un g en zu einer E uropäischen B ankenunion Fragen nach Risiken und Nebenwirkungen: Podiumsdiskussion über eine verbesserte Bankenaufsicht (Foto: Amann) Mit den Beschlüssen der europäischen Staatsund Regierungschefs zur Etablierung einer einheitlichen europäischen Bankenaufsicht hat die EU einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Bankenunion unternommen. Die Europäische Zentralbank(EZB) soll ab 2014 die größten Banken in der Eurozone überwachen, und der Europäische Stabilitätsmechanismus(ESM) soll dann die Möglichkeit bekommen, in Schieflage geratene Banken direkt zu rekapitalisieren. Dennoch sind immer noch viele Fragen offen. Wird die Europäische Zentralbank(EZB) die ihr zugewiesene neue Aufsichtsfunktion in angemessener Weise erfüllen können? Kann die europäische Aufsicht wirksam arbeiten, ohne über die Möglichkeit der Restrukturierung und Abwicklung von Banken zu verfügen? Und welche Risiken tragen die Steuerzahler? Hochkarätige Vertreter aus den Bereichen Politik, Ministerien, Banken, Botschaften und Wissenschaft suchten auf der Tagung „Die Bankenunion: Wie lässt sich das Monster zähmen?“ am 18. März 2013 in Berlin nach Antworten. Jörg Asmussen, Mitglied des Direktoriums der EZB, wies in seinem Vortrag darauf hin, dass eine europäische Bankenaufsicht nur dann effizient und glaubwürdig arbeiten könne, wenn zugleich die Möglichkeit bestehe, im Extremfall nicht mehr lebensfähige Banken zu restrukturieren beziehungsweise geordnet abzuwickeln. Nur so könne die „Too-big-to-fail“-Problematik glaubhaft gelöst werden. Dies erfordere klare Regeln für die Beteiligung von Eigentümern und Gläubigern von FES I N F O 1/2013
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(2013) 01
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