EBERT Das Magazin der Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern 01/22 Zivilisationskampf um eine europäische und demokratische Zukunft Antworten auf Fragen zum Ukraine-Krieg von Prof. Roman Dubasevych, Greifswald Was bedeutet die aktuelle Hilfsbereitschaft für die fliehenden Menschen? ROMAN DUBASEVYCH: Ich denke, diese Aufmerksamkeit, diese herzliche Aufnahme ist das Beste, was man für Menschen auf der Flucht tun kann. Hat die Weltpolitik in diesem Konflikt gut und richtig gehandelt? Unter dem Schock der russischen Aggression und ihrer Brutalität kam eine Welle von Sanktionen zustande. Viele von ihnen sind bestimmt wichtig, um Putin auf eine friedliche Weise den Preis des Friedensbruchs und der Gewalt spüren zu lassen. Zugleich sollte man gerade angesichts der Gefahr einer reflexartigen Reaktion mit Augenmaß vorgehen. Die Regierung um Putin soll bestraft werden, was macht das mit der russischen Bevölkerung, die ja auch zunehmend gespalten ist? Solidarität mit der Ukraine ist wichtig, aber die russische Bevölkerung, die sich fast wörtlich in Geiselhaft befindet, sollte möglichst differenziert behandelt werden. Wie wird die ukrainische Bevölkerung mit dem jetzigen Konflikt umgehen? Im Moment sehe ich die ukrainische Bevölkerung trotz der beeindruckenden Mobilisierung in einem tiefen Trauma versinken, für welches die Bilder getöteter Zivilisten, zerstörter Kyjiwer Vorstädte oder Geburtshäuser (Mariupol) stehen. Guten Tag ! Der immer noch unfassbare Ukraine-Krieg überschattet fast alles. Und natürlich widmen auch wir uns dieser menschlichen Tragödie, wenngleich wir wissen, dass wir als Infomationsmedium der Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern nicht die aktuellsten Nachrichten liefern können. Bei unseren Themen versuchen wir eher den großen Bogen zu schlagen. Diese Krise ist definitiv eine, die uns länger beschäftigen wird. Zeitenwende. Der erste Internationale Frauentag war sicher auch eine Zeitenwende. Ihm widmen wir in dieser Ausgabe unser kleines Plakat mit starken Frauen aus MV. Franz Müntefering stand uns zum Zustand der Demokratie Rede und Antwort. Und uns beschäftigt, wie gute Klimakommunikation dazu beitragen kann, das Klima nachhaltig zu schützen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Frederic Werner Leiter des Landesbüros Mecklenburg-Vorpommern Alles über Klimakommunikation erfahren Sie im Interview mit Janna Hoppman Seite 2 Redaktionsschluss: Freitag, 18.03.2022 »Man muss es nser Poster zum Frauentag ster bestaunen! U klappen und Po EBERT Magazin auf besser machen!« Interview mit Franz Müntefering Seite 2
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(2022) 01
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