Jahrgang 
2009
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Solidarische Hilfe Förderbeispiel Kontakte Guillaume Tene Kwetche Sop wurde 1969 in einer kinder­reichen Familie in Nkongsamba, Kamerun, geboren. Während seines Studiums der Naturwissenschaften an der Universität Yaoundé engagierte er sich in der kamerunischen Studenten­bewegung, die für die Demokratie- und Menschenrechtsbewe­gung im Kamerun der neunziger Jahre eine entscheidende Rolle spielte. Als Studentenführer setzte er sich für bessere Studien­bedingungen und mehr Demokratie ein und organisierte Streiks und Demonstrationen, bei denen es zu Unruhen und Massen­verhaftungen kam. Wegen seiner gewaltfreien politischen Akti­vitäten wurde er inhaftiert und mehrmals schwer gefoltert. Zusammen mit anderen Kommilitonen wurde er 1993 vom Stu­dium ausgeschlossen und wegen seines politischen Engage­ments auch vom kamerunischen Geheimdienst gesucht, sodass er 1993 nach Nigeria fliehen musste. Während seines langwie­rigen und mühsamen Exils in mehreren afrikanischen Staaten, u.a. in Burkina Faso, wurde er 1994 als politischer Flüchtling vom UNHCR anerkannt. Wegen der Zusammenarbeit mit der burkinischen Studentenbewegung(UGEB) und der burkinischen Menschenrechtsorganisation(MBDHP) wurde er 1995 von der burkinischen Regierung nach Niger ausgewiesen, von wo er wegen der politischen Unruhen in Niger wiederum in die Elfen­beinküste fliehen musste. An der Universität Cocody in Abidjan absolvierte er 1998 schließlich sein Diplom in Pflanzenökologie. Mit 33 Jahren kam Tene Kwetche Sop mit Hilfe derSOS Struggle of Students e.V, einer Vereinigung, die politisch en­gagierte Studenten aus Afrika unterstützt, nach Deutschland und begann 2006 an der Universität Hamburg im Fachbereich Vegetation, Ökologie und Biodiversität zu promovieren. Seit 2007 erhält er ein Stipendium aus Mitteln des Solidaritätsfonds der Friedrich-Ebert-Stiftung. Tene Kwetche Sop engagiert sich weiterhin politisch als Gründer derKoalition der Kameru­nischen Organisationen für Demokratie in der Diaspora(CODE) und als Generalsekretär desConseil National de la Résistance de Cameroun. Im Rahmen dieser Aktivitäten organisiert er politische Veranstaltungen in Deutschland und Europa, um im Ausland lebende Kameruner für den Kampf um Demokratie und Freiheit in Kamerun zu mobilisieren. In der Abteilung Studienförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung stehen Ihnen folgende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpart­ner zur Verfügung: Bewerbungen: Lisette Klöppel Tel.(0228) 883-7920 Lisette.Kloeppel@fes.de Stipendiatenbetreuung: Josef Minzenbach Tel.(0228) 883-7923 Josef.Minzenbach@fes.de Beate Eckstein Tel.(0228) 883-7910 Beate.Eckstein@fes.de Finanzen: Barbara Nauroth-Kotzian Tel.(0228) 883-7927 Barbara.Nauroth@fes.de Spenden für den Solidaritätsfonds unter dem StichwortSoli­daritätsfonds der Studienförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung werden gerne unter der Kontonummer 10 10 60 62 08 bei der SEB AG Bonn(BLZ 380 101 11) entgegengenommen. Die Spenden für den Solidaritätsfonds der Friedrich-Ebert-Stiftung sind steuerlich absetzbar. IBAN DE 92 380101111010606208 BIC ESSEDE5F380 Friedrich-Ebert-Stiftung Abt. Studienförderung Godesberger Allee 149 53170 Bonn www.fes.de Solidarisches Handeln Förderung in Not geratener ausländischer Studierender und Graduierter aus dem Solidaritätsfonds der Friedrich-Ebert-Stiftung Jahresbericht 2009 Geschichte des Solidaritätsfonds Was können wir für ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studentinnen und Studenten tun, die wegen ihrer politischen Überzeugung, wegen ihres Glaubens oder ihrer Hautfarbe nicht in ihren Heimatländern studieren können und materieller Hilfe bedürfen?, fragten sich auslän­dische und deutsche Stipendiatinnen und Stipendiaten 1971 angesichts einer wachsenden Schar ausländischer, mittelloser Studierender aus Bürgerkriegsländern in der Bundesrepublik Deutschland, die ihnen Zuflucht geboten hatte. Auf Anregung der deutschen und ausländischen sowie ehe­maligen Stipendiatinnen und Stipendiaten gründete der Vor­stand der Friedrich-Ebert-Stiftung am 21. Mai 1971 denSoli­daritätsfonds der Friedrich-Ebert-Stiftung. Aus dem Solidaritätsfonds werden vorrangig bedürftige aus­ländische Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und-wissenschaftler gefördert, die aus politischen, rassistischen oder religiösen Gründen verfolgt werden und/ oder sich durch ihr Eintreten gegen Gewaltherrschaft und ihr Engagement für Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Demokratie ausgezeichnet haben. Seit der Gründung des Fonds konnte so über 1.000 bedrohten ausländischen Studierenden und Graduierten geholfen wer­den. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe einer Beihilfe oder eines Stipendiums trifft grundsätzlich ein unabhängiger Vergabeausschuss, dem auch zwei gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Stipendiatenschaft angehören.