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Dezember
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Pressespiegel Dezember 2010 1. Reaktionen auf die Wikileaks­Enthüllungen Die syrische Regierung reagierte zurückhaltend auf die Veröffentlichung geheimer US Diplomatenberichte durch das Enthüllungsportal Wikileaks. Die syrisch amerikanischen Beziehungen, so der allgemeine Tenor, seien schon seit Jahren angespannt, daher gebe es auch keine Geheimabsprachen zwischen syrischen und amerika nischen Entscheidungsträgern(Teshreen 1.12.2010). Eines der wichtigsten der von Wikileaks veröffentlichten Syrien betreffenden Dokumente belegt, dass die syrische Regie rung im Dezember 2009 gegenüber der iranischen erklärt habe, sie werde sich nicht an der Seite Irans an einem Krieg gegen Israel beteiligen. Auch von Hizbullah oder Hamas sollten die Iraner keine Beteiligung an einem derar tigen Krieg erwarten. Dies bestätige die Gradlinigkeit Bashar al Assads, welcher in vertraulichen Gesprächen dasselbe sage wie in der Öffentlichkeit(al Watan 8.01.2010). In den syrischen Medien wurden in erster Linie Enthüllungen über die westliche Welt besprochen; Dokumente, die arabische Führer betreffen, blieben uner wähnt. Zitiert wurden weiterhin Aussagen im Interesse Syriens. So erwähnte al Watan die Veröffentlichung von geheimen Dokumenten, in denen der US Senator und demokratische Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses John Kerry mit der Aussage zitiert wird, die Syrer müss ten die Golanhöhen zurückerlangen, und Ost Jerusalem müsse die Hauptstadt des palästinensischen Staates wer den(al Watan 1.12.2010). Die staatlichen Zeitungen äußerten vor allem ihr Misstrauen gegenüber Wikileaks und spekulierten über die versteckten Ziele dieser Inter netplattform. Wikileaks...wohin führt das? Die Internetplattform Wikileaks hat geheime US Militärdokumente über den Irakkrieg veröffentlicht und der Öffentlichkeit gezeigt, welche Gräueltaten die Amerikaner verbergen wollen. Wikileaks plant, weitere Geheimdokumente ins Netz zu stellen und weitere politische, wirtschaftliche und finanzielle Skandale aufzudecken. Berichte und Dokumente in Zusammenhang mit Aktionen des israelischen Mili tärs und der israelischen Geheimdienste werden jedoch ignoriert. In wessen Interesse werden diese Dokumente demnach veröffentlicht, und welche Rolle spielt Israel in diesem Zusammenhang? Ein deutig ist auf alle Fälle, dass die Enthüllungen durch Wikileaks als wertlos zu erachten sind. Khaled al Ashhab, al Thawra 1.12.2010 Die Wahrheit ans Licht bringen oder un­terdrücken? Das Internetportal Wikileaks hat brisante Details zum Irakkrieg enthüllt sowie US Militärdokumente in Zusammenhang mit Afghanistan, Libanon und Gaza. Enthüllt wurde auch, dass einige arabische Staaten die USA auffordern, Teherans Nuklearambi tionen zu stoppen. Aktionen des israelischen Militärs und israelische Kriegsverbrechen werden hingegen ignoriert. Man muss sich fragen, wie es dazu kom men konnte, dass derart brisante Botschaftsakten veröffentlicht wurden und warum die Verbrechen des israelischen Geheimdienstes unerwähnt bleiben. Ich gehe davon aus, dass hinter der Veröffentlichung ein Plan der US Regierung und Israel steht, um die