Heft 
(2008) 18
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Schlaglicht Israel Nr. 18/08 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 4. 25. Oktober 2008 1. Unruhen in Akko Während Israel am 8. Oktober den Beginn des höchsten jüdischen Feiertages Jom Kippur feierte, entbrannten in der Küstenstadt Akko Straßenschlachten zwischen jüdischen und arabischen Bewohnern der Stadt. Zu Jom Kippur kommt der Autoverkehr in größten Teilen des Landes traditionell zum Stillstand. In Akko, einer Stadt mit 46.000 Einwohnern, von denen etwa zwei Drittel Juden und ein Drittel Araber sind, war am Abend ein arabischer Autofahrer in ein hauptsächlich von Juden besiedeltes Viertel gefahren. Umstrittenen Berichten zufolge war er mit lauter Musik und zu schnell gefahren, um seine Tochter abzuholen. Jüdische Einwohner bewarfen sein Auto daraufhin mit Steinen und griffen ihn an. Unter der arabischen Bevölkerung verbreitete sich schnell das Gerücht, der Angegriffene, Jamal Taufik, sei ermordet worden, woraufhin größere Gruppen in das jüdische Viertel eindrangen, um dort Geschäfte und Autos zu beschädigen bzw. zu zerstören. Auch in den folgenden drei Nächten lieferten sich Juden und Araber in der Stadt Straßenschlachten, bei denen mindestens 30 Menschen festgenommen wurden. In Folge der Auseinandersetzungen wurde das kurz bevorstehende jährliche Theaterfestival in der Stadt abgesagt. Diese Entscheidung des Bürgermeisters wurde von arabischen Bewohnern Akkos, Künstlern und einigen Politikern heftig kritisiert, da sie ein weiterer Schlag gegen die Koexistenz sei und den arabischen Händlern in der Altstadt eine wichtige Einnahmequelle nehme. Eine Woche nach den Ereignissen wurde Taufik, der bereits vor einem Knesset­Ausschuss gesprochen und sich entschuldigt hatte, von der Polizei festgenommen, weil er zu schnell gefahren sei und religiöse Gefühle verletzt habe. Taufik wurde zu einmonatigem Führerscheinentzug und einer Woche Hausarrest verurteilt. Eine Reihe von Rechtsexperten bewertete diese Entscheidung als ein Nachgeben der Polizei gegenüber dem Druck der politischen Rechten. Die Befürchtungen, dass sich diese Unruhen auf andere Städte ausweiten könnten, bewahrheiteten sich nicht. Dennoch zeigen diese Ereignisse, welches Konfliktpotential das Zusammenleben von Juden und Arabern in Israel birgt. Acre riots Everyone recalls the October 2000 Arab riots which erupted simultaneously with the outbreak of the Aksa intifada. Jewish Israelis felt under siege then and the police reacted to the bloodshed as if it were a full-scale rebellion.[] What is essential now is that the violence, which has continued to flare intermittently over the weekend, not spread to other areas where Jews and Arabs live in close proximity. Constructively, over Shabbat, moderate Arab leaders publicly criticized Jamal for his insensitivity.[] Sadly, the usual political arsonists played their predictable roles. MK Ahmed Tibi termed the Acre events aJewish pogrom, while MK Arieh Eldad also played thepogrom card. Eldad further fanned the flames:One should not be surprised if Jews take up arms to defend themselves while the police does nothing to protect them. Tibi and Eldad, predictably, got it wrong- as did local TV reports and several of the Friday Hebrew newspapers. Using the termpogrom in connection with Acre is an insult to the memories of the many Jews murdered in state-sponsored pogroms such as those organized by the Russian government in the 1880s. 1