Heft 
(2009) 04
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Schlaglicht Israel Nr. 04/09 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 9. 20. Februar 2009 Das aktuelle Schlaglicht widmet sich ausschließlich den Wahlen zur 18. Knesset am 10. Februar 2009, deren Er­gebnis in Israel anfangs Unklarheit und Verwirrung auslösten, da nach den ersten Auszählungen sowohl Tzipi Livni(Kadima) als auch Benjamin Netanyahu(Likud) beide ihren Sieg verkündeten. Während Kadima einen Sitz mehr erhielt als der Likud, ist der rechte-ultraorthodoxe Parteienblock stärker als der linke Block, was theoretisch die Koalitionsbildung für Netanyahu erleichtert. Es ist zu erwarten, dass die Koalitionsverhandlungen sich schwierig und langwierig gestalten werden. Das endgültige Ergebnis lautet: Kadima 28(2006: 29), Likud 27(12), Yisrael Beiteinu 15(11), Arbeitspartei 13 (19), Shas 11(12), Vereinigtes Torah-Judentum 5(6), Nationale Union 4(9 gemeinsam mit der heutigen Jüdi­sche Heimat), Vereinigte Arabische Liste Taal 4(4), Hadash 4(3), Meretz 3(5), Balad 3(3), Jüdische Heimat 3 (9 gemeinsam mit Nationale Union). 1. Wähler und Wahlbeteiligung Die Öffentlichkeit stand dem Wahlkampf, der von der Militäroperation im Gazastreifen unterbrochen wurde, mit einer gewissen Gleichgültigkeit gegen­über. Daher wurden die israelischen Bürger in allen Medien aufgerufen, zur Wahlurne zu gehen. Letzt­endlich fiel die Wahlbeteiligung- trotz des für israeli­sche Verhältnisse harschen Wetters- nicht wie be­fürchtet auf ein Rekordtief, sondern stieg im Ver­gleich zu den vorherigen Wahlen(im März 2006) sogar leicht an und betrug 65,2%. Election Day thoughts As opposed to the commentators who character­ized this election campaign assleepy, it appears to me that this was one of the more fiery election cam­paigns we ever experienced. It was fiery mostly in­ternally, because it raged mostly in the hearts and minds of the citizens of the State of Israel.[] Our views shifted and changed like miserable waves at sea, because everyone agreed on one thing these elections were forced on us all of the sudden, while there is no new and promising leader on the hori­zon. Shlomo Artzi, JED 10.2.2009 Bibi, und ab ins Bett Das Volk hat gesprochen, und wenn ich es richtig verstanden habe, dann sagte das Volk: ‚Ja, ver­dammt noch mal, wir haben keine Ahnung, wir ha­ben keine Unterschiede zwischen den Kandidaten feststellen können, wir gehen shoppen, soll doch Shimon Peres entscheiden, wer die Regierung bil­den soll, haltet uns auf dem Laufenden, was so be­schlossen wird, ok? Raanan Shaked, JED 11.2.2009 Continue the turnout trend The close contest between Likud and Kadima in the final week of the campaign, which until then had been lethargic, contributed to the high turnout. Vot­ers felt they had the ability to shape the new leader­ship, after the expectation of an easy and sweeping victory by Benjamin Netanyahu vanished. [] However, we should not be too satisfied, even though a collapse in voter turnout was avoided. Until a decade ago, turnout in Israel was close to 80 per­cent and reflected a high level of legitimacy for the political system. We are now far from that record, which was high by the standards of any democratic system. Editorial, HAA 11.2.2009 1