Schlaglicht Israel Nr. 17/17 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. Oktober Die Themen dieser Ausgabe 1. Palästinensische Versöhnung.......................................................................................................................... 1 2. Iranische Bedrohung........................................................................................................................................ 4 3. Sukkot 2017..................................................................................................................................................... 6 4. Medienquerschnitt............................................................................................................................................ 7 1. Palästinensische Versöhnung Ein Ende der palästinensischen Spaltung und damit der Abriegelung erhoffen sich die Menschen im Gazastreifen von dem Versöhnungsabkommen zwischen den beiden Parteien Fatah und Hamas. Hunderte Palästinenser erwarteten am Grenzkontrollpunkt Erez die Ankunft von Ministerpräsident Rami Hamdallah im Gazastreifen. Zum ersten Mal seit gut dreiJahren hielten Spitzenpolitiker der beiden Fraktionen in Gaza erneut gemeinsame Konsultationen ab. Hamdallah kam mit einer über 100 Mitglieder umfassenden Delegation, darunter die Minister und hochrangige Sicherheitsbeamte. Ohne Gaza werde es keinen palästinensischen Staat geben, so erklärte er, sondern erst„wenn Gaza und das Westjordanland wieder vereint sind“. Im Sommer 2007 holte sich die Hamas mit Gewalt, was ihr mit dem Wahlsieg ein Jahr zuvor lange zustand: die Kontrolle über den Gazastreifen. Seither ist Palästina nicht nur regional gespalten, sondern auch politisch. Trotz verlorener Wahl führte die Fatah im Westjordanland weiter die Geschäfte. De facto gibt Palästinenserpräsident Mahmud Abbas den Ton an. Seiner harten Hand gegen den Gazastreifen ist zu verdanken, dass sich die Hamas nun bereit zeigte, der Palästinensischen Autonomiebehörde die Verwaltung des belagerten Küstenstreifens und die Sorge um die dort lebenden rund zwei Millionen Palästinenser_innen zu überlassen. Abbas hatte öffentliche Gelder für Strom, Wasser und medizinische Versorgung zurückgehalten, um die Islamisten im Gazastreifen zur Kapitulation zu zwingen. Die ägyptische Regierung war maßgeblich am Zustandekommen des Abkommens beteiligt. Hamas masquerade It took Hamas 10 years to completely ruin the Gaza Strip and prove to all that it can't and is not worthy of ruling over its inhabitants.(…) The first place Hamas has looked for a solution is Tehran, which is looking to bring the group back into its fold after several years of severed ties.(…) Hamas can only receive unlimited weapons and money from the Iranians, even if doing so means it must sharply alter its positions.(…) At the same time Hamas is also working to improve its relations with the Palestinian Authority; more precisely it is trying to turn the PA into a human shield to perpetuate its rule over Gaza.(…) Hamas is unwilling to truly relinquish its power and will not allow, for instance, the PA's security apparatus to deploy in Gaza. In this vein, it will permit the PA and its president, Mahmoud Abbas, to resolve the electricity crisis in Gaza and to try improving the economic situation there. Meanwhile, Hamas will still reserve ultimate say in Gaza and will be the only entity with weapons. Hamas, therefore, is trying to mimic the Lebanese model. In Lebanon, the government maintains diplomatic relations with the international community and is responsible for the welfare of the population and bettering the economy; Hezbollah, meanwhile, is the driving military force without bearing governmental 1
Issue
(2017) 17
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