Heft 
(2017) 21
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Schlaglicht Israel Nr. 21/17 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. Dezember Die Themen dieser Ausgabe 1. Trump erklärt Jerusalem zur Hauptstadt Israels.............................................................................................. 1 2. Tage des Zorns................................................................................................................................................ 4 3. Proteste gegen Netanyahu und Korruption...................................................................................................... 5 4. Medienquerschnitt............................................................................................................................................ 7 1. Trump erklärt Jerusalem zur Hauptstadt Israels Zu Unmut in den Palästinensergebieten und Eupho­rie bei Israels Regierung führte US-Präsident Donald Trump mit seiner Anerkennung Jerusalems als Isra­els Hauptstadt. Ministerpräsident Benjamin Netan­yahu lobte die Entscheidung des US-Präsidenten, die hilfreich sei auf dem Weg zum Frieden, denn der sei ohne Jerusalem als Israels Hauptstadt nicht möglich. Es muss einfach getan werden, wiederholte Trump, ohne seine Entscheidung näher zu begründen, als dassdie Zeit gekommen ist, um Jerusalem offiziell als israelische Hauptstadt anzuerkennen. Das sei nichts anderes als,die Realität wahrzunehmen. Netanyahu freute sich über die"historische" Ent­scheidung. Er appellierte an andere Staaten,dem Vorbild der USA zu folgen und ihre Botschaften nach Jerusalem zu verlegen. Zwar hatte Trump in seiner Rede angekündigt, die Vorbereitungen zum Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalemum­gehend aufzunehmen. Kurz darauf bremste der US­Präsident indes und erließ einen Aufschub des Um­zugs um sechs Monate. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der noch im Vorfeld der Rede Trumps vor neuer Gewalt warnte, ließ ausrichten, dass der US-Präsident für die Palästinenser als Ver­mittler bei Friedensverhandlungen passé sei. Ein noch für Dezember geplantes Treffen mit dem US­Vize-Präsidenten Mike Pence sagte Abbas ab. Ein Vertreter der Palästinensischen Befreiungsorganisa­tion(PLO) erklärte die Zweistaatenlösung für tot. Reality Check: Capital Yes, Unified No (...) Labor leader Avi Gabbay was right to welcome US President Donald Trumps recognition of Jerusa­lem as Israels capital. Trumps declaration() set to rights an historical anomaly which should have been put to bed long ago.() Trumps move, which care­fully did not refer to the citys municipal borders, was more a recognition of reality than, as Prime Minister Benjamin Netanyahu excitedly claimed, a historic moment to parallel the Balfour Declaration or the founding of the Jewish state.() There was no rea­son, though, for Labor leader Gabbay to follow suit and issue his own grandiose statement, and declare the day following Trumps announcement that a united Jerusalem is even more important than peace. Really? Ensuring that the more than 300,000 Palestinian residents of Jebl Mukaber, the Shuafat refugee camp, Kalandiya, Sur Bahir, Walaja and other Palestinian villages can keep their Israeli iden­tity cards and social security benefits is more im­portant than securing a peace agreement between Is­rael and the Palestinians? In one of the most disas­trous decisions following the Six Day War in 1967, 28 Palestinian villages were annexed to Jerusalem. Now, some 50 years later, when you combine Jeru­salems Palestinian and haredi() populations, we have reached a situation where Israels capital today has more Palestinians than Zionist Jews.() Is that what we mean by a united Jerusalem?() his re­marks on a so-calledunited Jerusalem should be seen within the context of this attempt to move Labor 1