Schlaglicht Israel Nr. 7/18 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. April Die Themen dieser Ausgabe 1. Weiter Proteste im Gazastreifen..................................................................................................................................... 1 2. Kriegsschauplatz Syrien................................................................................................................................................. 4 3. Holocaust-Gedenktag...................................................................................................................................................... 5 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 7 1. Weiter Proteste im Gazastreifenl Brennende Autoreifen und Steinschleudern auf der einen Seite, Tränengas und Scharfschützen auf der anderen. Der ungleiche Kampf von palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften im Grenzgebiet zum Gazastreifen dauert an. Wieder gab es Tote und viele Verletzte. Insgesamt ist die Zahl der Demonstranten seit Beginn der Unruhen allerdings stark rückläufig. Der auf sechs Wochen angelegte„Marsch der Rückkehr“ soll an das Schicksal der vor genau 70 Jahren aus Israel Vertriebenen erinnern. Menschenrechtsorganisationen und westliche Regierungen kritisierten das Vorgehen der israelischen Soldaten und den Einsatz von Scharfschützen. Mehr als 30 Menschen sind bei den Protesten seit Ende März erschossen worden, mehr als 3000 trugen laut Amnesty International(AI) Verletzungen davon. Alle Getöteten waren unmittelbar am Grenzzaun aktiv. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hatte davor gewarnt, sich den Grenzanlagen zu nähern. Empörung im In – und Ausland löste inzwischen ein Video aus, das einen Palästinenser zeigt, der unter Beschuss gerät und zu Boden fällt, während aus dem Off die begeisterte Stimme eines Soldaten zu hören ist, der ihn einen„Hurensohn“ schimpft. Allerdings war das Video, wie sich erwies, im Dezember aufgenommen worden und nicht bei den jüngsten Protesten. Lieberman bekräftigte seine Warnungen an die Hamas.„Ihr werdet uns nie brechen“, meinte er und riet,„nicht mehr darüber nachzudenken, wie ihr den Staat Israel zerstören könnt, sondern wie ihr Seite an Seite mit Israel existieren könnt“. The sick zero-sum game on the Gaza-Israel border (…) whose lives would be endangered were Israel to allow Gazans to approach the fence?(…) Since Hamas took control of Gaza, a sick zero-sum game has developed, in which the basic question is: my kids or yours?(…) Like in the summer of 2014, Israel faces an impossible choice in Gaza(…): either accept the risks of allowing thousands of Gazans to approach the fence and enter Israel, recognizing that under cover of the thousands, individual murderers would enter Israel, or block the entry of the thousands, shooting to kill when tear gas failed to stop their movement.(…) I mourn the death of the 16 killed. At the same time, I recognize that had they not been killed, the result would have been the killing of our own citizens. Since the rise of Hamas to power, this zero-sum game has replaced sane discourse: kill or be killed. Hamas has imposed this cynical game on Israel. It doesn’t have to be this way.(…) The only way to end this sick state of affairs is to remove Hamas from control in Gaza and to foster economic development there, giving its inhabitants a sense that they stand to gain from life without Hamas. Neither our children nor those of Gaza need to die. Shawn Zelig Aster, JPO, 02.04.18 1
Heft
(2018) 7
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