Schlaglicht Israel Nr. 15/18 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-31. August Die Themen dieser Ausgabe 1. Weiter Protest gegen Nationalstaatsgesetz...................................................................................................................1 2. Zwischen Krieg und Waffenstillstand.............................................................................................................................3 3. Abschied von Uri Avnery.................................................................................................................................................6 4. Medienquerschnitt............................................................................................................................................................7 1. Weiter Protest gegen Nationalstaatsgesetz Der Streit um das Nationalstaatsgesetz ließ Israels Abgeordneten trotz Sommerpause der Knesset keine Ruhe. Im Verlauf der außerordentlichen Debatte um das drei Wochen zuvor verabschiedete Grundgesetz„Israel – Nationalstaat des jüdischen Volkes“ schimpfte Oppositionschefin Zipi Livni vom Zionistischen Lager auf Regierungschef Benjamin Netanyahu, dessen Regierung„Hass und Angst“ verbreite. Für den Abgeordneten Ahmed Tibi von der antizionistischen Vereinten Liste ist das neue Grundgesetz nichts anderes als Apartheid, denn es halte eine „Hierarchie fest mit Bürgern, denen alles zusteht, ein Kollektiv auf gehobenem Status“ und jenen,„die keine Juden sind – ohne Rechte“. Das Wort Arabisch tauche in dem Gesetz nur ein einziges Mal auf, bemerkte Tibi während der sommerlichen Debatte,„und zwar im negativen Kontext, denn Arabisch wird als Amtssprache abgeschafft“. Noch, so hofft die Opposition, ist der Kampf nicht vorbei. Am 5. und am 12. August fanden in Tel Aviv Massendemonstartion gegen das Gesetz statt, an denen Zehntausende jüdische und arabische Bürger_innen teilnahmen. Beim Obersten Gerichtshof liegen inzwischen mehrere Klagen unterschiedlicher Gruppen vor – u.a. der Meretz-Partei, das Gesetz zu annullieren. Die Klageführer_innen meinen, dass das neue Gesetz„das Recht auf Gleichheit und das Recht auf Würde“ verletze. Justizministerin Ayalet Shaked kommentierte, dass es ein„Erdbeben“ geben werde, wenn die Richter gegen das Nationalstaatsgesetz entscheiden. The best answer to post-Zionism (...) This state is defined as Jewish because that is the purpose of its existence; the democratic aspect is merely the preferred form of government.(...) The fact that Israel is a Jewish state has always been self-evident. But some Jews have recently begun to question the righteousness of the Zionist path. Following his retirement, former Supreme Court Chief Justice Aharon Barak told a New Israel Fund conference he was in favor of a"state of all its citizens," thereby exposing the line behind his rulings, which eroded Zionism when he harmed the Jewish settlement enterprise.(...) This same progressive fashion guides the rulings that thwart any attempt to expel illegal migrants, the destruction of Jewish settlements in Judea and Samaria for destruction's sake, the High Court of Justice's assistance in enabling the Bedouin takeover of the Negev and the court's outstanding responsiveness to petitions from Arabs and the Left. Such is the painful situation that demanded we legislate what once was obvious. The 1
Issue
(2018) 15
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