Schlaglicht Israel Nr. 17/18 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 16.-30. September Die Themen dieser Ausgabe 1. Netanyahu macht Teheran geheimes nukleares Waffenlager zum Vorwurf............................................................... 1 2. Russisches Militärflugzeug abgeschossen.................................................................................................................. 3 3. Waffenstillstand mit Hamas immer unwahrscheinlicher............................................................................................. 6 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 7 1. Netanyahu macht Teheran geheimes nukleares Waffenlager zum Vorwurf Immer für eine Überraschung gut, hielt Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu auch diesmal Anschauungsmaterial,„das die Welt noch nicht gesehen hat“, für seine Rede vor der UN Generalv ersammlung bereit: Das Foto eines„nuklearen Warenhauses“ unweit von Teheran, das Mossad-Agenten jüngst besucht und 15 Kilogramm radioaktives Material daraus entwendet hätten. Spätestens seit dem Ausstieg der USA aus dem Iran-Abkommen weiß der israelische Regierungschef US-Präsident Donald Trump an seiner Seite. Zunehmend von der Welt allein gelassen sieht sich Israel hingegen mit der iranischen Gefahr, die aus dem benachbarten Syrien droht. Er habe„eine Botschaft an die Tyrannen von Teheran“, führte Netanyahu aus. Israel wisse,„was i hr tut“, und Israel werde weiter gegen Iran vorgehen –„auch in Syrien“. Die Palästinenser erwähnte Netanyahu in seiner Rede nur kurz und nur, um Präsident Mahmud Abbas dafür zu kritisieren, dass er den Familien überführter Terroristen eine monatliche Rente zahle-„je mehr sie schlachten, desto mehr zahlen Sie ihnen“. So ließe sich kein Frieden machen. Abbas, der kurz vor Netanyahu sprach, beschuldigte Israel, Verhandlungen zu verweigern. Die Palästinenser hingegen glaubten an den Frieden.„Wir strecken unsere Hand aus“, allerdings werde es kein Abkommen„ohne einen unabhängigen palästinensischen Staat mit der Hauptstadt Jerusalem“ geben. An Trump gerichtet, fragte Abbas, worüber noch zu verhandeln sei, wenn „Jerusalem, die Flüchtlingsfrage und Sicherheit“ nicht mehr auf der Liste der Konfliktthemen stünden. Dass der US-Präsident noch immer von einem „Jahrhundertedeal“ spricht, findet Abbas„ironisch“. Trump hatte sich im Rahmen der UNVollversammung für die Zweistaatenlösung ausgesprochen, machte damit aber auf den Palästinenserpräsidenten offenbar wenig Eindruck. Netanyahu’s UN speech was a masterpiece The speech delivered by Prime Minister Benjamin Netanyahu at the UN General Assembly(…) was perhaps the best he has ever given outside of Israel’s borders(…) because of his almost perfect ability to communicate practical and ideological messages to different target audiences in such a way that his messages bring about practical results and have the desired psychological impact that he is seeking.(…) Netanyahu took the intelligence material and used it to challenge the International Atomic Energy Agency(IAEA) and portrayed it as a toothless and untrustworthy organization that is unable to fulfill its mandate.(…) He also told the world about the 50 kg of radioactive material that the Iranian regime spread throughout Tehran in a bid to cover up its plans, stressing that any of the capital’s residents could be harmed. In doing so, he added 1
Heft
(2018) 17
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