Schlaglicht Israel Nr. 22/18 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. Dezember Die Themen dieser Ausgabe 1. Neue Gewalt im Westjordanland.................................................................................................................................... 1 2. Protest der Frauen........................................................................................................................................................... 3 3. Armee entdeckt Hizbollah-Tunnel.................................................................................................................................. 5 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 7 1. Neue Gewalt im Westjordanland Eine neue Serie von Gewaltakten erschüttert das Westjordanland. Unweit der auch nach israelischem Gesetz illegalen Minisiedlung Givat Assaf nordwestlich von Ramallah erschoss ein Palästinenser zwei Soldaten. Zwei weitere Israelis trugen teils lebensgefährliche, teils schwere Verletzungen bei dem Schussattentat davon. Erst am Vortag starb ein drei Tage altes Baby, das vorzeitig per Kaiserschnitt geboren werden musste, nachdem ein palästinensischer Attentäter das Feuer auf seine Mutter eröffnet hatte. Einer der Täter ist von israelischen Soldaten erschossen worden, ein weiterer Palästinenser, der im Verdacht steht, vor zwei Monaten zwei Israels ermordet zu haben, kam ebenfalls bei einer Verfolgungsjagd zu Tode. Die zwei Schussattacken ereigneten sich unweit der Siedlung Ofra, an beiden waren mehrere Täter beteiligt, bei beiden kamen die Täter im Auto und setzten Feuerwaffen ein. Der israelische Terrorexperte Barak Ben-Zur geht deshalb davon aus, dass bei den Anschlägen„dieselben Hintermänner“ die Fäden gezogen hätten. Die Vorgehensweise der Attentäter ließe darauf schließen, dass es sich in beiden Fällen um„gut vorbereitete Anschläge“ handelte und nicht um die Handlung eines Einzeltäters. Die Armee sperrte sämtliche Zufahrtsstraßen nach Ramallah. Die Hamas in Gaza pries ihre„Helden”. Sie hätten die“Effektivität der Widerstandsoption zur Beendigung der Besatzung unter Beweis gestellt“, hieß es auf der Webseite der Islamisten. Co-opting a fetus for their land grab (…) another proud Jewish settlement will rise, perhaps to be named“Fruit of the Womb” or“Fetal Heights.” How obtuse and insensitive does one have to be to exploit a young mother’s tragedy? But this won’t be the first or, unfortunately, the last instance of settler real estate activists riding on blood to fulfill their nightmare vision.(…) This seems to mean that terror is actually good for the settlements. Blessed terror gives this despicable“enterprise” a boost. If only terror would provide us with more and more steaming pints of blood, and another heaping basket of suffering and bereavement, the settlements will expand, increase and truly flourish.(…) Why, for God’s sake, are male settlers dragging their children and pregnant wives into danger?(…) The settlers, by their own admission, see themselves as emissaries, as functionaries. The vanguard of the occupation. The spearhead sent to expand borders, seize lands, dispossess the natives and make their lives miserable. Or, in slightly less polite language, the settlers are members of a land-theft gang that the world also views as war criminals. You don’t send a boy to do a man’s robbery job. The robber goes alone, so that he alone pays the price— not his young son, nor his pregnant wife. B. Michael, HAA, 12.12.18 1
Heft
(2018) 22
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