Heft 
(2019) 5
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Schlaglicht Israel Nr. 5/19 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. März Die Themen dieser Ausgabe 1. Versehentlicher Raketenangriff...................................................................................................................................... 1 2. Israelische Parlamentswahlen....................................................................................................................................... 3 3. Unruhen am Tempelberg................................................................................................................................................. 6 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 8 1. Versehentlicher Raketenangriff Israels Armee geht inzwischen davon aus, dass die zwei Raketen des Typs M-75 Fajr, eine Langstre­ckenrakete aus iranischen Werkstätten, die Tel Aviv für einige Minuten den Atem anhalten ließen, unbe­absichtigt abgefeuert wurden. Das Militär reagierte mit rund 100 Luftangriffen auf zumeist militärische Anlagen der Hamas. Vier Menschen trugen bei den Angriffen leichte Verletzungen davon, wie das paläs­tinensische Gesundheitsministerium berichtete. Die vergleichsweise geringe Zahl der Verletzten im Ga­zastreifen zeigt, dass Israels Armee vorsichtig vor­ging, um Provokationen und eine schlimmere Kon­frontation zu vermeiden. Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu war Ende letzten Jahres in die Kritik von Ex-Verteidigungsminister Avigdor Liber­man und anderen Koalitionspartnern geraten, die ihm vorwarfen, nicht konsequent genug gegen die islamistische Führung im Gazastreifen vorzugehen. Der Schlagabtausch endete damit, dass Israel der Regierung Katars erlaubte, regelmäßig große Bar­geldsummen in den Gazastreifen bringen zu lassen, um die akute Finanznot zu lindern. Liberman war daraufhin von seinem Amt zurückgetreten.Gerade diese Woche genehmigte Israel die Zahlung von weiteren 20 Millionen Dollar an die Hamas, kom­mentierte Liberman den jüngsten Raketenbeschuss. DiesesSchutzgeld werde Israel keine Ruhe brin­gen. Noch am Donnerstagnachmittag war es zu heftigen Ausschreitungen bei Protesten in Gaza gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die hohen Steuergelder, die die Hamas den Palästinen­sern abverlangt. Demonstrant_innen steckten Auto­reifen in Brand und blockierten Straßenkreuzungen. Die Sicherheitsbeamten der Hamas reagierten mit harter Hand. Mehrere Menschen mussten mit Ver­letzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden, darunter Frauen und Kinder. Politische Analysten in Israel zogen zunächst eine Verbindung zwischen den Unruhen in der Stadt Gaza und den beiden Raketenangriffen, die Tel Aviv vollkommen unerwar­tet trafen. Raketenalarm gab es in Tel Aviv zum letzten Mal vor fünf Jahren, als die Hamas im Ver­lauf des Gazakrieges die Stadt angriff. Israel mit Raketen anzugreifen, um von internen Problemen abzulenken, gehört zu den Methoden der Hamas. Medienberichten zufolge soll es ägyptischen Ver­mittlern noch in der Nacht gelungen sein, die Kon­fliktparteien zu einem Waffenstillstand zu bewegen. Gaza awaits a new Israeli government () For Hamas, having Israel at its doorstep allows it to maintain its identity as an entity and challenge the Palestinian Authority by being the only entity that is willing to raise the flag of resistance to Israel. As far as Israel is concerned, it prefers the devil that it knows Hamas than toppling it and then having to deal with the severe consequences. This is the 1