Schlaglicht Israel Nr. 1 7 /19 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. Oktober Die Themen dieser Ausgabe 1. Schwierige Koalitionsverhandlungen im Schatten der Anhörung Netanyahus........................................................ 1 2. Antisemitischer Terror in Halle....................................................................................................................................... 4 3. Jom Kippur und Sukkot.................................................................................................................................................. 6 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 8 1. Schwierige Koalitionsverhandlungen im Schatten der Anhörung Netanyahus Eine Große Koalition der beiden führenden Parteien in Israel Blau-Weiß und Likud wird es auf absehbare Zeit wohl nicht geben. Oppositionsführer Benny Gantz, Chef der Liste Blau-Weiß, lehnte Verhandlungen mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu vom Likud bislang ab, da dieser auf eine Koalition bestehe, die den gesamten Block der rechten Parteien, einschließlich die ultra-religiösen Parteien – im Parlament einschließe und somit den Weg zu einer liberalen Regierung verschließe. Möglicherweise könne ein Dialog jedoch zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden, hieß es aus den Reihen von Blau-Weiß, die bei den Parlamentswahlen Mitte September mit 33 Mandaten abgeschlossen hatte und damit einen Knesset-Sitz mehr als der Likud erreichte. Keines der beiden Lager verfügt über eine Mehrheit der insgesamt 120 Sitze. Staatspräsident Reuven Rivlin beauftragte zunächst Netanyahu mit der Regierungsbildung. Da es Netanyahu jedoch nicht gelang, eine mehrheitsfähige Koalition zustande zu bringen, soll nun Benny Gantz von Präsident Rivlin mit der Regierungsbildung beauftragt werden. Wegen der Korruptionsvorwürfe gegen Netanyahu fand unterdessen die Anhörung durch Generalstaatsanwalt Avichai Mendelblit statt. Netanjahu ließ sich von seinen Anwälten vertreten, die dafür plädierten, die Vorwürfe fallen zu lassen. Mendelblit vertrat bislang den Standpunkt, dass Netanyahu wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Untreue vor Gericht gehört. Eine endgültige Entscheidung Mendelblits, ob Anklage gegen Netanyahu erhoben werden soll, wird in den kommenden Wochen erwartet. No third election (…) the results of the second election were no more conclusive than the April 9 round.(…) unless there’s a major change of heart by one of the primary players on the field, a third election is inevitable. The Likud refuses to separate itself from its religiousright bloc; Blue and White continues to stand by its pledge not to sit with a prime minister under indictment; and Yisrael Beytenu’s Avigdor Liberman continues to insist that he’ll only agree to a unity government between Likud and Blue and White, even if he’s not part of it. In keeping to their stringent stances, the major parties are ignoring the will of the public.(…) The credibility of the country’s governing institutions is in free fall and the public’s willingness to endure another election is being overestimated by party leaders and members.(…) a third round could see voters rebel in anger or apathy and stay away from the polls in droves, setting Netanyahu’s warning about Arab voters on its head.(…) Israel needs a stable government and a stable Knesset. Every attempt must be made to prevent the newly sworn-in Knesset from becoming the shortest Knesset in Israeli history. All parties should take the responsibil1
Heft
(2019) 17
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