Heft 
(2020) 2
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Schlaglicht Israel Nr. 2/20 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 15.-31. Januar Die Themen dieser Ausgabe 1. Internationale Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz­Birkenau........................................................................................................................................................................... 1 2. Israel auf dem Weg zur dritten Wahl.............................................................................................................................. 4 3. Umstrittener Friedensplan.............................................................................................................................................. 6 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 9 1. Internationale Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu nutzte die internationale Gedenkveranstaltung 75 Jahre an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz­Birkenau, um einen Appell an die Staatengemein­schaft zu richten, sich geschlossen dem Iran entge­genzustellen. Er forderte eine"gemeinsame und entschlossene Haltung gegen das anti-semitischste Regime der Welt, das Atomwaffen entwickeln und den einzigen jüdischen Staat zerstören will", so Netanyahu in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Der Iran unterdrücke sein eigenes Volk und bedrohe die Weltsicherheit. Israel werde alles tun, was nötig sei, um denStaat und unser Volk zu verteidigen". Staats- und Regierungschefs aus fast 50 Ländern erinnerten in Jerusalem an die Befrei­ung des Vernichtungslagers am 27. Januar 1945. Nach Angaben des israelischen Außenministeriums handelt es sich um das größte Staatsereignis seit Staatsgründung. Nach Schätzungen wurden in Auschwitz-Birkenau rund 1,3 Million Menschen ermordet, die meisten davon Juden. Netanyahu würdigte den Kampf der alliierten Mächte und deren Sieg über Nazideutschland. Sie hätten dafür einen immensen Preis zahlen müssen."Aber gerade heu­te müssen wir sagen: Für sechs Millionen Juden, darunter 1,5 Millionen Kinder, wurden die Tore zur Hölle zu spät geschlossen." Auschwitz sei für die Juden"das ultimative Symbol jüdischer Hilflosig­keit". Mit dem Staat Israel habe man dagegen heute "eine Stimme, ein Land und ein Schutzschild". Zu den aus aller Welt angereisten Rednern gehörte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der be­tonte, dass es keinen Schlussstrich unter das Erin­nern geben dürfe. Deutschland müsse seiner histo­rischen Verantwortung gerecht werden, sagte Steinmeier, der als erstes deutsches Staatsober­haupt in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sprach. Er versicherte:"Wir bekämpfen den Antise­mitismus! Wir trotzen dem Gift des Nationalismus! Wir schützen jüdisches Leben! Wir stehen an der Seite Israels. Dieses Versprechen erneuere ich hier in Yad Vashem vor den Augen der Welt." Die Rede des deutschen Bundespräsidenten fand allgemein große Anerkennung in den israelischen Meiden. Should liberation of Auschwitz be celebrated with luxe dinner parties? () seventy-five years after the liberation of the Auschwitz-Birkenau extermination camp, anti­Semitism has reared its ugly head once again, and world leaders who are set to gather in Jerusalem must make it clear: Never again!() unless bold statements are made during the event, the visit of world leaders this week will be nothing more than a public relations stunt, an insult to the memory of the victims and survivors of Auschwitz.() The liberation of Auschwitz was not a festive occasion for 1