Schlaglicht Israel Nr. 3/20 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. Februar Die Themen dieser Ausgabe 1. UN- Menschenrechtsrat veröffentlicht„Schwarze Liste“ von Firmen im besetzten We stjordanland...................... 1 2. Palästinenser protestieren gegen Trump-Deal............................................................................................................. 3 3. Dritter Anlauf: Israel erneut vor Wahlen........................................................................................................................ 5 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 7 1. UN-Menschenrechtsrat veröffentlicht „ Schwarze Liste“ von Firmen im besetzten Westjordanland Nach der Veröffentlichung einer UN-Liste mit 112 Firmen, die in israelischen Siedlungen im Westjordanland aktiv sind, schränkt Israel die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen weiter ein. Außenminister Israel Katz verkündete einen Stopp der Kooperation mit der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet. Katz sprach von einer"Schwarzen Liste". Israel hatte bereits 2012 mitgeteilt, die Zusammenarbeit mit dem UNMenschenrechtsrat zu beenden; später verließ es die UN-Kulturorganisation Unesco. Israel wirft den UN und ihren Organisationen eine israelfeindliche Haltung vor. Das UN-Menschenrechtsbüro in Genf hatte 112 Firmen benannt, die in Aktivitäten im Zusammenhang mit den jüdischen Siedlungen in den von Israel besetzten Gebieten involviert sind. Mehr als 90 stammen aus Israel, aber es sind auch Firmen aus den USA, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich sowie je eine aus Thailand und Luxemburg dabei. Israel hatte die Veröffentlichung als unzuverlässig und einseitig verurteilt."Mit der Veröffentlichung dieser Liste hat die UNHochkommissarin(für Menschenrechte) jegliche Glaubwürdigkeit und Fähigkeit verloren, Menschenrechte in unserer Region zu fördern", erklärte die diplomatische Vertretung Israels in Genf am Sitz des UN-Menschenrechtsbüros. Saeb Erekat, Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation(PLO), sagte dagegen:"Diese Datenbank ist der erste konkrete Schritt in mehr als einem halben Jahrhundert, Israel für sein illegales koloniales Siedlungsvorhaben zur Rechenschaf t zu ziehen.“ Breaking down the UNHRC blacklist In the halls of the United Nations, they're calling it a "database," but it's more commonly and accurately known as a"blacklist"(…) a list of more than 100 companies conducting business activities with Jewish communities and Israeli enterprises in the West Bank(...) the eventual release of the blacklist has not come as a huge surprise.(…) The targets of the blacklist are judged to be guilty of fostering Israeli economic activity in the disputed territories, rather than the more specific offense of restricting or damaging the Palestinians' own economy. Once more, then, the United Nations' principal human-rights body has demonstrated that"solidarity" with the Palestinians does not mean the improvement of their daily lives through education, higher incomes and other benefits, but an institutional fixation with the physical presence of Israeli civilians in"occupied territories." The fact the overwhelming majority of the companies on the blacklist are Israeli indicates that there is a more sinister aim at work here. The only international institution in which the BDS movement to boycott Israel has any platform is the UN. The BDS campaign has always insisted that Israel be sanctioned in its entirety, in order to pave the way for the defeat of an occupation that began 1
Heft
(2020) 3
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