Schlaglicht Israel Nr. 4/20 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 15.-29. Februar Die Themen dieser Ausgabe 1. Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres: Wahlen in Israel.......................................................................................... 1 2. Coronavirus erreicht Israel............................................................................................................................................. 3 3. Bernie Sanders und Israel.............................................................................................................................................. 6 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 8 1. Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres: Wahlen in Israel Genau zwei Wochen vor Beginn des Korruptionsprozesses gegen den rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu wurden Israels mündige Bürger_innen am 2. März erneut an die Wahlurnen gerufen. Es ist die dritte Wahl innerhalb eines Jahres. Der 70-jährige Netanyahu strebt trotz der Vorwürfe eine fünfte Amtszeit an. Israel steckt seit einem Jahr in einer politischen Krise. Nach den ersten zwei Wahlen im April und September 2019 scheiterte die Regierungsbildung infolge einer Pattsituation zwischen dem Mitte-Links-Lager unter der Führung des früheren Generalstabschefs Benny Gantz von der Parteienliste Blau-Weiß und dem rechts-religiösen Lager. Zwar konnte Netanyahus Likud bei der jetzigen Wahl nach Auszählung von 99,8% der Stimmen vier Sitze zulegen, jedoch hat sein rechts-religiöser Block lediglich 58 Mandate und damit drei Mandate zu wenig für die notwendige Mehrheit in der israelischen Knesset. Das MitteLinks Lager kommt einschließlich der auf den historischen Höchstwert von 15 Mandaten angewachsenen Vereinigten Arabischen Liste auf lediglich 55 Mandate. Avigdor Liberman bleibt daher mit seiner Partei Yisrael Beitenu mit seinen sieben Mandaten trotz des Verlusts von einem Parlamentssitz Zünglein an der Waage. Da Liberman jedoch bereits angekündigt hat, weder mit den ultra-orthodoxen Parteien noch mit der Vereinigten Arabischen Liste koalieren zu wollen, befindet sich die israelische Politik weiterhin in einer Sackgasse und ein vierter Gang zu den Wahlurnen kann nicht ausgeschlossen werden. The Joint List: The No Choice Party Time after time the Israeli public, and the courts as well, are forced to discuss the pearls of wisdom coming from the mouths of members of the Joint Arab List(…) we hear evasive and stuttered explanations, according to which the comments that were said or written were simply misunderstood or taken out of context, and that the persons involved are against the use of any type of violence.(…) it must be understood that these are not just slips of the tongue or fumbles, but a sequence of expressions that assert a dedication to the Palestinian narrative. (…) Abbas also tends to stutter or disappear every time he is required to condemn acts of terror(…). Constraints on the PA have led Abbas to conclude that from a tactical perspective, the use of terror is not useful and even detrimental. But this is not a completely moral denial of violence, and we will never catch Abbas condemning acts of terror against Israeli soldiers in Judea and Samaria, seeing as how the Palestinian public and Abbas in his heart of hearts believe it is legitimate. This is precisely why he calls the terrorists"shahids" and pays salaries to their families. The members of the Joint List mostly adhere to this narrative, and it is the basis for their claims and deeds. This is why when their lawmakers call Samir Kuntar a shahid it is not a 1
Heft
(2020) 4
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