Schlaglicht Israel Nr. 5/20 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. März Die Themen dieser Ausgabe 1. Benny Gantz soll Israels nächste Regierung bilden.................................................................................................... 1 2. Korruptionsprozess wegen Corona verschoben.......................................................................................................... 5 3. Geheimdienst jagt Coronavirus..................................................................................................................................... 6 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 9 1. Benny Gantz soll Israels nächste Regierung bilden Benny Gantz, Chef des Mitte-Links-Bündnisses Blau-Weiß, soll die nächste Regierung in Jerusalem zusammenstellen. Die Likud-Partei unter dem Vorsitz des bisherigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu hatte zwar bei der dritten Wahl binnen eines Jahres einen kleinen Vorsprung vor BlauWeiß, sie verfehlte allerdings die nötige Regierungsmehrheit. Am Ende sprachen sich 61 der insgesamt 120 Knesset-Abgeordneten für Gantz aus, darunter die Parlamentarier_innen der arabischantizionistischen Vereinten Liste, aber auch die Abgeordneten von Yisrael Beitenu, der ultrarechten Partei von Ex-Verteidigungsminister Avigdor Liberman. Fraglich ist, ob es Gantz gelingen wird, eine regierungsfähige Koalition zusammenzustellen, denn er lehnt es ab, die Vereinte Liste an der Regierung teilhaben zu lassen. Netanyahu hatte BlauWeiß mit dem Appell, gemeinsam die Corona-Krise zu konfrontieren, zu einer Großen Koalition mit dem Likud eingeladen."Angesichts der weltweiten und nationalen Notlage müssen wir unsere Kräfte vereinen und eine starke und stabile Regierung bilden, die einen Haushalt verabschieden und schwere Entscheidungen treffen kann." Gantz lehnt bisher jedoch wegen der Korruptionsanklage gegen Netanyahu ein Zusammengehen mit ihm ab. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft Netanyahu Betrug und Untreue sowie Bestechlichkeit vor. Es geht um den Verdacht der Beeinflussung von Medien, um mögliche krumme Deals mit Unternehmen und die Entgegennahme teurer Geschenke befreundeter Geschäftsleute im Gegenzug für politische Gefälligkeiten. Netanyahu weist alle Vorwürfe zurück. Kahol Lavan, do n’t join N etanyahu in a unity government (…) As in the last two elections, the political stalemate again raises the possibility of negotiating a national unity coalition. This idea must be rejected outright. The stalemate that has dragged Israel into elections three times in a single year isn’t a fluke. It is the result of Netanyahu’s unprecedented legal situation, and the understanding shared by most Knesset members that it is intolerable for a person accused of a crime to head Israel’s government. Therefore, this is a moment of truth for Benny Gantz and for each and every member of Kahol Lavan and Labor-Gesher-Meretz, who have publicly committed again and again, campaign after campaign, that they will not take part in a government that includes defendant Netanyahu.(…) Netanyahu and his natural allies are trying to present the election as a referendum on his innocence. This shows a gross misunderstanding of democracy. A person’s innocence isn’t decided in the polling booths. Only the courts have the authority to rule if Netanyahu is innocent or guilty. However, it can’t be denied that by voting for him, Netanyah u’s supporters demonstrated a distrust in the rule of law and its enforcement in Israel. Nevertheless, forming a unity government led by a 1
Heft
(2020) 5
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