Schlaglicht Israel Nr. 17/22 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. Oktober Die Themen dieser Ausgabe 1. Israel und Libanon einigen sich über den Verlauf der Seegrenze.............................................................................. 1 2. Endspurt zum Wahltag.................................................................................................................................................... 3 3. Die Auseinandersetzungen im Westjordanland dauern an......................................................................................... 6 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 8 1. Israel und Libanon einigen sich über den Verlauf der Seegrenze Nach jahrelangem Streit einigten sich die Regierungen in Jerusalem und Beirut über den Verlauf der maritimen Grenze im Mittelmeer. Israels Regierungschef Yair Lapid jubelte über die „historische Errungenschaft“. Das Abkommen wurde von der Regierung bestätigt. Allerdings verlangt die Opposition, die das Abkommen scharf kritisiert, dass auch die Knessetabgeordneten über das Abkommen abstimmen. Dies lehnt Regierungschef Lapid ab, da das Abkommen nicht abstimmungspflichtig ist und er befürchtet, in der Knesset keine Mehrheit zu erzielen. Oppositionsführer Benjamin Netanyahu, Lapids schärfster Gegner bei der Wahl, kündigte zudem bereits an, dass er sich im Fall seines Wahlsiegs nicht an das Abkommen halten werde. Die Seegrenze ist vor allem entscheidend für die Ausbeutung der Gasvorkommnisse im Mittelmeer. Israel verzögerte die Förderung in dem umstrittenen Karish-Gasfeld auch, weil die libanesisch-schiitische Hisbollah mit Angriffen drohte. Angesichts der prekären Energiekrise in Europa ist der Markt für den Gashandel aktuell besonders günstig, was vor allem im Libanon die Hoffnung auf Erleichterung schürt. Aufgrund der dramatischen Inflation und Misswirtschaft herrscht dort weitverbreitete Arbeitslosigkeit und Armut. Israel- Lebanon pending maritime border deal is a win win (…) both sides will receive a fair deal. Lebanon will be able to claim it made no substantial compromise on the border line(…) the Qana gas field will remain mostly within the economic waters of Lebanon, and Israel will receive its share of the proceeds, should the field prove to be economically viable, from the French drilling company that will extract the gas. Israel therefore will lose some of the potential income from the Qana field but will gain security.(…) Lapid was too quick to celebrate the agreement which has not yet been signed, no doubt eying the upcoming elections. Too much bravado runs the risk of undermining the rare consensus reached between Nasrallah and the Lebanese government.(…) Opposition leader Benjamin Netanyahu(…) has already announced, that should a deal be signed, he would not be bound by it should he succeed in forming the next government. This is a dangerous precedent in Israel's international ties. The Likud leader is also endangering Israel's security because Lebanon could use his remarks to back out of the deal until a new government is established and by then, many things could change both in Israel and in the region. Ron Ben Yishai, YED, 02.10.22 1
Heft
(2022) 17
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