Heft 
(2023) 12
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Schlaglicht Israel Nr. 12/23 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 16.-30. Juni Die Themen dieser Ausgabe 1. Erneut schwere Auseinandersetzungen im Westjordanland...................................................................................... 1 2. Signalisiert Netanyahu Kompromissbereitschaft?..................................................................................................... 3 3. Sorge vor Einigung zwischen USA und Iran................................................................................................................. 6 4. Medienquerschnitt........................................................................................................................................................... 7 1. Erneut schwere Auseinandersetzungen im Westjordanland Nach einem palästinensischen Terroranschlag mit vier Toten und mehreren Verletzten zogen israeli­sche Siedler_innen durch palästinensische Dörfer und richteten schwere Verwüstungen an. Autos, Wohnhäuser und eine Fabrik wurden in Brand ge­steckt. Palästinensischen Informationen zufolge hätten israelische Sicherheitskräfte dem Unwesen tatenlos zugesehen. Das Attentat, das auf das Konto zweier offenbar der Hamas nahestehenden Palästi­nenser geht, galt entsprechend einer Stellungnahme der islamistischen Führung im Gazastreifen, der Rache für sieben Palästinenser_innen, die bei einer Razzia in der Stadt Jenin getötet worden waren, darunter ein 15jähriges Mädchen. Israels Regie­rungschef Benjamin Netanyahu kündigte unterdes­sen den geplanten Neubau von 1000 Wohnhäusern in der Siedlung Eli an, wo sich das Attentat zutrug. Zum ersten Mal ging die israelische Armee mittels einer Drohne gegen mutmaßliche palästinensische Terroristen vor. Bei dem gezielten Luftangriff kamen drei Männer zu Tode. Anfang Juli führten die israeli­schen Sicherheitskräfte schließlich eine zweitägige Aktion im Flüchtlingslager Jenin durch, bei der ca. 300 palästinensische Verdächtige festgenommen, Laboratorien zur Herstellung von Waffen und Sprengstoffen sowie unterirdische Schächte freige­legt und zerstört wurden. Am zweiten Tag der Aktion verübte ein palästinensischer Einzeltäter einen An­schlag in Tel Aviv, bei dem acht Menschen verletzt wurden. Beim Abzug der israelischen Streitkräfte aus Jenin wurde ein IDF-Soldat getötet. There is no equivalence between Palestinian terrorists and their Israeli victims As one terror attack follows the next in excruciating rapidity, it might be difficult for people to follow the thread. In the view of some, what we are seeing right now is() both sides are committing acts of violence, both sides are suffering casualties, and both sides are equally responsible(). This is the simplistic world of moral equivalence. It makes life easy: something bad happens, two sides are in­volved, so they both must be equally responsible. This is a world where context matters not a whit; where stories have no beginning; where judgments are made based on what scene is appearing in a movie at that single moment when one looks at the screen, disregarding what came before and not considering what could come after. The() this is not aboth sides are to blame situation. Israel went into Jenin to arrest those looking for ways to kill Israelis. The forces were attacked as they were leaving, and they returned fire to the massive gunfire they encountered.() This is not a cycle ordained by nature. Without terror, there would be no reason for IDF operations inside Palestinian areas. Because there is terror, those actions are essential to safe­guard Israeli lives.() Terrorism has no justification and there can be no equivalence between terrorists and their victims. Full stop. 1