Heft 
(2023) 14
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Schlaglicht Israel Nr. 14/23 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-31. August Die Themen dieser Ausgabe 1. Weiter Proteste gegen die Regierungspolitik....................................................................................................................1 2. USA streben nach Annäherung zwischen Israel und Saudi-Arabien.............................................................................4 3. Weiter Terror und Gewalt......................................................................................................................................................6 4. Gewalt in der arabischen Gesellschaft...............................................................................................................................8 5. Medienquerschnitt.................................................................................................................................................................9 1. Weiter Proteste gegen die Regierungspolitik Die wöchentlichen Massendemonstrationen gegen die Politik von Israels rechts-religiöser Regierung dauern unverändert an. Medien berichteten über mehr als 100.000 Menschen, die sich auch vergan­genen Samstagabend in der 35. Protestwoche in Tel Aviv versammelten. Auch in anderen Städten kam es zu erneuten Kundgebungen. Die Sorge um Gleichberechtigung für Frauen und Mitglieder der LGBTQ+ Community sowie der dramatische Anstieg von Gewalttaten im arabischen Sektor nahmen dabei zentrale Rollen ein. Hände weg von meinen Rechten, war auf Schildern zu lesen, nachdem sich Berichte über Versuche häuften, Frauen den Zu­gang zu Bussen gänzlich zu verwehren oder sie auf die hinteren Bänke zu verweisen. Der Oberste Ge­richtshof will sich in den kommenden Wochen mit Petitionen befassen, bei denen es um die Beschnei­dung der gerichtlichen Möglichkeiten geht, Ent­scheidungen der Regierung und einzelner Minister für unangemessen zu erklären, um die Weigerung des Justizministers die Richterauswahlkommission in ihrer momentanen Zusammensetzung einzuberu­fen und um eine Erschwerung der Amtsenthebung des Ministerpräsidenten. Zu Besorgnis in Militärkrei­sen führte der Protest von rund 13.000 Reser­vist_innen, darunter Kampfflieger und Spezialkräfte für die Cyberabwehr, die ihrem Dienst fernbleiben. Die Auswirkungen seien vor allem bei der Ausbil­dung von Nachwuchskräften bereits spürbar, hieß es. Let it go The word dai, best known from the dayenu of the Passover service, has a simple and assertive mean­ing in modern Hebrew: Enough, stop it, let it go. Israel has reached the point of both dai and dayenu. With the passage of the first stage of the govern­ment's judicial reforms, the signs have become unmistak able.() A general strike is threatened. Israel's international credit rating will be lowered. High-tech companies are beginning the process of relocation. The economy threatens to crater. Re­servists are refusing to serve and the IDF warns that its readin ess could soon be in danger.() Israel's enemies are gloating and no doubt looking for ways to exploit the situation.() Israeli society is being torn to pieces.() One thing then, is clear:() the government must give up on further reforms and it must do so now. The() primary responsibility falls upon those who support the reforms and the Netan­yahu government itself.() Supporters of reform can regroup, make their case again and attempt to do what they conspicuously failed to do this time: Forge a broad consensus in their favor. If they can­not, they should understand what this means. The pro-reform camp has gotten a piece of what it want­ed.() If they persist in what must regrettably be 1