Schlaglicht Israel Nr. 7/24 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-15. April Die Themen dieser Ausgabe 1. Iran greift Israel an.......................................................................................................................................................... 1 2. Krieg im Gazastreifen...................................................................................................................................................... 4 3. Geiseln im Gazastreifen.................................................................................................................................................. 7 4. Weitere Themen............................................................................................................................................................... 9 1. Iran greift Israel an Mit dem Beschuss durch hunderte Drohnen, Marschflugkörper und Raketen reagierte das Regime in Teheran auf den mutmaßlich israelischen Luftangriff auf ein iranisches Konsulargebäude in Syriens Hauptstadt Damaskus Anfang April. Dabei waren u.a. zwei ranghohe Vertreter der Revolutionsgarde – Mohammed Resa Sahedi und Mohammed Hadi Hadschi Rahimi – getötet worden. Über Stunden verharrte die israelische Bevölkerung in Erwartung der iranischen Luftangriffe. 99 Prozent der abgefeuerten Geschosse konnten abgefangen werden. Als sehr hilfreich bei der erfolgreichen Abwehr des Großangriffs zeigten sich die in der Region stationierten Truppen der USA, Großbritanniens und Frankreichs sowie vor allem auch die Beteiligung Jordaniens, wodurch zahlreiche Geschosse abgefangen werden konnten, noch bevor sie den israelischen Luftraum erreichten. Israel war infolge des harten Vorgehens im Gazastreifen und der hohen Verlusten unter der palästinensischen Zivilbevölkerung ins Visier internationaler Kritik geraten. Mit dem iranischen Angriff änderte sich der Ton vor allem in Washington und Berlin. Westliche Regierungen zeigten sich solidarisch mit Israel, drängen jedoch gleichzeitig aus Sorge vor einer weiteren regionalen Eskalation zu einer maßvollen Reaktion. Sollte Israel massiv Ziele im Iran angreifen, steht die eben gewonnene internationale Solidarität auf dem Spiel. Zugleich droht in diesem Fall ein erneuter iranischer Vergeltungsschlag. Allerdings will Israel nach diesem ersten direkten Angriff durch den Iran die Abschreckung aufrechterhalten. Monday's assassination could reshape the war The killing of Hassan Mahdavi, the commander of Iran's Quds Force for Syria and Lebanon, is the most significant assassination attributed to Israel since the start of the war. Mahdavi was not just another senior official – he was the most important Iranian figure in the region, second only to Hassan Nasrallah in importance. Mahdavi was an extremely powerful and experienced figure.(…) The assassination(...) is the harshest blow Iran has suffered in years. While various other Iranian figures have been struck in recent months, the sword has not come this close to Iran's top leadership before.(…) Mahdavi's assassination puts Iran in a difficult dilemma (…). Iran has four main options: First, not to respond – an unlikely scenario. Second, to respond broadly in a way that leads to a wider war, such as by firing rockets into central Israel – a low probability. Third, to respond forcefully but not necessarily in a way that would lead to an all-out war – a high probability. And fourth, to strike an Israeli target around the world like an embassy – also a high probability, though such an operation would take time and may not be the immediate retaliation.(…) Despite assessments that the Israeli-attributed assassination will not lead to war, the IDF is preparing for that scenario.(…) The national priority remains the 1
Heft
(2024) 7
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