Jerusalem, den 17. Dezember 2007 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, heute findet die Geberkonferenz in Paris statt, auf der Premierminister Dr. Salaam Fayyad seinen Reformplan für die Palästinensische Autonomiebehörde vorlegt und auf der über internationale Finanzhilfen in Höhe von 5,6 Mrd US$ für die Palästinenser entschieden werden soll. Dies nehmen wir als Anlass, einen Rückblick auf die Annapolis-Konferenz Ende November vorzunehmen und Ihnen in einer Presseschau verschiedene palästinensische und andere arabische Stimmen zum Gipfel zu präsentieren. Die Tatsache, dass der Gipfel nur die Ankündigung neuer Verhandlungen und keine konkreten Vereinbarungen mit sich brachte, enttäuschte viele Beobachter, vor allem in der arabischsprachigen Welt. Seit dem Ende des Gipfels in den USA sind zudem keine sichtbaren positiven Veränderungen vor Ort erkennbar. Im Gegenteil: die Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Palästinenser durch Checkpoints wurde nicht gelockert, ein Stopp des Siedlungsausbaus ist nicht in Sicht und die humanitäre Lage im von der Außenwelt isolierten Gaza-Streifen verschlechtert sich. Eine ausführliche Analyse der Annapolis-Konferenz finden Sie auf unserer Homepage www.fespal.org. Hier werden die Hauptakteure, ihre Positionen und die Voraussetzungen für eine Einigung dargelegt. Außerdem werden mögliche Hindernisse aufgezeigt auf dem Weg hin zu einer geplanten Unterzeichnung eines Friedensabkommens Ende 2008. Inwiefern die Finanzhilfen der internationalen Staatengemeinschaft eine Verbesserung der Situation herbeiführen kann, diskutierte Stefan Heinlein(Deutschlandfunk) heute im Interview mit der FES in Ost-Jerusalem. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung unserer Arbeit und wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2008. Mit besten Grüßen aus Jerusalem Knut Dethlefsen Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Ost-Jerusalem 1
Heft
(2007) 14. Presseschau Palästina - Stimmen zur Annapolis Konferenz
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