05. 2011 EDITORIAL Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Friedrich-Ebert-Stiftung, es war das zentrale Thema des Sommers in Ramallah: der Gang der Palästinenser vor die Vereinten Nationen(UN). Bis zuletzt war nicht klar, was genau im Rahmen der Kampagne„Palästina 194“, wie der Schritt in den Palästinensischen Gebieten genannt wurde, angestrebt wurde. Aufgrund der erwarteten Zuspitzung lag in den Tagen vor der angekündigten Rede des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in New York spürbar Spannung in der Luft. Vergangene Woche überreichte Abbas schließlich UN-Generalsekretär Ban KiMoon den Antrag auf Vollmitgliedschaft Palästinas in den UN und wandte sich mit einer von vielen als bewegend empfundenen Rede an die Weltöffentlichkeit. Palästinensische Initiativen bei den UN sind damit in den Fokus der weltweiten Aufmerksamkeit gerückt. Dabei wird oft übersehen, dass palästinensische UNInitiativen seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert werden. Letztlich spielen die UN seit dem Teilungsplan von 1947 eine zentrale Rolle im israelisch-palästinensischen Konflikt. Zahlreiche speziell mit der palästinensischen Sache befasste UN-Organisationen zeugen von der besonderen Bedeutung der Weltorganisation für die Palästinenser. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen bemüht sich dieser CheckPunkt der FES daher um einen Rückblick auf die bisherige Arbeit der Palästinenser in den UN. Ein solcher Überblick ist nicht zuletzt für eine Einordnung der Chancen und Risiken eines UN-Votums hilfreich. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre! Mit den besten Grüßen aus Jerusalem Dr. Michael Bröning Direktor des Büros der Friedrich-EbertStiftung in Ost-Jerusalem Design: eryfoto Seite 1
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(2011) 05. Palästina und die Vereinten Nationen: Was bisher geschah
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