01. 2013 AKTUELLES AUS DER PALÄSTINENSISCHEN PRESSE 2 4. 0 1.- 2 7. 0 1. 2 0 1 3 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Friedrich-Ebert-Stiftung, den Parlamentswahlen in Israel am 22. Januar 2013 wurde in den Palästinensischen Gebieten mit wenig Hoffnung auf einen politischen Wandel entgegen geblickt. Während die Koalitionsverhandlungen für eine neue israelische Regierung noch geführt werden, ist für viele palästinensische Kommentatoren bereits klar, dass ihnen auch künftig ein Partner fehlen wird, der dazu bereit ist, unpopuläre Zugeständnisse für eine Zwei-Staaten-Lösung durchzusetzen. Die vielen Stimmen, die Naftali Bennetts Partei“Jüdisches Haus” insbesondere von den Armeeangehörigen erhielt, verheißen für viele Palästinenser nichts Gutes. Frustriert und enttäuscht über eine wohlmöglich entscheidungsunfähige neue Netanjahu-Regierung wird beispielsweise gefordert, die palästinensische Gesellschaft dürfe sich nicht erneut auf die strategielose Politik der Palästinensischen Autonomiebehörde mit weiteren endlosen Verhandlungen einlassen: Die Palästinenser müssten ihr Schicksal nun selbst in die Hand nehmen. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre! Ihr Team der FES-Ost-Jerusalem Tel Aviv sagt„Nein“! Maan News Agency, Donnerstag, 24.01.2013 Alef Sabagh Wer die Analysen und die Kommentare anlässlich der jüngsten israelischen Wahlen liest, stößt auf eine einzige Schlussfolgerung:„Gott allein weiß, wie es weiter geht“. Was für ein Ergebnis, das niemandem hilft und niemanden in der politischen Verantwortung sieht! Wir müssen die Wahlergebnisse verstehen und auf ihre Konsequenzen für unsere politische Lage reagieren. Alle Analysen gehen davon aus, dass die neugegründete Partei Jesch Atid(dt.:„Es gibt eine Zukunft“) die wichtigste Überraschung dieser Wahlen war. Die neue Partei, die mit 19 Sitzen als zweitstärkste Kraft in die Knesset einzog, symbolisiert eine sozial-liberal ausgerichtete Schicht des zionistischen Spektrums. Diese Partei vertritt eine Vision, die Staat und Religion miteinander verbindet. Ein weiterer neuer erfolgreicher Akteur hat die jüngsten Wahlen geprägt, nämlich das rechtsradikale Lager in Israel, insbesondere die Partei haBajit haJehudi(„Das jüdische Haus“) mit ihrem Vorsitzenden Naftali Bennett, die zwölf Sitze erringen konnte. Dieses Ergebnis verdient unsere besondere Aufmerksamkeit, weil 70 Prozent der israelischen Armeeangehörigen für die Partei stimmten. An dieser Stelle sollte man sich fragen, wie die israelische Armee ideologisch ausgerichtet ist – vor allem gegenüber den Palästinensern. Das Zentrum dieser Wahlen war die Stadt Tel Aviv, die zur Koalition von Netanjahu und Lieberman„nein“ sagte und ihr lediglich 17 Prozent der Stimmen gab. In den Wahlen von 2009 hatten noch 50% aller Design: ery foto Seite 1
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