Rezension 
[Rezension von: Die Energiepolitik der EU und der VR China / Antje Nötzold, 2011]
Entstehung
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Das Buch schließt mit einer sehr interessanten Analyse der Trends, Methoden und Organisationen im Bereich des gewaltfreien Widerstands im palästinensischen Gebiet. Allen, die einen Arbeitsaufenthalt in Israel oder Palästina planen, die sich beruflich oder privat mit dem Nahost-Konflikt beschäftigen oder die einfach nur ein gutes Geschenk für eine Nahost-interessierte FreundIn suchen, kann ich es wärmstens empfehlen es erweitert den Horizont auch dann, wenn man lange im»Heiligen Land« gelebt hat. Tim O. Petschulat, Referat Naher/Mittlerer Osten& Nordafrika, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin ANTJE NÖTZOLD: Die Energiepolitik der EU und der VR China Handlungsempfehlungen zur europäischen Versorgungssicherheit Wiesbaden 2011 vs Verlag für Sozialwissenschaften, 396 Seiten D ie künftige Verteilung der globalen Energieproduktion wird uns aus unterschiedlichen Gründen noch beschäftigen. China ist heute schon der weltweit größte Energieverbraucher und liegt mit seinem Verbrauch noch vor den usa . Die Europäische Union ist mit Abstand der größte Energieimporteur der Welt, weit vor den usa und vor China. Die Wachstumsraten in China sind nicht nur im Verbrauch von Energie, sondern noch mehr beim Import dramatisch hoch, so hoch, dass die eu davon nicht nur aufgrund der daraus resultierenden Preissteigerung massiv betroffen ist. Es ist an der Zeit, dass das Thema einer sicheren und konfliktfreien Verteilung von Ressourcen im globalen Energiemarkt der Zukunft intensiver diskutiert wird und dazu liefert das Buch von Antje Nötzold eine umfassende Basis. Sieht man von der Klimaproblematik ab, die mit der Energieversorgung eng verbunden ist, dann wird nichts den globalen Ener­giemarkt und die damit verbundene politische Balance so sehr verändern wie die Art und Höhe der Nachfrage der Schwellenländer, besonders die Chinas. Zieht man in Betracht, dass für China gemäß dem»New Policy Scenario« der Internationalen Energieagentur(2010), das von einem Politikwandel in Richtung auf eine nachhaltige Versorgung ausgeht und in dem eine Steigerung seiner Nettoölimporte von 4,3 Millionen Barrel pro Tag(BpT) im Jahr 2009 auf 12,9 Millionen Bpt, also eine Verdreifachung prognostiziert wird und andere Schwellenländer diesem Trend nacheifern werden, bedenkt man andererseits, dass im selben Zeitraum der globale Produktionshöhepunkt bei Öl erwartet wird, dass also auf der Angebotsseite kein Spielraum für Wachstum, sondern nur noch 194 Rezensionen/Book Reviews ipg 2/2011