Aufsatz 
Die Peace Facility for Africa - Europas Antwort auf die Krisen in Afrika?
Entstehung
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Die Peace Facility for Africa Europas Antwort auf die Krisen in Afrika? SEBASTIAN WADLE/CORINA SCHUKRAFT* Einführung Im Mai 2001 hat der Ministerrat der Europäischen Union( eu ) in einem »Gemeinsamen Standpunkt« zum Thema Konfliktverhütung,-bewälti­gung und-vermeidung in Afrika betont, dass die Hauptverantwortung für das Krisenmanagement auf dem Kontinent bei den Afrikanern selbst liege und die eu auf lange Sicht die Verbesserung der afrikanischen Fä­higkeiten zur Friedenssicherung auf regionaler, subregionaler und bilate­raler Ebene unterstützen werde. Mit der Einrichtung der sogenannten »Peace Facility for Africa«( pf ) im April 2004 hat die eu ihr Versprechen in die Tat umgesetzt. Erstmals stellt sie der Afrikanischen Union( au ) im Rahmen eines Instrumentes Finanzmittel zur Durchführung von Frie­densmissionen und zum Aufbau einer afrikanischen Sicherheitsarchitek­tur zur Verfügung. 1 In ihrer ausschließlichen Konzentration auf die Un­terstützung der Afrikanischen Union ist die Peace Facility im Vergleich mit anderen Instrumenten wie dem britischen auf Afrika spezialisierten »Conflict Prevention Pool« und den Fördermaßnahmen des un Ent­wicklungsprogramms( undp ) bisher einzigartig. Die Schaffung der Fazilität belegt eindrücklich, dass die Fortentwick­lung der Afrikapolitik der eu im Speziellen und der eu -Außenpolitik im Allgemeinen in eine neue Phase getreten ist: Erst im Dezember 2003 wurde mit der Europäischen Sicherheitsstrategie( ess ) der offizielle Schlusspunkt unter die Grundsatzdiskussion über konfliktpräventive Politik in den eu -Außenbeziehungen gesetzt und nur wenige Monate später, bereits im Mai 2004, mit der Peace Facility ein Instrument imple­mentiert, das durch seinen problemorientierten Ansatz jenseits klassi­* Der Aufsatz ist im Rahmen des zweijährigen, von der Fritz-Thyssen-Stiftung ge­förderten Forschungsprojektes»Die Afrikapolitik der Europäischen Union. Neue Ansätze und Perspektiven«, an der Universität Würzburg entstanden. 1. Gemeinsamer Standpunkt des Rates vom 14. Mai 2001 im Hinblick auf die Verhü­tung, Bewältigung und Beilegung von Konflikten in Afrika(2001/374/ gasp ). ipg 4/2005 Wadle/Schukraft, Peace Facility-Europas Antwort auf die Krisen in Afrika? 99