Wiederauferstehung und Wiederaufstieg – J. H. W. Dietz von 1 945 bis heute horst heidermann 30. Januar 1 933: Adolf Hitler wurde Reichskanzler. Es folgten Notverordnungen, Reichstagsbrand(27. Februar 1 933), Ausnahmezustand (28. Februar 1 933), Ermächtigungsgesetz(23. März 1 933). Nach dem Schlag gegen die Freien Gewerkschaften am 2. Mai 1 933 ging der Parteivorstand der SPD mit führenden Mitgliedern in die Emigration. Am 1 0. Mai 1 933 wurde das gesamte Vermögen der Sozialdemokratischen Partei beschlagnahmt und die SPD am 22. Juni als»volks- und staatsfeindliche Partei« verboten. Aufgrund des»Gesetzes über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens« vom 1 4. Juli 1 933 wurden danach die Unternehmen der SPD enteignet, alle Betriebe in der ehemals sozialdemokratischen»Konzentration AG« zusammengefasst und nach Einziehung der Aktien durch das Geheime Staatspolizeiamt(Gestapa) am 2 1 . Oktober 1 935 liquidiert. 1 Der Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH – eine Hundert-Prozent-Tochter der Konzentration – wurde»wegen Vermögenslosigkeit« bereits am 24. August 1 934 aus dem Handelsregister gelöscht. Versuche der Wiederbelebung 2 Nach der bedingungslosen Kapitulation am 7. und 8. Mai 1 945 wurde das ehemalige Deutsche Reich in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1 990 war die deutsche Politik durch den Gegensatz zwischen der sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, und den von den Westmächten besetzten Gebieten, der späteren Bundesrepublik Deutschland, bestimmt. 1 Siehe dazu Detlev Brunner, 50 Jahre Konzentration GmbH. Die Geschichte eines sozialdemokratischen Unternehmens 1 946– 1 996, Berlin 1 996, S. 29 – 3 1 . 2 Ausführliche Darstellung in meinem Nachwort zu Angela Graf, J. H. W. Dietz 1 843– 1 922. Verleger der Sozialdemokratie, Bonn, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. 1 998. 79
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