Aufsatz 
Paul Kampffmeyer
(1864 - 1945)
Entstehung
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151 Peter Gohle Paul Kampffmeyer(1864 1945) Paul Kampffmeyer 1 wurde am 29. November 1864 als fünftes Kind des angesehenen und wohlhabenden Buchhändlers und Antiquars The­odor Kampffmeyer und seiner Frau Bertha in Berlin geboren. Er wuchs in wohlbehüteten Verhältnissen in dem Familienanwesen am Marian­nenplatz 5 in Berlin-Kreuzberg auf. Kampffmeyers Elternhaus war so­wohl von der durch den Beruf des Vaters bedingten Gelehrsamkeit und Belesenheit sowie einem damit verwobenen aufgeklärten Protestantis­mus Schleiermacherscher Prägung als auch von starkem sozialem En­gagement geprägt. Hinzu kam ein vor allem vom Vater Theodor Kampffmeyer gepflegter republikanisch-egalitärer Geist, der nicht zu ­letzt seinen Ausdruck darin fand, dass jener sich in seinem Berliner Wahlbezirk als Wahlmann für die Deutsche Fortschrittspartei aufstel­len ließ. Die intellektuelle, politische und karitative Grunddisposition der Familie Kampffmeyer sowie die immer vernehmbarere soziale und organisatorische Präsenz der Arbeiterbewegung führten dazu, dass sich Paul Kampffmeyer zunehmend für die Ideen der Sozialdemokratie er­wärmte. Darüber hinaus begann sich Kampffmeyer für die literarische und dramaturgische Avantgarde des ausgehenden 19. Jahrhunderts, den Naturalismus, zu interessieren. Zunächst jedoch studierte er in der zweiten Hälfte der 1880er Jahre in Zürich Nationalökonomie. Bereits 1 Zur Biographie von Paul Kampffmeyer vgl.: Archiv der sozialen Demokratie(AdsD), Nachlass Paul Kampffmeyer; AdsD, Nachlass Friedrich Salomon; Mario Bungert,Zu retten, was sonst unwiederbringlich verloren geht. Die Archive der deutschen Sozial­demokratie und ihre Geschichte, Bonn 2002; Paul Kampffmeyer, Blutsverwandte deut­sche Familien im Wandel der Jahrhunderte. Vom 16. in das 20. Jahrhundert, Greifswald 1939; Karl August Kutzbach, Paul Kampffmeyer, in: Neue Deutsche Biographie, Bd. 11, Berlin 1977, S. 91f; Paul Mayer, Die Geschichte des sozialdemokratischen Partei­archivs und das Schicksal des Marx-Engels-Nachlasses, in: Archiv für Sozialgeschich­te, 6/7(1966/67); Franz Osterroth, Biographisches Lexikon des Sozialismus, Bd. 1, Hannover 1960; Herbert Scherer, Bürgerlich-oppositionelle Literaten und sozialdemo­kratische Arbeiterbewegung nach 1890. DieFriedrichshagener und ihr Einfluß auf die sozialdemokratische Kulturpolitik, Stuttgart 1974.