Aufsatz 
Kurt Klotzbach (1940-1989), Kuno Bludau (1930-1989)
Entstehung
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156 Dieter Dowe Kurt Klotzbach(1940 1989) Kuno Bludau(1930 1989) Kurt Klotzbach war in der Gründungsphase 1969/70 Leiter des Ar­chivs der sozialen Demokratie(AdsD) der Friedrich-Ebert-Stiftung. Das AdsD entwickelte sich im Rahmen des Forschungsinstituts 1 der Friedrich-Ebert-Stiftung, ab 1992 des Historischen Forschungszen­trums 2 aus kleinsten Anfängen zu der zentralen Einrichtung für die deutsche Sozialdemokratie und die deutschen Gewerkschaften mit starker Berücksichtigung des internationalen Bereichs. Alter sozialde­mokratischer Tradition folgend, vereinte es bis 1984 3 Archiv und Bi­bliothek, die sich in den nächsten Jahrzehnten zunehmend professiona­lisierten und organisatorisch immer stärker verfestigten. Der professionelle Musikkritiker und Literaturbegeisterte Kurt Klotz­bach war ein Mann von Überzeugungen, und am einmal als richtig Er­kannten hielt er unerschütterlich fest. Das machte diese willensstarke Persönlichkeit resistent gegen so manches Modische, nur dem Tag Ver­haftete. Er war geprägt von einer ungemein raschen Auffassungsgabe und einer erstaunlichen Kraft, selbst komplizierteste Zusammenhänge in schnellem Zugriff synthetisierend auf den Begriff zu bringen. Nach dem Abitur hatte er in Bonn Politikwissenschaft, Mittlere und Neuere Geschichte, Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie Philosophie studiert und war bereits 1965, mit 25 Jahren, bei Professor Karl Dietrich Bracher zum Dr. phil. promoviert worden. Noch während 1 Leiter: Horst Heidermann, ab 1. April 1985 Gerhard Stümpfig. 2 Leiter: Dieter Dowe, ab 2008 Michael Schneider. 3 Im Jahresbericht der Friedrich-Ebert-Stiftung für 1984(S. 55) heißt es:Seit Anfang des Jahres sind Archiv und Bibliothek des Archivs der sozialen Demokratie[mit den Leitern Werner Krause und Horst Ziska] selbständige Abteilungen innerhalb des For­schungsinstituts der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ziel war,angesichts der kontinuierli­chen sachlichen und personellen Ausweitung zu zweckmäßigen Organisationseinheiten zu kommen.