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(2019) 3. Sozialer Fortschritt durch technische Innovation? : Umfrageergebnisse zu Wahrnehmung und Gestaltungswünschen der Digitalisierung in NRW
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Ausgabe 3| 2019 Diskussionspapier des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung Anemari Karačić Sozialer Fortschritt durch technische Innovation? Umfrageergebnisse zu Wahrnehmung und Gestaltungswünschen der Digitalisierung in NRW Digitalisierung ist der nächste Megat­rend nach der Globali­sierung. Digitalisierung verändert nicht nur die Arbeitswelt, sondern alle ges­ellschaftlichen Bereiche. Die mediale Be­richt­erstattung changiert dabei zwischen utopischen und dystopischen Visionen einer zunehmend digitalisierten Ge­sellschaft. Während Digitalisierung in der Vergangenheit vor allem als technikzentrierte Vision einer Industrie 4.0 platziert wurde, werden in aktuellen wissenschaftlichen und öffentlichen De­batten zunehmend die damit einhergehenden Veränderun­gen für die Beschäftigten berücksichtigt. Diese werden unter dem Schlagwort Arbeit 4.0 diskutiert. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen einer Online­befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey unter­sucht, wie die Menschen in NRW auf die Digitalisierung blicken. Sind sie verunsichert durch den rasanten digitalen Wandel oder blicken sie mit Zuversicht in eine digitale Zukunft? Dabei wurden zwei Schwerpunkte fokussiert: Zum einen wurde die allgemeine Wahrnehmung der Digi­talisierung in NRW untersucht. Zum anderen wurde nach den Einstellungen und Gestaltungswünschen der digitalen Arbeitswelt gefragt. Anemari Karačić ist Wissenschaft­liche Referentin am Forschungsinstitut für gesell­schaftliche Weiterentwicklung e.V. (Düsseldorf) und dort zuständig für den Themenbereich Digitalisierung von Arbeit Industrie 4.0. Civey hat die Daten zunächst bundesweit erhoben 1 und im Anschluss speziell für NRW noch einmal ausgewertet. Die Ergebnisse der NRW-spezifischen Auswertung sind Grund­lage des vorliegenden Diskussionspapiers. Wahrnehmung der Digitalisierung in NRW: Zwischen Verunsicherung und Zuversicht Der digitale Wandel verändert Leben und Arbeit der Men­schen rasant. Zunächst wurde beleuchtet, wie die Menschen in NRW die Digitalisierung allgemein wahrnehmen. Denn daran bemisst sich, ob sie ihr mit Zuversicht oder Verunsiche­rung begegnen. Ein spezifisches Charakteristikum der Digitalisierung ist die enorme Geschwindigkeit, mit der sich digitale Technologien in den letzten Jahren entwickelt haben. 40,8 % der Befrag­ten stimmten(eher) zu, dass sich digitale Technik so schnell entwickelt, dass sie nicht mehr mithalten können. 45,3 % teilen dieses Gefühl hingegen(eher) nicht. Etwas deutlicher zeigt sich eine prinzipielle Aufgeschlossenheit bei der Frage, 1 Die Ergebnisse der breiter angelegten, bundesweiten Befragung sind nachzulesen in der FES-StudieZeit für ein Update von Kirchner(2019). Die Studie wurde erstellt im Rahmen des Projekts der Friedrich-Ebert-Stiftung Für ein besseres Morgen, in dem überzeugende, fortschrittliche und zu­kunftsweisende Antworten und Positionen zu zentralen Politikfeldern ent­wickelt werden. Dieser Studie sind auch Informationen zum Befragungszeit­raum der einzelnen Umfragen zu entnehmen. Weitergehende Informationen zum methodischen Vorgehen des Meinungsfor-schungsinstitutes Civey sind dessen Homepage zu entnehmen: https://civey.com/pro/unsere-methode. Landesbüro NRW