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(2019) 4. Mobilität für alle : Mobilitätsgerechtigkeit und regionale Transformation in Zeiten des Klimawandels!
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Ausgabe 4| 2019 Diskussionspapier des Landesbüros NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung Stephan Rammler, Ingo Kollosche, Anna Breitkreuz Mobilität für alle Mobilitätsgerechtigkeit und regionale Transformation in Zeiten des Klimawandels! © IZT / Kerstin Jana Kater 1. Einleitende Kurzfassung Im Kräftefeld des Zusammenwirkens globaler Megatrends er­leben wir gegenwärtig die Neuerfindung der Mobilität. Durch ökologische Risiken, wachsende Raumknappheit und die neuen digitaltechnischen Möglichkeiten entsteht eine rasant markt­verändernde Dynamik im Bereich derneuen Mobilität. Die dynamische, disruptive, kontingente und damit für den Standort Deutschland und seine Mobilitätswirtschaft insge­samt riskante globale Transformation der Mobilität trifft heute in NRW, insbesondere im Ruhrgebiet, auf eine schon länger andauernde regionale Transformationsdynamik und spezifische sozioökonomische Pfadabhängigkeiten, insbeson­dere von der fossilen Energieversorgungsbranche. Der Clou regionaler Betrachtungen und Szenarien liegt in der Unmittelbarkeit, Konkretion und Umsetzbarkeit vor Ort. Problem­ e, Analyse und Akteure sind ganz nahe in einem quasi nachbarschaftlichen Mindset der Region verbunden. Anders formuliert: Transformation findet vor Ort und in der Region statt. Und zuerst dort kann sie zu neuen partizipativen Arran­gements zwischen kommunaler und regionaler Politik und Zivilgesellschaft führen. Unter besonderer Berücksichtigung Prof. Dr. Stephan Rammler ist wissenschaftlicher Direktor des IZT Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung. Der Mobilitätsexperte ist Autor der BücherVolk ohne Wagen und Schubumkehr. Seit 2002 hat er eine Professur für Transportation Design& Social Sciences an der HBK Braunschweig inne. des Gerechtigkeitsempfindens der betroffenen Menschen gilt es, aus derTransformation by disaster besser eineTransfor­mation by design zu machen. NRW könnte somit auch zu einem Testfeld und regionalen Innovationslabor für geling­ ende Nachhaltigkeitstransformationen überall in Deutschland und Europa werden. 1 Ziel dieses Policy Papers ist es auf dieser Folie, zugespitzte Handlungsempfehlungen für eine sozial gerechte, ökologisch erfolgreiche sowie ökonomisch wirksame und bezahlbare Mo­bilitätswende in Nordrhein-Westfalen zu entwickeln. Hierzu wird die NRW-spezifische Analyse des regionalen Status quo eingebettet in globale Entwicklungsdynamiken, die heute und in Zukunft starke Auswirkungen auch auf NRW und das Ruhr­gebiet haben. Darauf aufbauend werden ein mögliches Ziel­bild der zukünftigen Mobilität in NRW entworfen, strategische Implikationen abgeleitet und Handlungsempfehlungen für die Transformation der Mobilität in NRW aufgezeigt. Der Frage der Mobilitätsgerechtigkeit wird dabei besondere Aufmerk­samkeit gewidmet. 1 Methodisch basiert dieses Vorgehen auf der sekundäranalytischen Aus­wertung von wissenschaftlicher Literatur, bevölkerungsempirischen Daten, Strategie- und Positionspapieren und schließlich vier telefonischen Inter­views mit zwei Vertreter_innen der Wissenschaft und zwei Vertreter_innen einer regional sehr engagierten Stiftung. Alle Expert_innen zeichnen sich durch hohes spezifisches Fachwissen im Bereich der Logistik und der Um­welt-, Verkehrs- und Regionalpolitik einerseits, andererseits durch ihrtacid knowledge als langjährige Einwohner_innen der Region und als aktive Be­teiligte und Gestalter_innen der regionalen Innovations- und Transforma­tionsbemühungen aus. Landesbüro NRW