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Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplas, Nr. 151 90-151 97.

Beginnende Diskussionen.

Unser treffliches englisches Bruderorgan, der about| Leader", machte in seiner letzten Nummer den Vorschlag, daß erstens das Internationale Sozialistische Bureau die sozialistischen Parteien der kriegführenden Mächte befragen solle, weshalb sie die Forderungen ihrer Regierungen unter­stützen, und in welchen Punkten Einigkeit zu erreichen möglich wäre, und daß zweitens die sozialistischen Parlaments­mitglieder immer wieder darauf dringen sollen, daß die Re­gierungen die Kriegsziele deutlich angeben. Wir hegen keinen Zweifel, daß sämtliche Sektionen der Inter­nationale trotz der Gegensäße, die sie heute noch voneinander trennen, dieſem Gedanken als einem der Mittel zur Wieder­Herstellung der Internationale freudig zustimmen werden. Und dies um so mehr, als eine solche praktische Verständi­gungsarbeit in eine Zeit fallen würde, wo selbst in bürger­lichen Kreisen der kriegführenden Länder Anzeichen einer fon freteren Diskussion zu verzeichnen sind.

Recht deutlich tritt diese Erscheinung aus Anlaß der Rede des Reichskanzlers und der Antwort, die der englische Ministerpräsident Asquith auf sie erteilte, zutage. Ein führendes liberales Blatt Englands, der Manchester Guardian", schrieb aus Anlaß der Rede des Reichskanzlers in einem Leitartikel:

Mäßigung kann erst dann ihre Wirkung ausüben, wenn man einem praktischen Mann erlaubt, auf die Szene zu treten und jede Partei zu fragen, was sie in Wirklichkeit will. Wir können aus der Reichskanzlerrede entnehmen, daß der Augen­blick für diesen praktischen Mann noch nicht gekommen ist. Aber als Resultat einer Kriegsführung von 20 Monaten zeigt sich so etwas in Deutschland , als wenn die Geburt dieses prattischen Mannes, wenn nicht sogar vernünftigeren Meinung, jeden falls aber einer tonkreteren Diskussion sich

näherc."

Freitag, den 14. April 1916.

Chefredakteur des Berliner Tageblatts" offenbar nichts ein­zuwenden:

" Gegen die Schaffung neuer Rechtsgarantien würde grundsäßlich nichts einzuwenden sein. Die Vorlage bleibt nur immer: wie sehen diese Garantien aus, und verbürgen sie wirklich gleiches Recht nach allen Seiten hin?"

Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 151 90-151 97.

Die zitierten Aeußerungen kennzeichnen ungefähr das Bild, das die bürgerliche Presse zurzeit in ihrer Stellung zu der aktuellen Tagesfrage bietet. In der Hauptsache sind es die. felben Anschauungen und parteipolitischen Schattierungen, wie wir sie seit Jahr und Tag in den betreffenden Organen, als den Vertretern bestimmter gesellschaftlicher Gruppen finden. Bleiben als praktische Fragen noch die belgische und Neu ist an ihnen weniger die Argumentation und die Ziel. die polnische Frage. Theodor Wolff konstruiert aus den richtung, als ihre Zuspizung auf fonkrete Dinge. Und Reden der beiden leitenden Staatsmänner eine gewisse Ueber- eben deshalb erachteten wir es, trop der Unvollständia­einstimmung hinsichtlich des Ost ens, ohne auf die Differenz- keit des sich aus diesen Stimmen ergebenden Bildes als ge­boten, von ihnen zusammenhängend Notiz zu nehmen.( z) punfte im Westen näher einzugehen:

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Die Unruhen in Holland .

Die Bankettrede des britischen Ministerpräsidenten enthält dann noch die Erklärung, die Alliierten feien entschlossen, das alte Belgien wieder erstehen zu sehen". Sehr viel weniger bestimmt oder sogar ohne jegliche Bestimmtheitspricht Herr Asquith sich über Polen aus. Er begnügt sich damit, es einen 3ynismus" zu nennen, wenn der Reichskanzler den Standpunkt Was sich am vergangenen Freitag in Holland ereignet hat, bertreten habe, Deutschland müsse vor allen Mächten die freie die blöbliche Einziehung aller militärischen Urlaubserteilungen, Entwicklung gewisser Völker, die Pflege ihrer Muttersprache und

Von J. F. Antersmit- Amsterdam .

ihrer nationalen Individualität begünstigen. Er weist auf die hat im Ausland zu allerhand Vermutungen den Anlaß gegeben. Germanisierungsversuche in den preußischen Ostprovinzen hin. In der Presse der Mittelmächie glaubte man als richtig mitteilen Aber er beschränkt sich auf solche abfälligen Bemerkungen und zu können, daß englischerseits ein Angriff auf die Neutralität geht auf die Erklärung des Reichskanzlers, daß die besetzten Ge- Holland geplant war, während man in der Presse der Alliierten biete im Osten nicht wieder an Rußland zurück- umgekehrt dessen sicher was, daß es sich nur um einen deutschen gegeben werden könnten, mit einem Worte ein. Ge Angriff handeln könnte. Im Lande selber war man weniger schnell braucht nicht nochmals daran erinnert zu werden, daß diese Er- mit seinem Urteil fertig. Zwar liefen die verschiedensten Gerüchte, klärung des Reichskanzlers sehr viel bestimmter und deutlicher und in der allgemeinen Nervosität, welche die vollständig über­raschende militärische Verfügung hervorrief, gab es kaum ein Ge­als die Sätze über Belgien auf die Herr Asquith antwortet formuliert gewesen ist. Herr Asquith mag, um es zu wieder- rücht, das keinen Glauben fand. Soweit aber diese Gerüchte in holen, an dieser englisch - französischen Festtafel vor allem die Ab- bestimmterer Form durch hiesige Korrespondenten in die deutsche sicht gehabt haben, die Solidarität zu betonen, welche die toe st- Presse abgelagert worden sind, wird man gut daran tun, sie nur als lichen Wölfer eint. Aber in seiner sehr andeutungsreichen Rede ist vermutlich alles berechnet und abgewogen sowohl das, was er sagt, wie das, was er nicht berührt."

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Mag es nun Zufall oder Absicht sein, so ist es jedenfalls interessant, daß an demselben Tage, wo Theodor Wolff diejen Artikel schrieb, der Verfasser der politischen Uebersichten in der Streuzzeitung", Prof. Otto Soetich, das Thema: Wo steht der Hauptfeind?" wieder aufnahm und mit großer Einzelne Stimmten der deutschen Bresse machen in der Wärme für eine Orientierung der deutschen Politik nach dem Tat den Eindrud, als ob eine solche konkretere Diskussion" Ost en selbst um den Preis der völligen Preisgabe Ber­fich nähere. Freilich tre n auch hierbei die charakteristischen fiens und der entsprechenden Regelung der orientalischen Nuancen in der Zielrichtung dieser Preßorgane deutlich zu- Frage eintrat: tage. Dies erhöht aber nur noch die Bedeutung der allmählich einsetzenden Diskussion, da sie neben einer außerpolitischen auch eine inner politische Bedeutung im Sinne einer be­stimmten parteipolitischen Orientierung gewinnt. Unter diesem Gesichtspunkt bietet beispielsweise die Stellungnahme unserer Presse zu der gemeldeten Rede von Asquith ein inter­essantes und politisch bedeutsames Bild. Theodor Wolff hebt im Berliner Tageblatt" aus der Rede des englischen englisches Ministerpräsidenten folgende Säße als Kriegsziel heraus:

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Blicken wir auf die Entvidelung Rußlands in den letzten drei Jahrzehnten und nehmen wir die ungeheure Schwächung hin= zu, die es durch diesen Krieg erfährt, so scheint uns flar zu sein, wie in der heute allein möglichen Begrenzung die Frage nach dem Hauptfeinde nach dem Kriege zu entscheiden ist. An sich mögen diese Erwägungen heute nur für unser politisches Denken von Wert sein, aber reine Theorie sind sie nicht, weil sich nach diesem Gefichtspunkte offensichtlich die Art und Weise bestimmt, in der unsere Diplomatie an die Liquidation dieses Krieges heranzugehen hat."

Gewissermaßen als Ergänzung dieses Standpunktes fei die Aeußerung des Grafen v. Reventlow, des Zeit­artiklers der Deutschen Tageszeitung", zu der Rede Asquiths wiedergegeben:

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Großbritannien und auch Frankreich traten nicht in den Krieg ein, um Deutschland zu erdrosseln oder um es von der Karte Europas wegzuwischen, nicht um fein nationales Leben zu zerstören oder zu ver­stümmeln, und sicherlich nicht, um sich in die freie Aus= übung seiner friedlichen Bestrebungen hinein= aumischen. Wir wurden beide, hier und in Frankreich , dazu genötigt, die Waffen aufzunehmen, um zu verhindern, daß Deutschland , womit in diesem Falle Preußen gemeint ist, eine militärische Bedrohung für die Nachbarn bilde und eine Ober­herrschaft über diese erreichte. Deutschland hat wäh rend der letzten zehn Jahre bei mehreren Anlässen seine Absichten gezeigt, Europa unter gleichzeitiger Bedrohung Vorschriften zu einer internationalen Erörterung zu bringen. machen, und durch die Verletzung der Neutralität Belgiens hat es bewiesen, daß es sein lebergewicht selbst um den Preis eines allgemeinen Krieges herstellen will und dadurch, daß es die Grundlage der europäischen Politit, wie fie durch Berträge festgelegt ist, zerreißt. Die Absicht der an dem Krieg beteiligten Verbündeten ist, diesen Versuch zunichte zu machen und dadurch den Weg für ein internationales System zu ebnen, welches den Grundjazz gleicher Rechte für alle zibilisierten Staaten sicherstellen wird.( Bei­fall.) Wir wollen als Ergebnis des Krieges den Grundsas feft­legen, daß internationale Probleme durch freie Unter­handlung unter gleichen Bedingungen zwischen freien Völkern behandelt werden müssen, und daß eine solche Uebereinkunft nicht länger durch das überwältigende Gebot einer Regierung, die von einer militärischen Raste fon= trolliert wird, aufgehalten und beherrscht wird. Das ist es, was ich unter Bernichtung der militärischen Herrschaft Preußens verstehe, nicht mehr, aber auch nicht weniger."

" Der vorliegende Auszug der Asquithschen Rede zeigt fozu­fagen zwischen den Zeilen wir möchten darauf nachdrücklich hinweisenden vorsichtig durchscheinenden Wunsch, mit dem Deutschen Reiche über Belgien in einen gewissen Meinungsaustausch" einzutreten." Nach der Ansicht Reventlows liege es lediglich im briti Intereffe, die belgische Frage jetzt in den Fluß

Hierzu bemerkt Theodor Wolff , die Rede erwecke den Ein­druck, daß ganz ähnlich, wie Herr v. Bethmann Hollweg bei Erwähnung der deutschen Kriegsziele einen gewissen Unter­schied zwischen dem Westen und dem Osten machte, auch Herr Asquith, bei der Erwähnung der Kriegs gründe, einen Unterschied zwischen den Westmächten und Rußland habe an­deuten wollen".

Zu dem Wunsche Asquiths, daß Deutschland keine. Oberherrschaft ausübe, bemerkt er:

Bon einer solchen Hegemonie haben gewiß manche deutsch­nationalistischen Streise sehr reichlich geschwatt, das ernsthafte und vernünftige Deutschland aber ist nur der Meinung, daß feine Macht eine Oberherrschaft" ausüben solle, nicht Deutsch­ land und auch England nicht."

Gegen den Grundsatz Asquiths, daß internationale Pro­bleme durch freie Unterhandlung unter gleichen Bedingungen zwischen freien Bölfern bebandelt werden müssen", hat der

Es liegt ferner sehr nahe fährt er fort, angesichts des neulichen Beschlusses der französischen Sozialisten in Betreff Wiederherstellung internationaler Beziehungen, ferner der Stellungnahme der deutschen Sozialisten und des deut­ schen Freisinns zum Thema Belgien , daß Asquith hier eine günstige politische Konjunktur für Durchsetzung des alten britischen Belgienstandpunktes zu erbliden glaubt."

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Worin aber der Belgienstandpunkt" derer um Reventlow besteht, formuliert ganz hübsch die Rheinisch- West­fälische Beitung", das Organ der Schwerindustrie:

Der Gegensatz zwischen dem Kriegsziel Bethmann Hollvegs, daß Belgien nie wieder ein Einfallstor in der Hand Englands werde. und dem Asquiths, daß Belgien dauernd ein Brüdentopf Englands sei, ist eben unüberbrüdbar. Hier gibt es kein Kompromiß, sondern#ur Kampf bis aufs Messer."

Eine eigenartige Verquidung dieses Standpunktes etva mit dem des Berliner Tageblatts" liefert endlich Herr Georg Bernhard in der Boffischen Zeitung":

den Ausfluß des Wunsches der betreffenden Journalisten zu be trachten, ihren Redaktionen mal eine recht interessante Meldung zu übermitteln, auch wenn es noch so einflußreiche Zeitungen be­trifft. wußte man doch hier in Holland selbst sogar in den ge­wöhnlich bestinformierten Zeitungen nichts Bestimmtes über die plögliche Maßnahme unserer militärischen Autoritäten, und es wäre doch wohl befremdend, wenn dann ein beliebiger ausländischer Korrespondent näheres erfahren hätte.

Die offizielle Erklärung der holländischen Regierung ist gleich nach einer von der Regierung veranlaßten geheimen Sibung der 3veiten Stammer, die nur anderthalb Stunden dauerte, veröffent­licht worden. Die Erklärung lautet:

.Die Regierung legt Wert darauf, im Anschluß an die Mit­teilungen in der Geheimsizung öffentlich mitzuteilen, daß die Einstellurig der Urlaubserteilung eine Maßnahme der Fürsorge ist in Verbindung mit dem festen Entschluß, unfere Neutralität unter allen Umständen zu handhaben. Diese Maßnahme ist nicht eine Folge existierender politischer Berwickelungen, sondern ist begründet auf Angaben, die eine Zunahme der Gefahren, denen unst Land ausgesetzt ist, fürchten lassen. Es wäre nicht im In­teresse des Landes, vom Inhalt dieser Angaben irgendwelche Mitteilung zu machen."

Diese Mitteilung ist, wie man sieht, sehr dürftig. Sie wird hier aber allgemein so aufgefaßt, daß von der Absicht eines An­griffs auf die holländische Neutralität seitens einer der krieg führenden Mächte teine Rede ist, daß aber die holländische Re­gierung Ursache hat, anzunehmen, daß sich in kurzem die allge­meine Kriegslage und die Striegsereignisse verschärfen könnten, und in diesem Falle die Wahrung unserer Neutralität eine erhöhte Kraftaufwendung erfordern würde. Keineswegs um auch nur den Schimmer einer Andeutung zu machen, daß die hiesige Regierung derartige Wahrscheinlichkeiten für gegeben hält, sondern nur uni einige Beispiele zu geben, weise ich auf die Möglichkeit einer solchen Aenderung der Lage an der Westfront hin, daß aufs neue, wie in den ersten Striegsmonaten an der holländischen Grenze größere ausländische Truppenabteilungen au internieren seien, oder aud auf die Möglichkeit eines Seegefechts in der Nähe unserer Küste, wobei vielleicht ausländische Krieger auf die Nüfte flüchten möchten und dann ebenfalls zu internieren seien.

Jedenfalls hat das Vorgefallene die gute Seite gehabt, daß wieder einmal das ganze Ausland hat verspüren können, wie die holländische Regierung die fefte Absicht hat, feinen tätlichen Gin­bruch auf unsere Neutralität zu akzeptieren. Der holländische Staat hat sich in diesem Weltkrieg neutral erklärt und hat

nur

den einzigen Wunsch, bis zum Ende neutral 811 bleiben. Dieser Wunsch stimmt auch überein mit dem Wunsche fast der ganzen Bevölkerung, eine Tatsache, die selbst­verständlich die Neutralität sehr verstärkt. Der Umstand, daß beim Bekanntwerden der Urlaubseinziehungen die Veranlassung hierzu nicht bekannt war, so daß also alle Möglichkeiten angenommen werden konnten, hatte zur Folge, daß dieser Neutralitätswillen, der in seinem Wesen ein Friedenswillen ist, in ungetrübtester Weise in die Erscheinung trat. Mir ist keine Stimme bekannt ge­worden, die sich dafür aussprach, einen Angriff auf die holländische Neutralität hinzunehmen aus Sympathie für eine der beiden friegführenden Gruppen. Damit ist nicht gesagt, daß nicht ein großer Teil der Bevölkerung, soweit sie sich über folche Sachen ein Urteil bildet, mit seiner Sympathie auf einer der beiden Seiten steht. Stur ist damit gesagt, daß es hier taum einen gibt, der dieser Sympathie zu Liebe auf die Neutralität des Landes ver­zichten möchte.

Die Hauptfrage scheint, wie Herr Asquith sich zu der bel­gischen Frage stellt, über die der Kanzler ausführlich ge­sprochen hat. Ueber die realen Garantien", die der Kanzler forderte, schweigt sich Herr Asquith vollkommen aus. Er verlangt Es ist nicht überflüssig, diese Dinge in der deutschen Presse die Wiederherstellung des alten Belgien und den Wiederaufbau einmal genau festzustellen, wenn sogar ein angesehenes und in des Landes. Wenn Herr Asquith unter der Wiederherstellung des feinen Nachrichten vertrauenswürdiges Blatt sich anläßlich der Ge­alten Belgien die Wiedereinfügung des früheren geographischen rüchte über englische Angriffspläne auf Holland mitteilen läßt, Begriffes in die Landkarte Europas versteht, so würde sich vermut- deutsche Staufleute, die aus Holland zurückkamen, hätten mitgeteilt. lich über diesen Punkt reden Irffen. Aber wenn er an mehr als in den letzten Tagen fei dort die Stimmung für Deutschland , oder einen geographischen Begriff gedacht hat, wenn er wirklich politisch wenn viele deutsche Blätter schreiben, die holländischen militäri­alles ungeschehen machen will, was in und wegen Belgien passiert schen Maßnahmen seien gegen die Aliierten gerichtet. Jeder der­ist, so würde jede weitere Unterhaltung mit Herrn Asquith un- artige Zeitungsflatsch ist unnüßes Gerede, das nur dazu bei­nötig sein.

Nach wie vor stehen wir daher auf dem Standpunkt, daß auf einen Frieden mit England und über England mit seinen Verbündeten- augenblidlich auf einer Basis, die unseren großen Waffenerfolgen auch nur einigermaßen Rechnung trägt, nicht gerechnet werden kann."

tragen könnte, in der deutschen Oeffentlichkeit unrichtige Vor­stellungen um sich greifen zu lassen. Holland ist als Staat voll­ständig neutral, und seine Neutralität liegt fest verankert in dem Friedenswillen und dem Abscheu vor dem menschenmörderischen Weltringen, welche die überwältigende Mehrheit seiner Bevölke rung erfüllen.