Einzelbild herunterladen
 

Nr. 211.- 33. Jahrg.

Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pranumerando Bierteljährl 3,90 mt, monatl. 1,30 m wöchentlich 30 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Post­Abonnement: 1,30 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an Belgien , Dänemark , Holland , Italien , Luxemburg , Bortugal Rumänien, Schweden und die Schweiz

Ericheint täglich.

Vorwärts

Berliner Volksblatt.

5 Pfennig

Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Stolonel. zeile oder deren Raum 60 Pig.. für bolitische und gewerkschaftliche, Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgeprudie Sort 20 fg.( zulässig 2 fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 10 Bfg.. Stellengesuche und Schlafitellenan zeigen das erite Wort 10 Pig., jedes weitere Bort 5 Bfg. Borte über 15 Buch. staben zählen für zwei Worte., Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet.

Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands.

Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplass, Nr. 151 90-151 97.

Die Neutralen.

Donnerstag, den 3. August 1916.

Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplag, Nr. 151 90-151 97.

Möglichkeit einer Verständigung mit England liegt nach Ansicht des Redners nicht im Bereiche der Wahrscheinlichkeit, solange nicht England zu einer solchen Verständigung gezwungen wer­den kann. Zur Frage der Annegionen übergehend, meinte Dr. Müller, das Streben in Deutschland nach Siedlungsgebieten. für die Bauernschaft sei wohl verständlich. Dieses Sied­lungsgebiet liege aber keinesfalls im Westen, sondern höchstens im Osten. Als innere Kriegsziele bezeichnete er die politische, wirtschaftliche und soziale Gleichberechtigung eines jeden Volts­genoffen in dem eventuell erweiterten Deutsch­Dr. Rohrbach knüpfte in seinem Vortrag in Dortmund an

land.

Herstellung von chinesischen Baumwollgarn und Baumwoll- Russen die freie Durchfahrt durch die Dardanellen garantiert waren bemerkbar, die auch guten Absaz fanden. Zurzeit werden könne, was gleichbedeutend sein werde mit dem Ausschalten arbeiten dort 30 Webereien mit über einer Million Spin- fünftiger Feindschaft zwischen Deutschland und Rußland . Die deln und 4610 Stühlen und einer Herstellungsfähigkeit von A13 Grey erklärte, Englands Handel würde nicht viel 700 000 Ballen Garn und 1,38 Millionen Stück Stoffe zu weniger leiden, wenn England neutral bleibe, dachte er wohl 40 yards. In Brasilien find sogar Farbenfabriken gegründet wor­bloß an einen furzen Krieg und an die ersten Wirtschafts­störungen, die durch einen Weltkrieg verursacht werden muß- den und man sucht die eigenen Eisenerze an Ort und Stelle ten. Nun ist es aber anders gekommen. Der Strieg dauert zu verwerten. Aehnliche Nachrichten, wenn auch vorläufig noch spärlich, schon zwei Jahre. Der englische Erport hat aber erst im Juni die entsprechenden Zahlen von 1913 überſtiegen, und kommen auch aus den anderen Ländern. Man darf darum amar bloß um 7,4 Millionen Pfund. Ganz anders haben wohl annehmen, daß, falls der Krieg lange dauert, die neu­sich die Verhältnisse in den neutralen Ländern entwickelt. tralen Länder eine eigene Industrie ausbilden werden, so Zwar dauerte die Striegsfrise hier länger als in den krieg daß die Industrie der kriegführenden Länder vor ganz neuen die von ihm 1910 getanen Aeußerungen, daß der Tag kommen führenden Ländern an; lange nachdem die Industrie in den Wettbewerbsbedingungen stehen werde. Der Krieg ist eine werde, an dem am Tigris der deutsche Infanterist auf Bosten siche. friegführenden Ländern sich den neuen Bedürfnissen ange. Dampfwalze: die einen erdrückt und vernichtet er und macht Er legte die Wichtigkeit der Orientfrage für Deutschland dar: pazt hatte, sah noch die Industrie der neutralen Länder sie dem Boden gleich; für die anderen schafft er umgekehrt neue nur über den Orient gehe ein unbestreitbarer Weg zur schpere Tage. Heute aber besteht in den neutralen Staaten Entwicklungswege. Den größten Nußen aus ihm werden deutschen Weltpolitik. Rußland dürfe daher nicht in den Besiz tatsächlich eine Hochkonjunktur, während in den kriegführen- die außereuropäischen Agrarländer ziehen, denen er die wirt- Konstantinopels kommen, und der Suezkanal müsse der Kontrolle den Ländern die Kurve schon zu neigen beginnt. Wie ein schaftliche und für einige auch die politische Selbständigkeit Englands entzogen werden. Der konservative englische Politiker Garbe habe ehrlich ausgesprochen, daß der Ausgang des Krieges Ungeheuer vernichtete der Krieg zunächst alles, was ihm am bringen wird. allein davon abhänge, ob die Mittel- und Orientmächte den Weg nächsten stand, griff dann aber auch nach den neutralen Län­nach dem Orient behaupten können. Könne der Vierverband den Weg nicht zertrümmern, dann sei der Krieg für ihn mißglückt. dern über und zog aus ihnen, was er bekam. Der Krieg muß nach Rohrbachs Ansicht fortgesetzt werden, bis England am Boden liegt und Deutschland als gleichberechtigt neben sich duldet.

( z)

Neuregelung des Oberbefehls im Osten. So hat sich der Welthandel im Kriege so gestaltet, daß Amtlich. Berlin , 2. August. ( W. T. B.) Wäh­die Einfuhr der kriegführenden Länder gewaltig angeschwol­Ien, während umgekehrt ihre Ausfuhr zusammengeschrumpft rend der Anwesenheit Seiner Majestät des Deutschen Kai­Georg Bernhard in Bochum . Es ist schon oft gesagt wor­ist. Dagegen übersteigt die Ausfuhr der neutralen Länder fers an der Oft front hat in Uebereinstimmung mit seiner ihre Einfuhr ganz beträchtlich. Diese Erscheinung tritt be- f. u. f. apostolischen Majestät eine neue Regelung der den, daß Deutschlands Unversehrtheit und Deutschlands neue wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten von uns erkämpft sein sonders deutlich zu Tage, wenn man die Handelszahlen Eng- Befehlsverhältnisse dort stattgefunden, die der durch müssen, bevor wir die Waffen niederlegen. Deutschlands Unver­lands oder Frankreichs mit denen der Bereinigten Staaten die allgemeine russische Offensive geschaffenen Lage Rechnung sehrtheit soll nicht bloß im Friedensvertrag festgelegt werden, son­Amerikas vergleicht. England hatte im ersten Halbjahr 1916 trägt. Unter Generalfeldmarschall v. Hindenburg dern muß auch dauernd behauptet werden können. Infolgedessen einen Einfuhrüberschuß von 178,98 Millionen Pfund( 3,6 wurden mehrere Heeresgruppen der Verbündeten sind unter allen Umständen unsere Grenzen so zu ſteden, Milliarden Mark); Frankreich in den ersten fünf Monaten zu wie unsere militärischen Sachverständigen es fordern. Anderer­des laufenden Jahres einen solchen von 2,29 Milliarden 3 einheitlicher Verwendung nach Vereinbarung seits ist Deutschlands freie wirtschaftliche Entwicklung nur mög-, der beiden obersten Heeresleitungen zusammengefaßt. lich, wenn unsere Kapitalkraft im Verhältnis zu der Englands Frank. Dagegen weisen bekanntlich die Vereinigten Staaten mindestens ungeschwächt bleibt. Auf Kriegsentschädigu= einen gewaltigen Ausfuhrüberschuß auf, im legten Zolljahre gen verzichten, heißt auf Deutschlands wirtschaftliche Zukunft einen solchen von 2265 Millionen Dollar. Wien , 2. Auguft.( W. T. B.) Die Zusammenfassung verzichten. Wir müssen entweder diese Kriegsentschädigung in Die gleiche Erscheinung läßt sich für alle neutralen Län- mehrerer Heeresgruppen der Verbündeten unter General - bar oder in Verrechnung erhalten, damit wir Kapitalschulden der feststellen. Obgleich ihr Handel auf große Schwierigkei- feldmarschall von Hindenburg wird hier amtlich abbürden können, oder wir müssen die von uns in hartem Kampře ten stößt, die ihnen immer von neuem gemacht werden, zeigt in demselben Wortlaut gemeldet wie von deutscher Seite. erftrittenen Länder beseßen, um aus ihnen einen Teil unse­er dennoch einen recht günstigen Verlauf. So ist beispiels­weise die Ausfuhr der Schweiz von 1376,4 Millionen im Jahre 1913 auf 1670,1 Millionen Frank im Jahre 1915 ge­stiegen. Die Einfuhr blieb auch 1915 noch größer als die Ausfuhr, aber nur um ein geringes, nämlich um rund 10 Millionen Frank, während der Einfuhrüberschuß von 1913 Das italienische Unterseeboot Giacinto Pullino" fiel 543 Millionen betrug.... Die Schweiz hat darum auch in der nördlichen Adria in unsere Hände und wurde fast ganz un­einen Einfuhrüberschuß von Edelmetall von fast 41 Millio- beschädigt nach Pola geschleppt. Die gesamte Bemannung, be­nen Frank( 1913 von 23,6 Millionen). stehend aus drei Offizieren und 18 Mann, wurde unverwundet ge­fangen genommen.

Auch sonst ist die Konjunkturlage in der Schweiz wie in den anderen neutralen Ländern recht günstig. Das macht sich in dem Ausleben der Gründungstätigkeit, Entlastung des Arbeitsmarktes u. ä. m. bemerkbar. Indes scheinen die Vorräte der neutralen Länder in Europa zur Neige zu gehen und die Zufuhr wird immer schwieriger. Dadurch geraten fie in eine recht unangenehme Lage, die für die Schweiz , die gänzlich von der Zufuhr von Rohstoffen abhängt, verhängnis­

boll werden könnte.

Ueberblickt man die Entwicklung des schweizerischen Han­dels vor dem Kriege, so kann man leicht feststellen, daß die Schweiz seit dem Zollfriege mit Frankreich sich immer mehr

Ein italienisches U- Boot erbeutet. Wien , 2. Auguft.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Ereignisse zur See.

Flottenkommando.

Entspannung in Rumänien ?

rer Zinsenlast zu begleichen.

In Hamburg erwärmte der Reichstagsabgeordnete Con­ rad Haußmann durch seine Ausführungen die Mehrheit der Versammlung in steigendem Maße, sie blieben aber nicht ohne Widerspruch. Die Opposition nahm zuletzt sogar einen etwas tumultuarischen Charakter an. Dabei kam der in weiten Kreisen Hamburgs herrschende Haß gegen England, der eine scharfe Be­fämpfung Großbritaniens durch die Unterseeboote fordert, zum Ausdruck. Rufe erklangen: U- Boote heraus! Nieder mit Eng-,

land!

So darf man den Hamburgern nicht kommen!

In Dresden war der Vortrag des Berliner Juristen Ge= heimrats Kahl ein unumwundenes Bekenntnis zur Politik und zu den Kriegszielen des Reichskanzlers, wie sie in der bekannten Dezemberrede im Reichstage ausgesprochen worden sind. Lebhafte Zustimmung fand der Redner, als er die Möglichkeit eines neuen Frankfurt a. M., 2. August. ( W. T. B.) Die Frankfurter der Sak bon der fünftigen mittleren Linie" mißfällige Zurufe verschärften Unterseebootkrieges streifte, während Zeitung" meldet aus Konstantinopel von heute: Nach guten aus auslöste. Ebenso wurde das zustimmende Interesse der Zuhörer­Bukarest vom heutigen Tage vorliegenden Nachrichten, ist in der schaft stärker, als der Redner als Bedingung eines dauernden diplomatischen Lage in Rumänien , die am Sonnabend zur höchsten Friedens die Niederringung Englands forderte. Ferner wurde die Spannung gediehen war, zweifellos eine Entspannung eingetreten. notwendige Ablehnung eines allgemeinen Friedenskongresses, der nur im Interesse Englands liege und die Absichten gewisser freund­lich gefälliger Neutraler, die ihre Vermittlerrolle anbieten würden, beifällig aufgenommen.

an Deutschland angeschloffen hat. Bon 1904 bis 1913 ist die Die Kriegsziele des National­

Ausschusses.

Der Heidelberger Nationalökonom Mag Weber bezeichnete in Nürnberg den Reichskanzler als den einzig möglichen Mann, der völlig das Vertrauen der Feldgrauen im Schüßengraben als Staatslenter genieße. Er polemisierte gegen die Annexionspolitik, berlangte jedoch zuverlässige militärische Garantien, sowohl in Belgien , wie im neuen polnischen Staatsgebilde, dessen Aufbau wesentlich von der Möglichkeit der Schaffung eines einheitlichen Mitteleuropas abhängen müsse.

Einfuhr aus Deutschland um 66 Proz., die aus Frankreich aber bloß um 10 Broz. gestiegen. Dabei zieht Deutschland einen gewaltigen Nußen aus dem Handel mit der Schweiz . Nach der deutschen Handelsstatistik hat sich die Einfuhr Der Ulstein- Presse entnehmen wir folgende Berichte: Deutschlands aus der Schweiz von 1890 bis 1913 faum er­Südekum in Mannheim . Geheimrat Eberhard Gothein höht( um 23 Proz.), während die Ausfuhr dorthin sich in führte aus, daß nicht zum Festefeiern der 1. August angetan sei, dieser Zeit mehr als verdeifacht hat und 1913 die Ein- daß er vielmehr von neuent ein Bekenntnis der Entschlossenheit Reichstagsabgeordneter Kerschensteiner- München beleuchtete in fuhr um 322,8 Millionen Mark oder um 151 Proz. über- des deutschen Volkes nach außen und der Geschlossenheit im Innern Karlsruhe eingehend die innere Politik. Er ermahnte alle stiegen. Ein sehr großer Teil der schweizerischen Käufe aus sein solle. Gerade in diesem Sinne begrüße er es, daß ein Ver- Parteien, dem Reichskanzler volles Vertrauen entgegenzubringen Deutschland besteht aus Fabrikaten( mehr als die Hälfte!). treter der Sozialdemokratie vor der Bürgerschaft und die Ausführungen in seiner lebten Reichstagsrede anzuer­Allein aus Deutschland bezieht die Schweiz fast doppelt so- Mannheims das Wort ergreife. Reichstagsabgeordneter Dr. fennen. Der Redner verlangte eine Neuorientierung der inneren viel Fabrikate als aus allen Vierverbandslän- Südekum begann mit einem sehr warm empfundenen Dank Politik auf freiheitlicher Grundlage. Der Bismardbiograph Universitätsprofessor Dr. Marg er­dern zusammen. Es ist begreiflich, warum gerade Deutsch - an die tapferen Kämpfer, zu deren Ehren sich zu erheben er die Jeder Mensch, sagte er dann, unter den klärte in München : Wir müssen wünschen, daß wir Grenzen land besonders stark an der Aufrechterhaltung guter Handels- Versammlung bat. beziehungen mit der Schweiz interessiert ist. Diese dauern- kriegführenden Völkern ist heute von Friedenssehnsucht erfüllt. erhalten, die unser Land verteidigungsfähiger machen, als das Aber die Regierungen der Feinde gestatten diesem Gefühle noch bisher der Fall war. Daß wir dabei ein national geschlossenes den und wichtigen Interessen dürfen wegen momentaner heute keinen Ginfluß auf ihre Handlungen. Noch immer zielen Reich behalten müssen, darf nicht vergessen werden. Den Frieden Vorteile eben nicht übersehen werden. fie auf die Vernichtung Deutschlands ab. Wir könnten freilich können wir heute nicht erflehen. Jezt heißt es noch schlagen und In der schweizerischen wie in der Bresse der anderen neu- den Frieden haben, wenn wir die demütigenden Bedingungen nicht handeln! Der Redner rief auf zum Vertrauen zu den füh­tralen Länder wird jezt die Frage eines Zusammengehens von ihnen annehmen; aber daran ist nicht zu denken. So heißt renden Männern und zur Sammlung. Das Programm des Reichs­der neutralen Länder gegenüber einem eventuellen Handels- es für unser Volk draußen wie daheim, weiter durchzuhal tanzlers ist gut und wir müssen und dürfen ihm folgen. Abgeordneter Dr. Pfeiffer in Köln : Ob wir die heute bc= frieg zwischen den kriegführenden Mächtegruppen besprochen. ten bis zu dem Ende, das unserem Vaterland seinen Bestand Die Möglichkeit eines solchen Zusammenschlusses ist nicht ein- und seine Entfaltung sichert. Gewaltige Aufgaben wird unser fezten Gebiete behalten werden, weiß ich nicht. Jedenfalls müssen fach von der Hand zu weisen und sie wird hoffentlich dazu Volk, in dem jeder einzelne sich durch den Krieg als Staats- wir Garantien in Händen halten, womit sich das ganze Volk zu­bürger hat fühlen lernen, nach dem Kriege zu lösen haben. Wir friedengeben kann. Was wir haben, werden wir flug und weise beitragen, den Eifer zu einem Handelskrieg zu dämmen.. hoffen, daß der Geist der Erneuerung in jedem einzelnen das in der Hand behalten. Wir werden die Ergebnisse des Krieges Aber auch noch in einer anderen Hinsicht erwachsen der Pflicht- und Verantwortungsgefühl wachrufe, an seinem Teil an auszunußen wissen für die Zukunft, damit demnächst das Ziel Industrie der kriegführenden Länder schwere Gefahren, wenn diesen Aufgaben mitzuwirken. So, hoffen wir, wird aus dem der deutschen Politik unangegriffen dasteht im Herzen Europas . der Krieg noch lange dauert oder wenn er in der Form eines großen Erlebnis Deutschland mit Freude und Zuversicht in eine Das deutsche Volt möge Vertrauen zum Kaiser und der vielge­Handelsfrieges fortgesezt wird. Immer größer wird die große Zukunft eintreten. schmähten Diplomatie haben. Konkurrenz, die ihr in den neutralen Ländern erwächst. Zu- Dr. August Müller, das sozialdemokratische Mitglied des Professor Dr. Onden in Kassel : Es ist unverständlich, nächst flüchtet sich das Kapital der kriegführenden Länder Kriegsernährungsamtes, bezeichnete in Bielefeld als den warum man den inneren Zusammenschluß und das Vertrauen zur selbst nach den neutralen Ländern, wo es frei wirtschaften Brennpunkt des ganzen Weltkrieges die Dardanellenfrage. Reichsleitung hier und da vermissen lasse, obwohl doch nur sie kann. den Besik von Konstantinopel nicht gestatten könne. Andererseits Reiche und dem deutschen Volke notwendig sei. Dann suchen die neutralen Staaten die einheimische Müller meinte, daß Deutschlands Lebensinteressen den Russen von der höchsten Warte übersehen könne, was dem Deutschen Industrie zu fördern. Von den Vereinigten Staaten abge- fei zu verstehen, wenn Rußland , das 70 Proz. ſeiner Getreide- Abgeordneter v. Payer in Frankfurt a. M.: Von dem sehen, die in der Zukunft den ersten Platz unter den in- usw. Produktion durch die Dardanellen ausführe, deren Er- Streite um den Unterseebootkrieg ist das Beste, daß er allmählich dustrieländern einnehmen werden, zeigen auch die anderen langung intensiv anstrebe. Vielleicht sei es möglich, über die abflaut. Ginig sind Regierung und Volk darüber, daß wir auf Länder eine rege Tätigkeit auf dem Gebiete der Industrie. Dardanellenfrage zwischen Deutschland und Rußland zu einer England und seine Bevölkerung, die uns dem Hungertode preis­So machte sich beispielsweise in China 1915 eine vermehrte vorläufigen Verständigung in der Richtung zu gelangen, daß den geben wollen, irgendwelche Rücksicht zu nehmen keinen Anlaß