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Nr.146.36.Jahrg.

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Abend- Ausgabe.

1150

Vorwärts

Berliner Volksblatt.

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Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

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Donnerstag, den 20. März 1919

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Die pofener Note der Alliierten.

Berlin , 20. Märs. Fie Note, durch welche Botschafter Nou. Berluft der Schiffe fällt, von der Notwendigkeit der Ausfahrt Ziele und Wege in der Kultur­

Ten, der Vorsitzende der Interalliierten Kommission in Posen, überzeugt. Das Hamburger Echo" weist darauf hin, daß bem Vorsitzenden der deutschen Unterfommission, Freiherrn von die im Transportarbeiterverband organi Rechenberg, den Abbruch der Verhandlungen mitteilte, fierten Seeleute sich bereit erklärt hätten, eine ge. lautet in der Uebersehung folgendermaßen: nügende Anzahl von Seeleuten für die Be­fabung der Schiffe zu stellen.

Herr Bräsident! Ich habe gestern abend den Brief erhalten, in welchem Sie mich davon in Kenntnis festen, daß Ihre Regie­rung, bevor Sie cine definitive Entscheidung trifft, bezüglich des Modus der Ernennung. für die paritätische Oberkommission in Bosen, die im Titel IV, Artikel I,§ 2 vorgesehen ist, es wünscht, die pelnische Behörde mit einer Anfrage zu befassen, die von dem Herrn Minister Erzberger ausgeht.

Die Internationale Interalliierte Kommission, welche als äußerste Frist für den Abschluß der Verhandlungen den 18. März, mitternacht feftgefest hat, fann sich nicht bet diefem neuen Vor­schlag aufhalten. 68 wäre übrigens in jeder Sachlage unzuläfig gewesen, weil die Besprechungen einzig und allein zwischen Ihrer Delegation und der unfrigen geführt worden sind, allein im Sinne unserer bezüglichen Regierungen.

Die deutsche Regierung hat die 28fung schon zu lange hinausgeschoben. Sie ist zu verschiedenen Melen zurüdgekommen auf die Abmachungen, welche ohne Schwie rigkeiten von ihrer Delegation angenommen worden waren. Sie

hat zuerst ihre Delegierten unter dem

Borwand zurüdberufen,

mit ihnen zu beraten und hat sie dann, ohne genügende

Weifungen zurüdgefchidt.

Die deutsche Cberite Secresleitung hat ihrerseits die Dinge kompliziert dadurch, daß sie threm zuständigen Bertreter, den Ge. neral von Dommes untersagt hat, bas Abkommen zu unterzeichnen,

welches unter seiner Muwirkung redigiert worden war. Die militärischen Behörden scheinen es demnach abzulehnen, mit der 8ivilgewalt einig zu gehen.

Die deutsche Selbstblockade.

Mit Unruhe bernimmt das arbeitende Volk Deutsch­ lands die Nachrichten aus Hamburg , wonach die Lebens mittelversorgung der nächsten Monate durch das Verhalten eines Teils der Seeleute bedroht wird. Wenn es dem Transportarbeiterverband gelingt, der vorhandenen Schwie­rigkeiten Herr zu werden, so kann er des Danfs des ganzen deutschen Volfes gewiß sein..

Das Vorgehen der Hamburger Spartafiften ist nur ein Teil ihres Plans, Deutschland derart zu zerrütten, daß es nicht mehr imftande ist, sich gegen ihre Machtansprüche zu wehren und nicht mit Unrecht wird man hinter solchen Vor­gängen die ruifische Sand vermuten, der der deutsche Spartafismus nur als Werkzeug dient.

um:

politik.

Von Dr. N. 2ohmann.

bon

Es ist an der Zeit, daß wir wieder mehr von den Bielen reden, als von den Wegen, mehr von programmati fchen Forderungen, als von dem zurzeit Erreichbaren, turz­als mehr von Parteipolitit Re­bleiben, daß die Partei als solche auch weiterhin das vor­gierungspolitit Wir müssen uns dessen bewußt wärtsdrängende Element, die treibende Kraft bilden muß. Parteiziele um so nachdrücklicher auftreten muß, je mehr die daß sie als die Siegelbewahrerin des Ideals, der letzten Bolitif des Augenblicks sich in der Stunst des Möglichen er­baren oder, wenn man es fraß formulieren will, zu Halb­schöpft, je mehr diese zur Annahme des vorläufig Erreich heiten gezwungen ist. Die sozialdemokratische Partei wird Stam pipartei bleiben oder sie wird nicht bleiben.

Kulturpolitit, das in der öffentlichen Erörterung der Dies gilt ganz besonders von dem weiten Ziele der In einem Flugblatt des Spartafusbundes ist gesagt während es für Millionen Bolts- und Parteigenossen nach legten Sturmwochen etwas gar zu furz gefommen ist, worden, Deutschland hoffe umsonst auf Lebensmittelzufuhr wie vor im Brennpunkte des Interesses steht. Als Minister aus den Ententeländern, die Entente werde Deutschland nur Haenisch aus Sonnenflaren, politischen oder, wenn einen Fußtritt versehen und dann werde Deutschland auf man will, opportunistischen Gründen fich au einer Stußland angewiesen sein. Stußland ist aber nicht imstande, Deutschland auch nur mit dem Nötigsten zu versorgen, weil zurückschraubung der radikalen Draufgängerpolitit seines

unabhängigen Amtsgenossen gezwungen sah, es felber hungert. da ging Der Abschluß des Lebensmittelabkommens von Brüssel unserer Parteigenossen. Diese Enttäuschung wuchs, als man Der Abschluß des Lebensmittelabkommens von Brüssel ein Auf der Enttäuschung durch die weitesten Streise auch Schließlich hat auch Serr Minister Erzberger darauf beftanden, in dem Hamburger Beschluß sehen wir einen legten Versuch, bildung die großen Stulturfragen nicht auf Grund revolutio mußte daher den Spartafiften sehr unangenehm sein, und je länger je klarer erkannte, daß das Ministerium für Volts­in eine Waffenstillstandskommission einen Vertreter des Papstes feine Durchführung zu verhindern. Die deutschen Arbeiter oder der Schweizer Gidgenossenschaft einzuführen, und auf die Ga­rantie, welche wir ihm dadurch gegeben haben, daß wir die Wahl follen hungern und müssen hungern, das ist das A und Oären Rechtes, nicht diftatorisch selbst lösen, sondern die Ent­scheidung darüber dem im Landtag verförperten Volts­des Vorsitzenden durch die Internationale permanente Waffenstit. der spartafistischen Politit. ftcndskommission in Spa vornehmen lassen wollen, antwortet er In diesem Sinne ist die Samburger Entschließung ein willen anheimstellen wollte. Es zeigte fich eben auch hier im ungeachtet Ihrer Zustimmung mit einem augenscheinlich Gegenstück zu dem berüchtigten Berliner Generalstreifs. Nervosität; der ruhige Gang einer flugen Politif der nächsten Wolfe eine menschlich durchaus begreifliche Ungeduld und beschluß, Berlin Waffer, Gas und Elektrizität zu sperren. Die Interalliierte Kommiffon fann sich nicht länger zu einer Sie ist eine Zeilerscheinung der Politik, die darauf ausgeht, Wöglichkeiten vermochte- ganz ähnlich wie etwa in der Teftit hergeben, welche die Absicht durchblicken läßt den Verdas deutsche Wirtschaftsleben durch immerwährende Streifs Frage der Sozialisierung die auf ein revolutionäres pflitungen auszuweichen, welche fich für die deutsche zu erschüttern und Deutschland damit die Gegenwerte, die Tempo eingestellte Nervenspannung nicht zu lösen. Megierung aus dem Artikel I des Waffenstillstandsabkommens vom es für die Einfuhr von Lebensmitteln leiſten fann, aus der Regierungspolitit die Partei als solche angriff und zu Unbegreiflich aber war es, daß man auf Grund dieser 16. Februars 1919 ergeben. Sie betrachtet daher ihre Mission als Sand zu schlagen. Dies alles ist das gerade Gegenteil von diskreditieren suchte. Niemals verleugnet doch eine Partet beendigt und wird

unannehmbaren Angebot.

Posen heute abend verlaffen.

Die volnische Regierung ist benachrichtigt und wird im Benchmen der deutschen Delegation von heute ab ermöglichen. Um ben mit Eurer Ezzellens alle Maßnahmen treffen, welche die Abreise alliierten Regierungen zu gestatten, den verföhnlichen Geist zu würdigen, welcher unsere Kammission ständig befcelt hat, richten wir an sie den Vorschlag des Vertragsentwurf: 8, deffen Abschrift beigefügt ist indem wir bitten, ihn dann Marschall Foch zu über. mitteln. als Teil der Ausführungsbestimmungen des allgemeinen Waffenstillstandes." Dazu wird amtlich bemerkt:

Arbeiteriolidarität.

Die Arbeiterfolidarität wird nicht von den Spartafiften dadurch ihre Ziele und Aufgaben, daß einer ihrer Führer bei Die Arbeiterfolidarität wird nicht von den Spartafiften der Wahl der Wege den langsameren für den sicherreen hält des Seemannsbundes, sondern von den Mehrheitssozialisten und die Politit des Tages danach orientiert. Um diesen leute dafür sorgen, daß wir etwas zu effen bekommen, mögen flar zu dofumentieren, wäre allerdings hier wie bei ähnlichen Vor­des Transportarbeiterverbandes betätigt. Mögen unsere See und die Politit des Tages danach orientiert. Um diesen grundlegenden Unterschied zwischen Partei- und Regierungspolitit aber auch die Arbeiter aller Berufe erkennen, daß die Selbst- lar zu dokumentieren, wäre allerdings hier wie bei ähnlichen Vor­vernichtungspolitik des Spartafismus und seiner unabhän gängen im Reiche eine sofortige parteiamtliche Stundgebung am Selbst- gängen gigen Freunde ihr gefährlicher Feind ist! Plaze gewesen. Wir hätten dadurch so manchen Feuerkopf und Stürmer nachdrücklich darauf hingewiesen, daß es die Pflicht aller zu gleichen Zielen Strebenden ist, sich über die verständigen, innerhalb der Partei für die Erreichung des

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Sozialisierung von Gas, Wasser, Elektrizität Wege und nächsten Möglichkeiten innerhalb der Partei zu Diese Note des Botschafters Roulens geht um den eigentlichen Berlin , 20. März. Das Kabinett hat in seiner Situng Zieles zu arbeiten und einzutreten, statt ihr in schnell auf­Sternpunkt herum. Durfte die deutsche Regierung dadurch, daß fie vom 19. März beschlossen, das Reichswirtschaftsamt mit der wallendem Mißmut den Rüden zu fehren. von vornherein den Gegnern die Mehrheit in der Oberfommission schleunigen Ausarbeitung eines Gefebentwurfes zu beauftragen, leber die fulturpolitischen 8iele find wir uns doch in zugestand, die endgültige Entscheidung über das persönliche Echid ber die Sozialisierung der Gas-, Wasser und der Tat einig, und ein Stompromiß der sozialistischen Re­sal der Deutschen und Polen restlos in die Sände der Alliierten Elektrizitätswerfe und der Straßenbahnen gierungsmitglieder mit den rechtsstehenden Parteien wird und Iegen? Pas durfte die deutsche Regierung nicht! herbeiführen foll. Dieser Beschluß trifft sich in seinen Absichten darf die Partei als solche und ihre zielflare Politik von dem Deshalb blieb sie bei ihrem Vorschlag und wies ihre Unter mit dem Gefebentwurf über die Kommunalisierung geradlinigen Weg auch nur um Zollbreite abdrängen. Wir händler, die in allen sonstigen Fragen freie Sand hatten, streng an, von Wirtschaftsbetrieben, den die Soziali. müssen das Recht auf Bildung als ein, echt des in diesem einzigen Bunft auf jede Gefahr hin fest au bleiben. fierungskommission ausgearbeitet hat. Tie von ihr Volfes aufs neue programmatisch stabilieren, wir müssen fierungstartsbetrieben, Recht dort aufgeführten Wirtschaftszweige, insbesondere die Erzeugung Ernst machen mit dem Aufbau der Einheitsschule wie mit der bon Nahrungsmittela( Brotoeriorgung), die eritellung von Trennung von Kirche und Staat, Kirche und Schule. Darüber Die Ausfuhrverweigerung nicht anerkannt. Die Kommunalisierung der Apotheken müssen nach dem Sinne öffentlichen Kunstpflege auch die Kunst darf nicht länger Kleinwohnungen, die gewerbsmäßige Stellenvermittlung und hinaus gilt es dann einzutreten für die Sozialisierung der Starke Widerstände der Seeleute gegen den Beschluß. der Regierung den Kommunen und Kommunalverbänden die eine Domäne der beigenden Klassen bleiben und für eine Mönlichkeit geben, auch ihrer eits den Sozialisierungsacdanken wirklich freie, allen zugängliche Vermittlung der Hamburg , 20. März.( Eigener Drahtbericht des für die Gemeinde nubbar zu machen, um so von der politischen Wissenschaft. Wir wissen, daß die Erziehung zumt " Vorwärts".) Zn dem Beschluß der Seemannsversammlung zur wirtschaftlichen Selbstverwaltung großen Stils zu fommen. Sozialismus, die Heranbildung des kommenden Geschlechtes wird dem Hamburger Echo" mitgeteilt, daß die vom See­im sozialistischen Geifte die Zukunftsfrage des sozialistischen mannsbund einberufene Versammlung nicht ausichtief Voltestaates überhaupt ist. Die Hoffnung einer ganzen lich von Seeleuten, sondern auch von Arbeits­Generation hängt an der schleunigen Jnangriffnahme des losen anderer Berufe besucht war. Ebenso war das Ergebnis der Abstimmung zweifelhaft. Unter den an Baues der Einheitsschule. Hier muß und wird sich die Sozialdemokratische Partei als der Motor fulturpolitischen Bord der Schiffe befindlichen Seeleuten besteht jedenfalls Bern , 20. März. Laut Progrès de Lyon" beschloß die Ne- Wollens bewähren, wenn anders sie die Führung im neuen eine starte Strömung gegen einen folden gierung, die franzöfifchen Neuwahlen für die Parlamente ufw. Boltsstaate in der Hand behalten will. Beschluß, der das ganze Ernährungsabkommen mit der im Laufe des 3 uli stattfinden zu laffen. Dies gestattet den Rüd­Entente in Frage stellen würde. Denn die feindlichen Mächte schluß, daß man mit einer völligen Demobilmachung sind entschlossen, sich die Schiffe eventuell mit Gewalt zu aller Rlassen der Reserve bes aktiven Geeres bis zum holen, wobei dann aber natürlich auf Lebensmittelfendungen 30. Juni rechnet. Der Lyoner Nouvellifte" erfährt hierzu. daß in absehbarer Zeit nicht zu rechnen wäre. Auch die nautischen bis zum 5. April 2,7 Millionen französische Soldaten ins Bivil. und technischen Offiziersverbände sind, so schwer ihnen der teben zurüdgetchrt sein werden.

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Vor der französischen Demobilisierung.

Neuwahlen im Juli.

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Wir wissen sehr wohl, daß Aufgaben wie die Schaffung der Einheitsschule und die Trennung von Kirche und Staat nicht von heute auf morgen durch einfaches Dekret zu lösen find ebenso wenig wie die Sozialisierung der Betriebe. Wir wissen aber auch, daß man hier wie dort von rechts her mit vollem Bewußtsein zu bremsen berjucht, und zwar u go strai

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