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Die Gewerkschaften und die preußische

Regierung.

Verzicht auf Widerstand.

Folgende Kundgebung geht uns zu:

Die Gewerkschaften erblicken in der Ablehnung ber Bor schlagslisten mit Franz Krüger und Gräf als Ministerpräft­benten ein Entgegenkommen an die parlamentarischen Kreife, bie der mit den Gewerkschaften getroffenen Vereinbarungen ab lehnend gegenüberstehen. Lediglich im Hinblick auf die schwierige politische Lage wird darauf verzichtet, der von der sozialbemo­tratischen Fraktion vorgelegten Kandidatenliste weiteren Wider­it and entgegenzusehen. Der Kandidat Defer wird wegen seiner bisherigen Amtsführung und seines Verhaltens während des Gene­rafftreits abgelehnt. Die Gewerkschaften sehen voraus, daß fich alle Minister auf den Boden der getroffenen Verein.

barungen stellen.

Friede in Thüringen . Bestialische Arbeitermorde. Raffet, 29. Mära.( Eigener Drahtbericht des Borwärts".) Nachdem schon vor 8 Tagen eine Berhandlungskommission den Boden zu einer Beratung vorbereitet hat, fanden am Sonnabend durch Ber. mittlung der Staatsregierung in Meiningen abermals Berhand. lungen statt, die zu einem guten Ergebnis führten.

Die Arbeiter erklärten, bis Sonntag, den 28., mittags 12 Uhr, bie Waffen und sonstiges Kriegsgerät abliefern zu wollen. Die Reichswehr brigabe 11 verpflichtete sich dafür, baß ein Ein. marsch von Truppen in Thüringen nicht erfolgen würbe und Truppen, die bereits im Marsch feien, noch am Sonnabend ange. halten werden würden.

Das große Aufräumen.

Saftbefehl gegen Lüttwit. Berlin , 29. März. Wie wir aus dem Reichswehr ministerium hören, haben infoige der letzten Ereignisse nach ihren Stellungen ersetzt worden: ftchende Offiziere ihre Verabschiedung erbeten bzw. find in

tangler noch im Laufe des Sonntags zu veranlassen, baß seitens der Reichswehr an der Weseler Front der Waffenstillstand ein treten würde. Bis zum Schluß der Konferenz um 1 Uhr war eine diesbezügliche Nachricht noch nicht eingegangen. emin von der Zentralleitung der K. B. D. erklärte, daß das Proletariat sich in der Abwehr und nicht im Angriff befinde. Ein Vertreter ber Obersten Heeresleitung der Arbeiter= Generalleutnant v. Eftorff, Generalleutnant v. Beruutb, bataillone von der Weseler Front erklärte, sich unter bfe bie Generalmajore v. Grodded, Freiherr v. Diepenboid- politische. Beitung des Zentralrates stellen au Grueter, v. b. Sadt, Maerker, v. Lettow.Borbed wollen. Die Referate der beiden kommunistischen Referenten und Sagenberg, die Obersten v. Wangenheim, v. Oven, wurden debattelos guigeheißen. und Freiherr v. Lebebour( Hamburg ), Oberstleutnant v. Kle. wiz, die Majore v. Miastowski und Hagemann.

Die Frage, wie weit dieje Offiziere durch ihr Berhalten wäh rend der lehten Vorgänge belastet find, wird eingehend geprüft. Gegen den früheren General v. 2ättwis ist seitens der zustän­bigen Militärgerichtsbarkeit cin aftbefehl erlassen.

Steckbrief. Gegen

1. ben Generallandschaftsdirektor Kapp aus Königes berg i. Br., 2. den Regierungspräsidenten a. D. von Jagow and Berlin ,

3. den Major a. D. Pabst aus Berlin , 4. den Oberst a. D. Bauer aus Berlin , 5. den Arzt und Volkswirt Georg Wilhelm Schiele aus Naumburg a. S.,

6. den früheren Rechtsanwalt Bredered aus Berlin . 7. den Geheimen Regierungsrat Doné aus Berlin , die flüchtig find oder sich verborgen halten, ist die Unter inchungshaft wegen och verrats, begangen in Berlin im März 1920 verhängt.

Eine Demarfationslinie wurbe vereinbart. Bereits am Sonntag konnte die Berhandlungskommission feststellen, daß bie Waffenablieferungen überall mit Erfolg betrieben wurden. Die Es wird ersucht, fie zu verhaften und in das nächste Ge­Arbeit wurde am Montag, den 29. März, wieder aufgenommen. fängnis abzuliefern, auch unverzüglich zu den hiesigen Akten Leider ist die Befürchtung berechtigt, daß die militärischen Rom . C. 11. 20 Mitteilung zu machen. miffionen, die nach Thüringen gehen, um die Waffenablieferungen au Die Reichsregierung hat eine

überwachen, nicht den nötigen Anstand haben werden.

große Erregung. In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend tam Ueber einen beftialifen Swiftenfall herricht jetzt ein Trupp Uniformierter in Ruhla an und nahm 16 Arbeiter feft, mit der Erklärung, daß die Leute nach Gotha au bringen feien. Diefe 16 Arbeiter wurden auf einen Leiterwagen verladen, ber Wagen fam nie in Gotha an, denn die 16 Leute wurden während der Fahrt bei Mechterftebt erichoffen. Die 16 Leichen liegen in der Leichenhalle zu Mechterstebt. Unter den Toten befinden sich drei Mitglieder der S. P. D., 12 Mitglieder der I. S. B. D. und ein Demokrat. Drei Brüder, deren Bater bereits zwei Söhne im Felde verloren hatte, befinden sich unter den Erschossenen. Die Ver. handlungskommission fordert von der Reichswehrbrigade 11 schleunige und einwandfreie Untersuchung, die auch vom Reichsmilitär­

Belohnung bis zu 10 000 Mark

andere geeignete Mitwirkung zur Förderung der Untersuchung, für denjenigen ausgesetzt, der durch fachdienliche Angaben oder insbesondere zur Aufklärung des Sachverhalts oder zur Er­greifung eines flüchtigen Angefchnldigten beiträgt. Leipzig , den 26. März 1920.

Der Untersuchungsrichter des Reichsgerichts.

Die Konferenz beschloß für das gesamte rheinisch- westfälische Industriegebiet das Itoholberbot zu berordnen.

Der Aktionsausschuß von Glberfeld, bem sämtliche drei Par­teien angehören, beschloß, den Blättern den Abbrud des Ulti matum 3 der Regierung an die Rote Armee zu unterfagen.

Dortmund , 29. März.( Eig. Drahtber. des Borwärts".) Die fozialistischen Parteien des Ruhrreviers haben sich zur ge­meinsamen Abwehr ber fog. ,, Roten Armee" vereinigt. Sie sind entschlossen, wenn nötig, mit den Waffen in ber and gegen die den Namen der Roten Armee" mißbrauchenden Ver­brecherbanden vorzugehen. Sie fordern aber, daß diefe Säube­rungsarbeit ihnen selbst überlaffen bleibe und bah ein Eingreifen ber Reichswehr vermieden wird.

Eidbrecher Lettow- Vorbed.

Aus Neustrelit wird uns geschrieben: Der General b. Bet to to­Borbed läßt in der Berliner Preffe Ausführungen erscheinen, die fein Verhalten entschulbigen sollen. Demgegenüber wird auf folgende Tatbestände hingetoiesen:

General v. Lettow- Borbed hat am 14. März abends die Staatsgendarmerie von Medlenburg- Strelig, die das Ne­gierungsviertel bewachte, burch Reichswehr angreifen lassen. Gneral v. Betton- Borbed hat in der Nacht vom 14. zum 15. der Medlenburg- Strelitschen Giantsregierung ein Ultimatum mit brei Stunden Frist gestellt, die Kapp- Regierung anzuerkennen.

General v. Lettom- Borbert hat den Befehl der Kapp- Regierung, Die Polizeichefs beiber Medlenburg, Oberst Sange und Major Müller Brandenburg, sofert unschädlich" zu machen, burdjzu Nacht vom 14. zum 15. am Verhandlungstisch verhaftet und auf führen versucht. Oberst Lange fonnte er nicht erreichen, Major Müller- Brandenburg wurde von fünf Reichswehroffizieren in der Nacht vom 14. zum 15. am Verhandlungstisch verhaftet und auf Lettows Befehl nach Berlin geschleppt und ins Gefängnis gestedt.

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Diefe wenigen Tatsachen genügen schon, sim die ganze Ver­Togenheit ber Lettowschen Erklärungen zu beleuchten. Letiom Borbed ist ebenso Gidbrecher und Verbrecher am deutschen Volke toie Kapp, Lüttwig u. a., die Belege dafür sind zahllos. v. Falkenhausen verhaftet. Ein Verbrechen am deutschen Volk.. Das Vermögen der Hochverräter beschlagnahmt. In dem Bestreben, die politische Verantwortung für das Berlin , 29. März. Nach Mitteilungen des Oberreichsanwalts Kapp- Büttwig- Abenteuer die natürlich doch auf den Re­tommiffar Gress instig ugefagt wurde. Es wird angegeben, ist der Unterstaatssekretär a. D. von Falkenhausen in Brandenburg aftionären aller Richtungen baften bleibt voit daß die Leute bewaffnet angetroffen wurden und einen lucht. verhaftet und dort bereits gerichtlich vernommen worden, sich abzuwälzen, schreiben die II deutschen Blätter", verfuch machten. Daß diese Angaben recht stark nach ausgetrete. b. Faltenhausen wurde am 25. März nach Leipzig gebracht das offizielle Organ des alldeutschen Verbandes: nem Schema aussehen, braucht wohl nicht erst gefagt zu werden. Die und ist bort vom Untersuchungsrichter vernommen worden. Einwohnerschaft behauptet, daß die Tat von 3 citfreiwilligen Die Vermögensbeschlagnahme gegen bie Angeschul ausgeführt wurde. bigten bes Rapp- Lüttwiß- Butsches ist am 25. März vom Erften Ungeheuer ist bas Elenb, bas burd) ben Aufstand, der als Straffenat bes Reichsgerichts befchloffen worden. Wegen der Folge des Putsches Kapp- Lüttwis entstanden, über Thüringen ge Rieler Vorgänge ist die Boruntersuchung gegen den Abmiral tommen ist. Nach dem Verbrechen an den 16 Leuten herrscht vani. a. D. bon Bebetom, Major a. D. von Winterfeld, Ober­icher Schreden unter der Bevölkerung. Die Männer aus berbürgermeister von Bindemann, Regierungspräsident Pauli, Umgebung von Nubla find in die Rhön geflüchtet. Die Frauen Schleswig , und Landrat Freiherrn von oem ausgedehnt worden. und Rinder leben in Angst um ihre Ernähret. Die kommunistischen . Lebeßow ift verhaftet, Bault befindet sich in Schuhhaft, die Drahtzieher, die die ganze Bewegung in ein radikales Fahrwasser übrigen Angefchuldigten find flütig zu bringen versucht hatten, find jetzt zum größten Teil- ver­schwunden, und die Arbeiter figen im Elend.

Militärische Unruheftifter. Militärkommissar Greszinski verlangt Abberufung zweier Generale.

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Wir stehen nicht an, ben Staatsstreich biefes Tages als ein Berbrechen am deutschen Bolle zu bezeichnen, mit dessen Ur­hebern vaterlandsliebende Männer feine Gemeinschaft haben können.

Ebenso schreibt heute die Tägl. Rundschau" in ihrer Morgenausgabe: Der Militärputsch von Kapp und Lüttwig war ein Ver­brechen.

es im selben Atemzug die Abwehr dieses Verbrechens durch Es ist nur unfagbar töricht von dem gleichen Blatt, wenn ben Generalstreit als Generalverbrechen" bezeichnet. Ein unzweifelhaftes Berbrechen mit allen Mitteln abzumehren,

Der Widerstand der rheinisch- westfälischen ist nicht nur gutes Recht, sondern jogar fittliche

Arbeiterschaft.

Elberfelb, 29. März.( Gigener Drahtbericht des Borwärts".) Auf der Konferenz bes 8entralrats für das rheinisch. westfälische Industriegebiet in Effen am 28. März 1920 im Vereinshaus in Essen wurde nachstehende Resolution angenom. men. Vertreten waren 50 Städte und Kreise, anwesend 47 Dele gierte der 1. S. P. D., 89 der.: D., 22 der S. B. D. und ein Demokrat, bier amerikanische Berichterstatter und ein Bericht

Der Zentralrat erklärt für die Arbeiterschaft bes rheinisch mestfälischen Industriegebiets: das Biel des revolutionären Rampfes in feinem gegenwärtigen Stadium ist:

Ein großer Teil der noch immer in Deutschland herr­ichenden Unruhe ist auf nichts anderes zurückzuführen, als auf die noch immer bestehende Unzuverläjiigfeit großer Teile der Reichswehr und das unverständige Berhalten gewisser Führer. Diefelben Herren, Sie erstatter der Daily Mail. nicht zu sehen waren, als es ihre Pflicht gewesen wäre, den wirklichen Aufruhr der Kapp- 2üttmiz mili­tärisch niederzuwerfen, bersten jest vor Schneidig. teit, wo es gegen angebliche Bolichemisten geht, in Wirk lichkeit meist Bürger und Arbeiter, die zum Schuße der Frei heit gegen den Aufruhr die Waffen ergriffen haben. Wie uns ein eigener Bericht aus Raisel meldet, hat der Reichs. militärfommissar der 11. Reichswehrbrigade, Genosse Gres zinski, an den Reichspräsidenten Ebert folgendes Tele­gramm gerichtet:

Baffel, ben 27. März.

An den Reichspräsidenten Ebert ! Erbitte ganz bringend Gruppentommando Raffel au befehlen, fich nicht in die militärischen Maßnahmen der Bri gabe 11 einzumischen, weil Entwirrung der Thüringer Lage mit Einverständnis Oberpräsidenten und mir bisher glücklich und ohne Blutvergießen im Berhandlungswege mit Thüringer Ge nossen durchgeführt wurde. Gruppenkommando stellt militä. rischen Standpunkt, der zu blutigen Rämpfen führen muß, boran. Infolge a weifelhafter Saltung der Generale Schoeler und eßberg, ist fofortige Ab­berufung, wie auch in sozialdemokratischer Bezirkskonferenz ver langt, ernstlich zu erwägen.

Reichsmilitärfommiffar Gresginsti.

Niederringung des Militarismus als eines der revolutionären Arbeiterbewegung feindlichen Systems, weil nur dadurch eine Sicherung der revolutionären Bewegung vor Tonterrebolutionären Ueberfällen und eine Sicherung der bon ber Arbeiterschaft erkämpften Machtposition gegeben ift. Diese Sicherungen find: 1. Entwaffnung Truppenformationen.

und Auflösung

aller

2. Bildung von Arbeiterwehren 8. Verwahrung fämtlicher Waffen unter ftändiger Rontrolle der revolutionären Arbeiterräte,

Der Umfang, in dem dieses Biel erreicht wird, hängt ab bon bem Willen und der Entschlossenheit der gesamten proletari. schen lassen im Reich.

Bflicht jedes anständigen Menschen. Wie kann aber die Erfüllung einer fittlichen Pflicht etwas Tadelnswertes, sogar ein ,, Generalverbrechen" sein?!

Groß- Berlin

Aus der Zweckverbandversammlung. Noch kein Beschluß über die Zariferhöhungen.

Die Vollversammlung des gedverbandes Groß- Berlin trat heute zusammen. Sie follte den Haushaltplan für 1920 feststellen und zugleich über die Erhöhung der Straßenbahn. und hochbahntarife beschließen. Von verschiedenen Seiten tourde aber das Bebenten geäußert, daß man über so wichtige Dinge nicht schon entscheiden tönne, nachdem die Vorlagen mit großer Berspätung in die Hände der Verbandsabgeordneten gelangt feien. Die Versammlung beschloß, die Beratung des Haushalts. planes untb ber Tariferhöhungen sowie einiger anderer zu dem Haushaltplan in Beziehung stehenden Angelegenheiten auf Mitt­moch zu bertagen.

Beschlossen tourbe jobann, die Fabrik der Jmperator- Motoren werbe in Wittenau für 9 700 000 mt, anzulaufen. Sie soll aut einer neuen Straßenbahnhauptwerkstatt eingerichtet werben. 8e blendorf will Anschluß an das Berliner Straßen. bahaneh. Die Firma Goerz, die dort ausgedehnte Fabrikanlagen bat, erbietet sich, die Baukosten der Linienverlängerung zu zahlen. Die Verbandsversammlung befchloß, auf dieses Angebot einzu­In Anbetracht der Tatsache, daß schon jetzt der Militarismus geben. Die geplante Linie würde von Berlin ( Lintstraße) über wieder in alter Stärfe und Anmaßung zurückkehrt, daß die Ber - Schöneberg , Friedenau . Steglis, Lichterfelde ( Händelplab) im Buge liner Regierung noch nicht eine einzige ihrer Versprechungen des Hindenburgdammes bis Behlendorf ( Straße 1) führen. durchgeführt hat, ist der Zentralrat der Meinung, daß es eines Genehmigt wurden Bestimmungen über das Mitbestim erneuten Rampfes des deutschen Proletariats bedarf, um mungsrecht der Angestellten und Beamten des Ben auch diefe beschränkten Biele zu erreichen. Der Bentralrat ist tralverbandes in ihren Angelegenheiten. Sie entsprechen den für weiter der Meinung, daß die Arbeiterschaft des rheinisch- west. Berlin angenommenen Bestimmungen. fälischen Industriegebiets ihre bisherigen Grrungenschaften unter allen Umständen aufrechterhalten muß.

Aufhebung eines Nachtklubs.

Die Aufrechterhaltung der Rechte, bie burch Aktion der Der Kampf der Abteilung B des Polizeipräsidiums gegen die gesamten Arbeiterschaft des rheinisch- westfälischen Industrie- Nachtlokale hat bazu geführt, daß sich vornehmlich im Westen gebiets errungen find, hängt aber ab nicht von dem Mut und Privatwohnungen aufiun, um einen Grfaz für die ge bem Alber eines Teiles der Klassen, sondern von der Geschlossenen Nachtlokale zu bieten. Neben Genußmitteln, die zu un­schloffenheit der Gesamtarbeiterklasse des theinisch- westfälischen glaublichen Breifen gereicht werden, fehlt es nicht an Tanz Industriegebiets. gelegenheiten unb un züchtigen Darstellungen nach bem berühmten Muster der Moßstraße. Der Kriminalpolizei ge lang es wiederum, solch eine Spelunde der vornehmen" Bebewelt auszuheben. Der Kaufmann all batte seine jeche Bimmer zu Raditängen hergegeben. Gerade als die Darbietungen ihren Höhepunkt erreicht hatten, griffen die unerfannt ins Total ge­langten Beamten ein und stellten den Wohnungsinhaber sowie die Veranstalter fest. Die Wohnung wurde geräumt und dem Woh­ungsamt zur Verfügung gestellt.

Der Zentralrat wird Angriffe auf diese Rechte, insbesondere jeben Reichswehriruppenangriff auf Rheinland und Westfalen mit dem Appell an das gesamte Proletariat des theinisch- westfälischen Industriegebiets, 5. b. mit der Auffor derung zum Generalstreit beantworten. Die Bollver­fammlung ber Bollzugsräte des Industriegbiets von Rheinland und Westfalen schließt sich dieser Erklärung des Zentralrate an und wird den Generalstreit, sobald er notwendig werben follte, mit aller Straft durchführen.

Aus Westfalen wird uns berichtet, daß die Marine­brigade bon 2oewenfeld zur Bekämpfung des Auf­ftandes ins Industriegebiet eingerüdt ist. Als Vortrupp er­schienen 6 Autos mit schwarz- weiß- roten Fah. nen und mit der Marineflagge geschmückt, die Offiziere tru gen die alten wilhelminischen Abzeichen, die Mannschaften bielfach schwarz- weiß- rote Abzeichen im Knopfloch. Von den Arbeitervertretern gefragt, ob fie ber­faffungstreu seien, erwiderten sie: Wir sind unabhän gig und haben mit feinem etwas au tun." Es ist nur allau begreiflich, wenn das Mißtrauen der Arbeiterschaft gegen diese Art Regierungstruppen überaus groß ist und infolge dieser Borkommnisse die Gefahr besteht, bak, bei etwaigen Rämpfen auch die durchaus nicht svarta- Brenner von der K. B. D. gab einen Bericht über die Situ. Gefangenenausbruch. Am Sonntag nachmittag übermältigten fiftiichen Teile der Arbeiterschaft gegen die Truppen ation im rheinisch- westfälischen Industriegebiet, in dem er mit die Infaffen der Strofanstalt Brandenburg bie Wächter, er Stellung nehmen. Truppen wie die Marinebrigade Loewen- teilte, daß am Sonnabendabend 9,45 Uhr der Berliner Regierung Anstalt. Serbeigeeiltes Militär nahm gemeinsam mit der Gin­brachen die Montierungsfammer und verließen in Zivilfleibern die felb, die der Marinebrigade Ehrhard ähnelt wie ein Ei dem ber affenstillstand an der Wefeler Front angewohnerwehr bie Verfolgung auf. Bis zum Abend tonnten airfa anderen, dürften in dieser Zeit überhaupt nicht ber- boten fei und Sonntag, den 28., bormittags 10 Uhr, Reichswehr- 70 Sträflinge wieder in Gewahrsam gebracht werden. Fast wandt werden. minifter Geßler zugesagt habe, im Ginbernehmen mit dem Reichs- ebenso viele sind noch flüchtig