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Abendausgabe

Nr. 166 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 83

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Vorwärts

Berliner Volksblatt

Preis 100 Mark

Dienstag

10. April 1923

Berlag und Anzeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr

Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Fernfprecher: Dönhoff 2506-2507

Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands

Der Tag der Toten.

Die Trauerfeier im Reichstag.

Kriegs­

Das Begräbnis in Essen .

Heute vormittag, als die Opfer angemaster französischer Streinte Staatssekretär Hamm verhaftet.

gewalt in Essen in das gemeinsame Grab gesenkt wurden, auf Einladung der Reichsregierung im Plenarjaal des Reichs­

Alle drei Herren find Mitglieder des Reichstags.

Bolte und Lande die Freiheit und den Frieden geben tann. Aud) heute am Grabe find wir bereit, in freie, von jedem 3wang freie Verhandlungen einzutreten. Aber Freiheit und Frieden müssen

tags, auf dessen Dach die Fahnen schwarzrotgold halbstod die Dortmund , 10. April. ( Eig. Drahtbericht.) Staatssekretär gesichert sein, wenn anders nicht die Opfer nuplos gebracht sein Trauer des deutschen Volkshauses bekundeten, eine Trauerver: Hamm , Chef der Reichstanzlei, sowie die früheren Reichs- und sollen, die wir an Rhein und Ruhr beklagen. Die Reparations. sammlung, die die Size des Saales und der Tribünen bis zum Staatsminister Stegerwald und Giesberts befanden sich pflicht muß auf das Maß des Erfüllbaren zurückgeführt, die Erde, letzten füllten, die Bertreter sämtlicher gewertschaftlichen und Be- heute morgen auf der Reise nach Effen, wo sie an der Begräbnis- von Fuß und Hand des Feindes, die in der Gefangenschaft und Ber­in der wir heute die elf Brapen bestatten, muß frei werden amtenverbände, sowie die Stügen der Berufsstände, Vertreter der feier teilnehmen wollten. In der Kontrollstation Scharnhorst wur- bannung Leidenden müssen der Freiheit und Heimat wiedergegeben wur- on Fuß und Hand des Feindes, die in der Gefangenschaft und Ber Länder, der Kirchen, der Parlamente und der Behörden. den fie aus dem Zuge herausgeholt und verhaftet. Stegerwald und und feiner Regelung fann zugestimmt werden, die Rhein und Ruhr Der Saal war unter der Leitung des Reichskunstwarts Dr. Giesberts wurden wieder freigelaffen. Staatsjettet är territorial oder verfassungsmäßig antasten. Solange der Gegner Redslob nach Entwürfen des Bildhauers Alfret Veete. Hamm befindet sich noch in Haft. zu solcher Regelung nicht bereit ist, muß der passive Widerstand vom Berlin stimmungsvoll in schwarzen Belarien und Tannengrün ge ganzen Bolte mit voller Entschlossenheit und mit der gleichen Be fleidet, der Präsidentensiz mit der schwarzroigoldenen Fahne über­Sonnenheit wie bisher fortgesetzt werden. In diesem Kampfe darf dacht, über ihm an der Wand der Reichsadler. es feine Parteien und feinen Unterschied der Klassen aber auch feine Baghaften und feine Unbesonnenen geben, so wenig dies bei jenen der Fall war, deren Tod wir heute beklagen. In diesem Kampfe darf teiner, Bein einziger fehlen. Fester wollen wir uns zu­sammenschließen als jemals zuvor, ein Wille soll uns einen, bie wir ja alle nichts sein wollen als Arbeiter am Wohle des Boltes. Und wie Sie heute hier alle Stände und Berufe vereinigen, in einer Trauer und einer Treue, so soll auch dieses Haus nur mehr den einen Wettstreit der Parteien fennen, zu einen, zu tragen, zu opfern. Alle Kraft der Erreichung des Friedens und bis dahin alle Kraft dem gefeht fürs Vaterland. So wollen wir es tun, indem wir uns im großen Abwehrkampf! Die Toten haben ihre ganze Person eins Geiste mit der Trauergemeinde

Auf den Sizen der Reichsregierung hatten unter Führung des Reichskanzlers die Mitglieder des Reichstabinetts Plaz ge­nommen, auf den Sigen der Ländervertreter neben anderen die Mitglieder der preußischen Regierung mit dem Minister präsidenten Braun, die Minister Severing, Siering, Böliz, der fächsische Minister Fleißner, Bürgermeister Ritter Berlin und andere. Neben dem Reichstanzler hatte der Reichstagspräsident Löbe Pich genommen.

Punkt 10 Uhr erschien der Reichspräsident Ebert , von der Trauerversammlung, die sich erhob, begrüßt und nahm den üblichen Platz des Reichskanzlers. ein.

Das Orchester der Staatsoper unter Leitung des Generalmusit. direktors Leo Blech leitete die Feier mit dem Trauermarsch aus der Beethovenschen Eroica ein.

Reichskanzler Cuno

führte in seiner Ansprache aus:

Zu dieser Stunde, die uns in Andacht und Teilnahme hier ver­einigt, soll sich in Essen das Grab schließen über dem, was fterblich ift, an elf schlichten deutschen Männern, die aus der Arbeit heraus zwischen Karfreitag und dem Auferstehungstage, von französischer Rugel durchbohrt, ihr Leben lassen mußten. Den stillen Zug der

teuren Toben umschweben

die Gedanken eines ganzen Boltes, Gedanken des Leides, der Dankbarkeit, des Gelöbnisses. Diese elf und zwei andere deutsche Leben find am Karsamstag gewaltfam aus gelöscht. Dreizehn Menschen sind hinweggenommen, die in chwerer Arbeit ein hartes Brot verzehrt haben. Wahl­los hat sie die französische Kugel aus einer Menge Gleicher heraus geriffen. Nichts hat sie von den anderen unterschieden als der Zufall, der sie dem französischen Blutbefehl zum Opfer erlas, diese deutschen Leben, die nur targ an Freuden gewesen sein mögen, in dem grauen Einerlei des arbeitsreichen Tages, bedrängt von all den Sorgen und Fragen, die landauf, landab im Deutschen Reiche jedes Haupt bedrücken. Sind diese Märtyrer von Essen nicht ein Symbol unseres gemeinsamen deutschen Schicksals? wenn wir ihrer gedenken, all das unendliche Leiden dieser Zeit und dieses Landes unstillbar in uns auf? Sehen wir nicht

die lange Reihe der Blutzeugen,

Quillt nicht,

Boltes, das man beruhigen will, indem man durch eine Juftiz­tomödie Unrecht in Recht, Recht in Berbrechen umfälschen will? Kein Richterspruch gegen Unschuldige

wirb ben Schrei des verbrecherisch vergoffenen Blutes dämpfen, fein Urteil der Welt über die wahren Schulbigen täuschen und die Tat­fache beseitigen, daß zum Raub ausgezogene franzöfifche Soldaten waffenlose deutsche Arbeiter, ohne von ihnen ein Beid erfahren zu haben, mit der Waffe getötet haben. Gedanken des Leides, aber Stunde. Die Toten, die heute zur ewigen Ruhe bestattet werden, auch Bedanten der Dantbarkeit bewegen uns in diefer haben nicht das Ihrige gesucht. Bon einem jeden muß es heißen: Im Kampfe für dein Bolt hast du dein ehrlich Haupt niedergelegt." Sie standen in Reih und Glied, der Waffengemalt preisgegeben, ohne Befehl, ohne 3wang, im freien deutschen Opferwillen. Sie haben damit ein Beispiel gesezt, das der französischen Gewalt das Maß der Entschloffenheit zeigen soll, mit der sie zu rechnen hat. Maschinengewehre können diese Entschloffenheit in einzelnen ihrer Träger vernichten, niemals im ganzen Bolle brechen. Indem sie ties bewiesen haben, leisteten die Toten

auf dem Felde der Arbeitsehre

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am Grabe der deutschen Arbeiter in Effen vereinigt fühlen und ihre Seele und unser Baterland Gott befehlen. Lassen Sie uns in diefer feierlichen Stunde jedem einzelnen aus dem Bolte in Front und Heimat mit den Klängen der Glocken als Gelöbnis und Mahnung zugleich die Worte zurufen und fie auch befolgen:

Und handeln sollst du so, als hinge Bon dir und deinem Tun allein Das Schicksal ab der deutschen Dinge Und die Verantwortung wär' dein!

Der zweite Saz aus Beethovens VII. Sinfonie schloß die

nicht nur ihren Arbeitsgenossen in dem bedrohten Gebiet, sondern der Gesamtheit der fämpfenden Bevölkerung und dem ganzen Bater­lande den höchsten Dienst, den Dienst mit der Hingabe des eigenen Lebens. Etwas unendlich Hohes, aber auch ein furchtbarer Ernst Feier. Reichspräsident Ebert und Reichsfanzler Tuno begaben liegen in diesem Kampfe. Es greift an die Wurzeln aller fich dann zu den Vertretern des Effener Wertes und menschlichen und staatlichen Existenz. Die Frage der Arbeiter und sprachen ihnen nochmals ihr Beileid aus. wird ausgefämpft, ob die grausame Zeit des Der vorstehende Bericht über die Rede des Reichskanzlers Altertums wiebertehren foll, daß fremde Herren entspricht im allgemeinen dem amtlichen Bericht, bis auf die über ganze Bölfer wie über Stlavenhorden eine Stelle, wo es heißt: Auch heute noch, am Grabe, schalten, daß an die Stelle der in jahrhunderte- find wir bereit, in freie, von jedem 3 wang langer Entwicklung erworbenen

Freiheit der Arbeit

freie Verhandlungen einzutreten." Gerade dieser Saz, deffen Bedeutung feinem entgehen kann, fehlt in eine neue Hörigkeit treten foll- eine hörigteit dem amtlichen Bericht. Man braucht aber daraus feineswegs on Nation zu Nation. Bielleicht befinden wir uns auf dem auf eine Böswilligkeit der Berichterstattung schließen, der Zu­Entschuldigung, nicht zu wissen, worum es geht. hat im beutschen ſammenhang scheint vielmehr ein anderer zu sein. Denn wäh Höhepunkt diefes Kampfes. Sicherlich hat heute niemand mehr die Bolte noch jemand zweifeln fönnen, es müssen alle Augen jetzt rend Dr. Cuno die übrige Rede nach einem bereitgehaltenen geöffnet sein. Hat in Frankreich jemand leichten Herzens die Trag Manuftript verlas, sah er bei diesem Sah von seinen Bapieren weite des am 11. Januar begonnenen Unternehmens verfannt, so auf und sprach frei. Daraus ist zu schließen, daß der Satz erst tann und muß auch dort heute jeder wissen, zu welchem Ab- nach Ueberlegungen der letzten Stunde zustande gekommen ist grunde dieses Beginnen geführt hat. Hat die Welt bisher mehr und in den Tert, der schon früher an die Zeitungen verschickt der Gemarterten und Gequälten, ber Beleidigten und Berfolgten, oder weniger interessiert in der Zuschauerrolle dem Schauspiel an war, eingeschaltet wurde. der Ausgewiesenen und Verurteilten, die Schar derer, die im un- Rhein und Ruhr zugesehen, so muß sie heute sehen, wo Krieg ist würdigen Gefängnis leiden, all der Mütter und Kinder, die im und wo Frieden, wo Sicherheit und wie die Ueberantwortung deutung jener Aeußerung, die über die Gräber hinweg den Wäre diese Annahme richtig, so würde dadurch die Be­Frieben ein Leib erleben, das im Kriege zu beseitigen seit Menschen an fremde Willfür. Und im Namen der Toten frage ich die Böller Millen zu freier Berständigung ankündigt, noch unter. altern das Bestreben aller Kulturnationen war? mir ist, als sehe der Erde, wielange noch wollen sie warten, ehe diesem wahnwizigen ich hinter den Särgen die schmerzensreiche Schar der Vielen den und grauenvollen Mißbrauch der Gewalt ein Ende geboten wird? ft rich en werden. Weg des Leids in Essen gehen, der Toten, die der im Rerter Der Dant und die Treue des gesamten Boltes, dessen Dolmetsch Schmachtenden, in der Verbannung Leidenden, die teine andere wir hier sein wollen, begleiten die teueren Toten auf ihrem lehten Schuld zu büßen hatten und haben als das Schidial, Deut. Gange, mit dem heißen Wunsche, daß die Hingabe fürs Baterland sche zu sein, und die Schuld, es mit Wissen und Willen zu sein. ein Gegen werden möge ihnen, ihren Hinterbliebenen und der deut­Bittert nicht ein Wehschrei der gepeinigten deutschen Erde durch die fchen Sache. Wie fie auf dem Ehrenfriedhof ihre legte Ruhe finden, Glodenflänge, die in diefer Stunde über unserem Vaterlande fo follen sie in unserem Herzen unvergessen bleiben, als deutsche schwingen. Dreizehn deutsche Menschenleben, von dem gleichen Leid Helden, die ihr Vaterland mehr liebten als ihr eigenes Leben. gezeichnet, aber von demselben Willen erfüllt! Auch diese Männer Mit dem gleichen Empfinden gebenken wir aller derer, die ihnen und Jünglinge hat der eine, einfache und große Gedante geleitet, an Rhein und Ruhr mit dem Opfer des Lebens, der Gefundheit, der der unseren Abwehrkampf vom ersten Tage an beherrscht. Sie Freiheit vorangegangen find. Ihnen allen gilt heute un'er Dant und standen in Reih und Blied, nicht um der Gewalt mit Gewalt zu unser Gedenken. Wie ärmlich flingen unere Worte im Vergleich begegnen, sondern um ihr den zu dem, was diese Märtyrer der deutschen Sache getan! Es ist, als ob uns aus der Schar der Toten, Berwundeten und Gefangenen bie waffenlofen Widerstand des Rechts entgegenzusetzen. Sie standen vor den französischen Mordwaffen als wir für euch, auf daß ihr in Freiheit und Arbeit leben könnt, und vorwurfsvolle Mahnung und Frage entgegenklingt: Das alles taten Träger und Schützer jenes Rechts, das zu einer Macht geworden ist, weil ein gemeinsamer Wille es trägt. Klar und eindeutig ist das was tut ihr? Es ist, als ob diese Frage aufgenommen und zu aus allen Kreisen der Bevölkerung und aus allen deutschen Gauen

betragen wird von ben millionen Rämpfern an Rhein einen, Gewalt und Unrecht auf der anderen Seite. Nichts doch nicht müde werden, in der besonnenen paffiven Abwehr feind­Ruhr, die täglich zu gewärtigen haben, was jenen geschehen, und kann diese geschichtlich flare Scheidung verwischen. Keinem licher llebergriffe. Ihnen allen, denen unsere Gedanken heute be französischen Soldaten ist ein haar getrümmt, sonders nahe find, lassen sie antworten mit dem Gelöbnis, alles zu aber 50 deutsche Arbeiter liegen in ihrem Blute. Ob jene französi tun, was in unseren Kräften steht, um sie zu stügen und zu stärken schen Soldaten ein Grauen vor der rechtheischenden Maffe ange im Abwehrstreit und ihnen zu einer mandelt hat, ob sie blind einem blinden Befehl gehorcht haben, mag ihr eigenes Gewissen darauf antworten. Nicht fie flage ich in dieser Stunde an, vielleicht unwillige, jedoch gefügige Werkzeuge rechtloser Gewalt.

baldigen Befreiung

zu verhelfen. Berständigung boten wir an, Geld und Gut und Er trag der Arbeit langer Jahre, Sicherheit aus freiem Willen zum Die Schuld trifft die französischen Machthaber, Frieden. Man hat nicht gehört. Selbst bann noch, als der Feind die zur Durchsetzung einer rechtlofen und erfolglosen Bolitit im Lande stand, haben wir wiederholt erfennen laffen, daß wir zu Tausende Deutscher , weil sie nicht Gehilfen des Unrechts fein wollten, freier, ehrlicher und gleichberechtigter Berhandlung bereit sind. Ja, von ihren Heimstätten vertrieben, Hunderte eingeferfert, zahlreiche wir haben einen praktischen Weg gewiesen, wie das durch den Ruhr Menschenleben vernichtet haben, und auf deren Gewissen nun auch einfall faft unentwirrbarr geworbene Reparationsproblem zu lösen dieses Maffensterben fällt, dessen Opfer heute bestattet werden. ist, indem wir

Die Beerdigung der Opfer.

unter der tiefsten und würdigsten Teilnahme der gesamten Bevölke Effen, 10. April. ( WTB.) Die Toten des Karsamstag sind heute Tung des Ruhrgebietes zur letzten Ruhe getragen worden. Die blieben zum Zeichen der tiefen Trauer geschlossen. Die Fenster Arbeit ruhte in allen Betrieben, sämtliche Geschäfte waren verhängt. Bielfach sah man schwarzen Trauerflor. Das Glodengeläute aller Kirchen ertönte als letzter Gruß ür die Opfer für Freiheit und Recht.

Zwölf Todesopfer französischer Rugeln waren im großen Licht hof des Hauptverwaltungsgebäudes der Kruppschen Gußstahlfabrit unter einem Hain von Lorbeer und Palmen. Hunderte von Kränzen aufgebahrt. Im matt erhellten Lichthof standen die zwölf Särge

Gußstahlfabrik ein enger Kreis von Angehörigen sowie Mitglieder Bur Teilnahme an der Trauerfeier hatte sich um 9% Uhr in der der Werkleitung und Bertreter der Reichs- und Staatsbehörden ein­gefunden. Der Kruppsche Männergesangverein Gemeinwohl" leitete den Traueraft zu dem gleichen Zeitpunkt ein, an dem im Reichstag die Führer des Boltes fich zu gleich ernster Trauerfeier versammelt hatten und im ganzen deutschen Baterlande die Gloden zur Trauer und zu ernstem Sinnen mahnten. Nach dem Gesange sprach Herr Gustav Krupp von Bohlen Halbach folgende Abschieds. worte:

Aus dem Herzen der Gußftahlfabrit, der in deutscher Treue ihrer Hände und ihrer Köpfe schaffende Arbeit gewidmet war, wollen wir, ihre um sie tief trauernden Mitarbeiter, unfere lieben Rame raben, unsere unvergeßlichen Toten zur letzten Ruhestätte begleiten. Schmerzlich bewegt, unaussprechlich betroffen, drücken wir ihren Angehörigen in dieser ernsten Stunde des Leides die Hand. Uns allen aber, bie wir zur Kruppschen Werkgemeinschaft ge treter des franzöfifchen Boltes vernommen. Bern hätte ich geglaubt, Man hat nicht gehört. Alles ist gefchehen, um den Ruhreinmarsch hören, möge diese gemeinsame Trauer dazu dienen, daß wir enge daß Scham und Gewissen den französischen Gewalthabern Schweigen zu vermeiden oder die Dauer des Ruhreinfalles abzufürzen. zufammenftehen,-um die schwere Gegenwart zu tragen und zu über­geboten hätten. Ist aber es Scham und Gewissen des französischen So wird auch fünftig nichts unterbleiben, was unferem minden .

Nicht ein Wort des Bebauerns über diese Vernichtung uns zu dem Vorschlag des Leifers der amerikanischen Außen­deutscher Menschenleben habe ich aus dem Munde der amtlichen Ber politik bekannten.