MbenSausgabe Nr. 294 40. Jahrgang Ausgabe g Nr. 147
Bezugsbedmgangt» und Auzeis«ipr«is, sind in der Morgenausgabe angegeben NadaNIon: SV. öS. cindanstrohe 3 Fernsprecher: Dönhoff 202— 286 XeL-HdzeffcSojialöetBOtralSerti«
|> t-v w# Vevlinev VolksMatt
preis 309 Mark Dienstag 2H. �uni 1923
Verlag und»ng eig enatteilunx Geschäftszeit S— S Uhr Verleger: vorwört». Vertag GmbH. Sern» SM. SS, Dindenffreh» 3 Fernsprecher: Dönhoff 260«- 26»?
Tentralorgan<ter Vereinigten 8o2ial<lemoKrati fcken Partei veutfcklancis
Die verantwortlichen. Sie schweigen und beschönigen.
Die entsetzliche Mordtat in Parchim sollte— so müßte man meinen— bei allen anständigen Menschen gleiche Ver» urteilung finden. Die deutschnationale Presse hätte Gelegen- heit zu zeigen, ob sie wirklich mit dieser Gesellschaft noch irgend etwas zu tun haben will. Ein Blick in ihre Presse genügt, um optimistische Erwartungen zu täuschen. Der.Tag" spricht von einem„offenbar tendenziös gefärbten" Bericht des Polizeiprä- sidiums, den er im übrigen kommentarlos weiter gibt. Die andern Blätter schweigen in allen Tonarten und dieses Schweigen sagt alles. Der„Lokal- Anzeiger", das andere Scherl-Blatt geht weiter. Er sucht sogar, trotzdem ihm alle Einzelheiten der Mordtat unbekannt sind, die Leitung in Schutz zu nehmen. Er bezweifelt zunächst, ob die Angaben über die Tat stimmen, und fährt dann fort: „Für den Haß und die Wut. die dem Spitzel und Verrat gegolten haben, wird jeder anständige Mensch Verständnis haben—. vor allem doch wohl auch unsere Sozialdemokratie. Uebrigens geht aus der Darstellung des Polizeipräsidiums deutlich hervor, welch« Rolle der Alkohol bei der Scheußlichkeit gespielt hat. Die Möglichkeit ist durch- aus gegeben, daß es sich keineswegs um eine»Feme " gehandelt hat—, was doch irgendein, wenn auch noch so karrikiertes Gerichts- verfahren voraussetzte—, sondern um wüste Exzesse Trunkener, die vermutlich nicht weniger im Danne des Alkohol,(die Gesellschaft war vollständig nüchtern, nur da» Opfer war betrunken. D. Red.) waren als ihr Opfer, daß die Täter mit irgendeinem Führer über ihre Absicht gesprochen oder gar von einem solchen Weisung empfangen hätten, dafür gibt der Polizelberlcht keinerlei Fingerzeig. All die Fragen, die hier noch zu klären sind— und wie man sieht, sind deren eine ganze Reihe— werden ja das Gericht befchäf- tigen. Dies wird auch.die Sühne für die Tat zu finden haben, die, wenn sie sich auch nur annähernd so abgespielt hat wie geschildert, ein Roheitsverbrechcn allerfchfimmsten Art unter allen Umständen ist." Wie weit Gerichte— in Mecklenburg- S ch w e r i n noch fibzu— diese Frage re st losaufklären werden, das ist natürlich noch die Frage. Dazu müßte zunächst der W i l l e vorhanden sein, wovon wir nach der Freilassung der beiden deutschvölkischen Ortsgruppenleiter in Parchim nicht überzeugt sind. Aber was Gerichts nicht wissen oder nicht wissen wollen, weiß natürlich alle Welt. Ueber die Verantwortlichen sind sich selbst Blätter wie die„D. A. Z." nicht im unklaren. Sie schreibt nach einer scharfen Charakterisierung der Mordtat. — „Wenn das die Jugend ist, die den Weg zur Freiheit bahnen will, dann sind wir rettungslos verloren. Das ist eine Kloake, die ausgebrannt werden muß."— Ueber die Bewertung der Hintermänner folgendes: „Ob Kadow em Spitzel war oder nicht, geht uns nichts an. Eben erst hat der Münchener Hochverratsprozeß in übelste Mnkel rechtsradikaler Organisation hineingeleuchtet. Der rollende Franken, die Intrige und gegenseitige Bespitzelung sind das Element der ver- kommcnen Individuen, die hierbei nun einmal beteiligt sind. Ob sie sich eingeschlichen haben oder etwa das Wesen gewisser Organisationen bereits bedeuten, macht wenig Unterschied. Daß die Atmosphäre dieser Kreise all dies möglich macht, genügt für die Beurteilung. Und
genügt auch dafür, die moralisch« Verantwortung denen zuzvfchieben, die dies« üble Atmosphäre durch die politische hetze erzeugen. Da wird die große Reinigung einsetzen müssen. Sonst wird un» die Selbstzrrfleischung die Entscheidung über deu widerstand gegen deu Volksfeind erspare». Daß es hohe Zeit ist. zeigen die traurigen Meldungen au» halle , Hamburg . Stettin , Münster und München ." Und die„Bossische Zeitung" erinnert mit Recht an die genauen Bestimmungen des von uns aufgedeckten Magde- burger Femestatuts. Damals macht« eine gewisse Presse uns nicht ntfr Vorwürfe über die Veröffentlichung dieser Dinge. sondern suchte die Sache selber noch ins Lächerliche zu ziehen. Die Leiche des ermordeten Kadow zeigt zur Genüge, wie wenig lächerlich die Bestialität dieser Roßbach-Banden ist. Es wird wirklich Zeit, daß„die Kloake ausgebrannt wird". Soll das geschehen, dann muß zunächst an Ort und Stelle gründlich und radikal durchgegriffen werden. Die ganze deutschvölkische Organisation ist ebenso wie die Roßbach- Organisation einschließlich ihrer Zentrale lediglich ein Deckmantel für die Terrorbanditen, die nicht nur in Parchim , sondern überall zeigen, daß sie Deutschland in einen Trümmer- Haufen zu verwandeln bereit sind. Man muß die Erwar- tung aussprechen, daß diese Organisafionen nun auch in Meck- lenburg verboten werden und die Wirtschaft auf den Gütern aufhört. Daß dort auf jedem Gute Waffen mehr wie reichlich Maschinengewehre usw. vorbanden sind, weiß jedermann. Jeder dieser Banditen hat seinen Revolver natürlich ohne Waffenschein. Sie all« stecken unter einer Deck«. Innerhalb einer halben Stunde nach d?r ersten Verhaftung in Parchim wurde bereits der Versuch ge- macht, einen derHaupttäterzu warnen, der dann nur durch einen Zufall der Polizei doch noch in die Hände fiel. Die Freilassung der örtlichen Leiter dieser Banditen ist, objektiv natürlich, nur ein« Begünstigung der weiteren Verdunklung, wenn auch nicht des Mordes, denn für dessen Aufklärung ist diesmal glücklicher- weise restlos gesorgt, sondern der Fäden, die diese Femetat mit den verantwortlichen Leitern verbindet. Unser Land muß zur Ruhe kommen. Und Ruhe kann nur kommen, wenn diese Gesellschaft restlos ausgerottet wird. weitere Verhaftungen. In Berlin sind von der Abteilung l X de» Polizeipräsidiums zwei weiter» Verhaftungen vorgenommen, die mit dem Parchim er Mord in Perbindung stehen. Ueber di« Persona- Pen können im Interesse der weiteren Untersuchung noch kein« An gaben gemacht werden. Jedenfalls wird alles daraus ankommen, jetzt die Fäden aufzudecken, die der.Lokal-Anzeiger" und seine Freunde mit dem Mantel christlicher Nächstenliebe bedecken wollten.
Frankreich unö Dorten. pari», 26. Juni. (EE.) Das französische Auswärtige Amt b «. tont zu dem im„Obs eroer" veröfientlichten Bericht des französischen Rheinland -Oberkommissars Tirard, daß diese Behauptungen de- reits von anderer Seite ofiiziell dementiert seien. Der Quai d'Orsay wiederholt jetzt die Erklärung, daß Dr. Dorten von der französischen Regierung niemals Unterstützungsgelder empfangen hob«. Der„Petit Parisieu" bemerkt hierzu, daß selbst, wenn da» Dokument echt sei. es lediglich für jeden, der guten Glaubens fei, den Beweis enthalte, daß die französische Regierung kein« An- nexionspläne gegenüber dem Rheinland befitze. Der Bericht, der offenbar aus mehreren Einzelberichten zufummei, gesetzt fei. beweis« nur. daß Dorten sich darüber beklag«, von der französischen Politik nicht unterstützt zu werden und von der französischen Regie. rurig nicht empfangen worden zu sein. CrnglVmb läHt sich nicht hinemziehen. London , 26. Juni. (EE.) Reuter dementiert In« vom „Malin" aufgestellt« Behauptung, der Leiter des englischen Nach- richtcnburcaus in Köln , Oberst Ryan, Hobe während dos Kapp- Putsche» mit dem Oberbürgermeister Adenauer zusammen gearbeitet im Interesse eines unabhängigen Rheinland «». Die Meldung fei bereit» einmal dementiert worden, als die Regie- rung ihnen Vertreter in der Interalliierten Rheinlcmdtommission, Lord Kilmornock ersucht habe, sich zu der Angelegenheit zu äußern. Lord Kilmornock habe damals die Nachricht offiziell demen- t i e r t. Oberst Ryan habe Dr. Dorten niemals gesehen und unter- halte zu keiner Partei irgendwelche Beziehungen. Dem Dementi in der italienischen und amerikanischen Presse sei auch ein« Darstellung des Tatbestandes in der Kölner Presse gefolgt. Englische Intervention gegen den Hungerkrieg, i Essen , 26. Juni. (Mb.) Zurzeit bereist ein englischer O b e r st mit seinem Adjutanten, einem Oberleutnant, da, Ruhrgebiet zur Prüfung der Lebensmittelversorgung, und zwar, wie verlautet, im Austrage der I.R.K., die die Anregim? dazu von Baldwin be- kommen hoben soll. Der Einwirkung der beiden Offiziere wird es zugejchrieden, daß die militarisierte Strecke Dortmund— Herne sowie der Bahnhof Dorttnund�üd von den Franzosen freigegeben wurden. Die Kommission sprach auch bei dem Lebensmittel-
dezernenten der Stadt Esse«, bei der Firma Krupp und bei dem Regierungspräsidenten Dr. Grützner in Elber feld vor. (dpfer der eigenen Kameraden. Varls. 26. Juni. (WTV.) Wie Hava, au» Düsseldorf meldet. ist In der gleichen Rächt, in der durch einen sranzöjlichen Wachtposten ein Hauptmann de, 57. Infanterieregiments getötet wurde, auch ein Soldat des 40. Zusaulerieregimeut, als Rachiposten bei Talkum nördsich von Düsseldorf von einem Soldaten de» gleichen Regiment» getötet worden. 4- An» de« Ruhrgebiet wirb gemeldet: In Gladbeck wurde am 24. Iuni auf der Holthauser Straß« ein Schahmacher au» Horst, ein Invalide, der im Kraakenhau» tu Horst-Emscher ol» Pflegling untergebracht ist, von einem belgtscheu Posten er- schössen. Ferner wurd« tn der Rächt ri« Alaun von 4g Jahren, dessen Personalien bi» jetzt noch nicht ermittelt sind, an der Zechenbahn in der Räh« der versiner Straße ebenfall, von einem belgischen Posten erschossen. Die Belgier brachten heute morgen die Leiche ins hiesige Krankenhaus.
DoUarkurs: 13$ WH. Die allmählich einsetzenden Lcdarfskäuse der Industrie und des Emfuhrhandels gaben heute dem Devisenverkehr ein sehr festes Ge- präge. Es zeigte sich auch wieder, daß der bisherige Freioerkehr in Dollarnoten vollständig durch den Handel in Dollar- schatzanweisungen ersetzt wird. Dies« wurden vormittag mit 121 000 und bei Deginn de» offiziellen Börsenverkehrs mit 1Z0 000 gehandelt. Für Iuli-Schatzanweisungen wurden zunächst 146 000 be- zahlt. Im weiteren Derlauf gestaltete sich die Tendenz angesichts der großen Kauforders, die für den amtlichen Devisenverkehr vorlagen, noch fester. Man handelte gegen Schluß der ersten Börsenstunde Schatzanweisungen per Kaste mit 132 500, Juli mit 150 000. Bei der Festsetzung der amtlichen Kurse für Auszahlung London ergab sich eine ja starte Nachfrage, daß die Röichsbank nur in der Lag« war, eine Zuteilung von 25 Proz. durchzuführen. 75 Proz. der Nachfrage blieben ungedeckt. Der Kurs für ein Pfund Sterling wurde mit 550 000 notiert. Daraufhin zogen im Freioerkehr Dollarfchatzanwei- sungen weiter bis auf 137 000 an.
dasproblem öerpreisgestaltung Bon Stadtrat Wilhelm Schüning. Wenn man zurzeit Betrachtungen darüber anstellt, nach welchem System die Preisfeststellung aller Bedarfs- artikel erfolgt, so kommt man zu dem Ergebnis, daß«ine auf wirtschaftlicher Grundlage beruhende Preisberechnung über- Haupt nicht vorhanden ist. Man richtet sich im allgemeinen nach dem Dollar mit der Einschränkung, daß beim Fallen des Dollarkurses eine Senkung der Preise in den wenigsten Fällen eintritt. Diese willkürliche Preisfestsetzung hat zu einer Reih« von Verordnungen der Reichsregierung Veranlassung gegeben. Insgesamt sind seit 1914 25 solcher Verordnungen erlassen. Diese Verordnungen werden demnächst durch 7 andere ersetzt, und zwar betreffen sie:„die Preistreiberei, die Ein» und Aus- fuhr, die Handelsbeschränkungen, die Notstandsoersorgung, die Auskunftspflicht, die Preisprüfungsstellen und die Wuchergerichte". Diese Verordnungen, die ein« bürgerliche Regie- rung erlassen muß. sind em Beweis dafür, daß das rein« prioatwirffchastliche System ein« schrankenlose Ausbeutung der breiten Masse der Verbraucher zur Folge hat. In normalen Zeiten war die Preisfestsetzung kontrollier- bar. Man konnte den gesellschaftlichen Wert einer Ware und den Profit seststellen. Heute ist dies fast unmöglich. Nachdem jetzt der Gesetzgeber bei der Preisfestsetzung mitwirkt, gehen die Forderungen der Interessenten dahin, daß die Marktpreise anerkannt werden. Der Gesetzgeber unterscheidet nun zwischen einer normalen und einer R o t m a r k t l a ge. Lei einer Notmarktlage ist die Mitwirkung der Behörden bei der Preis- festfetzung vorgesehen. Richtig wäre es, von einer normalen Marktlage gar nicht zu sprechen, denn diese hat zur Voraussetzung, daß Ange- bot und Nachfrage sich zum mindesten deckt. Dies ist aber, da Auslandsware in dem Umfange wie früher nicht vorhanden ist, nicht der Fall. Der Verkäufer ist demnach gegenüber dem Käufer in der Reg«! im Vorteil. Die normale Marktlag« ist also eine Ausnahme und die Notmarktlage ist die Regel. Leider wird dieser Zustand nur in Ausnahmefällen zum Schaden der Berbraucher anerkannt. Es muß mit allen Mitteln dahin gewirkt werden, daß der G e st e h u n g z- preis zur Anwendung kommt. Ein Zuschlag zur Au»- gleichung der Geldentwertung darf nur zur Erhaltung des Betriebskapitals, unter keinen Umständen zur Erzielung eines Konjunkturgewinnes dienen. Der Kettenhandel muß auch dann für vorliegend erkannt werden, wenn dabei der zufällige Marktpreeis nicht überschritten wird: denn durch den Kettenhandel ist die Ware vom Markt ferngehalten worden. Die Vorschriften über die äußere Kennzeichnung von Waren müssen dahin ergänzt werden, daß auch di« An- gäbe der Herstellungszeit vorgeschrieben wird. Gegen die Anerkennung der Verbandspreise, die die wirtschaftlichen Verbände von Handel und Industrie fest- fetzen, muß unter allen Umständen Stellung genommen lver- den. Die Nachprüfung dieser Preise ist mangels gesetzgebe- rischer Vorschriften äußerst schwierig. Ueberall im Reich wird darüber geklagt, daß bei einem Versuch, eine Prüfung vor- zunehmen, man nie zu einem Resultat gelangt. Der Handel beruft sich einfach auf den ihm vom Verband vorgeschriebenen Preis. Der Verband hat seinen Sitz in ber Regel in Berlin , und hier ist die zuständige Stelle dann das Reichswirtschafts- Ministerium. Ueberhaupt liegt der Angelpunkt der ganzen Preisfestsetzungen bei den Kartellen, Trust» und Syndikaten, welche bei der gegenwärfigen Gesetzgebung voll- ständig freien Spielraum haben. Die Regierung muß, wenn sie den berechttgten Forde- rungen der großen Verbrauchermassen Rechnung tragen will, eine scharfe K a r t e l l b e a u f s i ch t i g u n g auf gefetz- geberischem Wege herbeiführen. Die Verbände muß man zwingen, ein Kalkulationsoerfahven einzuführen, das ein« Nachprüfung der Verbandspreise ermöglicht. Bei der heutigen Preisfestsetzung spielt ferner die I n d« r° Ziffer eine wesentliche Rolle. Die Indexziffern werden nicht nur amtlich, sondenr auch privat hergesteellt. Man braucht nur den Handelsteil unserer Zeitungen zu studieren, um di« verschiedenartigsten Indexziffern feststellen zu können. Index- ziffernmüssenunterallenUmständenamtlich geschützt werden, da sie sonst zum Nachteil der ver- braucher Verwendung finden: außerdem ist eine wöchent- liche Bekanntgabe der Indexziffer unbedingt erforderlich, damit die Lohn- und Gehaltsempfänger nicht mehr, wie bis- her, benachteiligt merden. Bei der Preisbemessung spielt dann auch der L e r t e i« lungsapparat eine stark verteuernde Rolle. Auch hier muß mit gesetzgeberischen Mitteln vorgegangen werden. Immer neue Kreise schieben sich vor den Berbraucher. ohne daß eine wirtschaftliche Notwendigkeit vorliegt, sondern eben, um nur Handel zu treiben. Die Waren müssen auf dem kürzesten Wege von den Produktionsstätten an den Verbraucher gebracht werden. Alle überflüssigen Etappen, die nur preissteigernd wirken, müssen rücksichtslos beseitigt werden. Die Not des Volkes zwingt uns zu einer rationellen Wirtschaft.