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MenSausgabe Nr. 42$ 40. Jahrgang Ausgabe B Nr. 215

Sejugsieblngunflen und Anzcigtnpreift sind in d» Morgennusgabe angegeden Redokiion: sw. SS, Lindenfirahe z Zernsprecher: VSahoff 202 295 Tel..«i>resse: Sozialdemokrat Berlin

Vevlinev Volktsvlerkt

preis? 50000 M. Donnerstag 15. September 1925

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Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratircben Partei Doitfchlandd

Schritt vorwärts". Pariser Echo der Kanzlerrede.

Parl», IS. September.(Eco.) Die Rede des Reichskanzlers Dr. Stresemann, die hier mit größter Spannung erwartet wurde, ist erst zu sehr später Nachtstunde oon den Telegraphen- agenturen in Auszügen ausgegeben worden, die, soweit fich bis jetzt beurteilen läßt, unvollständig erscheinen und die notwendige Klar- heit vernnssen lassen. Die Morgenpresi« begnügt fich denn auch vor- läufig mit einer allgemeinen Beurteilung. Es wird anerkannt, daß das Angebot, dos die neuen Ausführungen des Reichskanzlers ent- halten, einen Schritt vorwärts bedeuten. Liekfach sind die Ausführungen des Kanzler» über die zur Derfügungstellung de» Ruhrgebietes wohl auf Grund der nicht immer sehr geschickten Uebersetzung des hierher übermittelten Textes ziemlich mißverstanden worden, so daß in einigen Blättern die Stvesemonnsche Rede so ausgelegt wird, als ob Deutschland mit seinen Zahlungen und Leistungen erst beginnen wolle, nachdem Frankreich das Ruhrgebiet geräumt hat. DerMatm" meint, der Kanzler böte real« Garantien an in der Form von Hypotheken auf den deutschen Besitz, die von deutschen, aber auch von alliierten Treuhändern verwaltet werden sollen: der Ertrag solle für die Reparationen bestimmt sein. Aber andererseits scheine Stresemann der Ansicht zu sein, daß die Ausführung dieses Systems genüge, um die Räumung des Ruhrgebietes zu recht- fertigen. Die französische Regierung halte indes an ihrem unan- fechtbarem Standpunkt fest: sie könne natürlich das Kontroll- system im Ruhrgebiet ändern. Wenn Deutschland eine Zahlungspsticht anerkenne, so werde das Ruhrgebiet nach Maßgabe der erfolgten Zahlungen geräumt werden. DerPetit Parisien" meint, es sei vorläufig sehr schwierig, die Ausführungen Stresemann» klar zu beurteilen. Immerhin könne man sagen, daß die Rede einen bemerkbaren Fort- schritt gegenüber seiner Stuttgarter Rede darstelle. Der.Figaro" verfällt in den! bereits erwähnten Auslegung»- fehler in besonders schwerwiegender Form. Stresemann, so meint das Blatt, sei der Meinung, daß alles, was er anbäte, nur durch- führbar fei, wenn man Deutschland das Ruhrgebiet und da» Rhein- land zurückgebe. Es fei die ewige Formel der deutschen Borschläge, für jede Konzession, die das Reich macht, zu versuchen,«ine ent- sprechend« andere Konzession zu erpressen. Man sehr den Unter- schied zwischen der deutschen und der französischen Stellungnahme. Poincarä sage: Zahlt, und wir werden das Ruhrgebiet räumen, Stresemann aber sage: Räumt das Ruhrgebiet , damit wir euch bezahlen können'. DerGaulais" meint, es sei vielleicht möglich, daß die sinan- ziellen Kombinationen, die die Grundlage der Streseinannschen Bor- schlage darstellen, von Interesse seien. Aber, um sie einwandfrei feststellen zu könmen, seien weitere Angaben nötig. Man müsse wissen, durch welche MHfel da« Deutsche Reich in der Lage fel. die Mitarbeit der Besitzer des privaten Eigentums zu garantieren. Stresemann erkläre zwar, daß ihm Kapitalisten ihre Hilfe zu- gesagt hätten, ober das feien bis auf weiteres nur u n k 0 n- trollierbare Behauptungen. Auch über die Höhe des Prozentsatzes, den Deutschland Frankreich von den Zinsen der Hypotheken geben wolle, müsse man näheres hören. Schließlich müsse man auch über die Zusammensetzung der Trcuhändertom- Mission unterrichtet werden, denn diese habe für Frankreich nur Intevesie, sobald sie Frankreich die absolute Kontrolle der Begebung der Hypotheken und der Bezahlurs! der Zinsen verschafft. Das Blatt fragt schließlich: Was meint Herr Stresemann, will er uns zu der Versicherung aufsordern, daß wir das Ruhrgebiet räumen wür- den? Wenn es sich darum handelt, unser« Truppen nach Maß- gäbe der Zahlungen aus dem besetzten Gebiet zurückzu- ziehen, dann ist alles ausgezeichnet. Poincare hat mehrmals wieder­holt, daß wir keineswegs die Absicht hätten, unsere Besetzung in»? Unendliche auszudehnen. Aber dies« Punkte seien bisher nicht ge- nügend aufgeklärt, um mit Deutschland nützliche Verhandlungen beginnen zu können. Zunächst müsse man also die Unklarheit auf- klären und hoffen, daß das Angebot von Stresemann nur einen ersten Schritt auf dem Weg« zur Lösung bedeutet, wie der deutsche Kanzler tatsächlich zu wünschen scheint, mzd deren Verwirklichung nur von ihm selbst abhängt. L'Oeuvre" sieht.die bedeutsame Seit« der Stresemannschen Ausführungen in der Tatsache, daß Deutschland nicht mehr bei einem leeren Protest« beharre, sondern die Besprechungen des einzigen wirklichen Problems, nämlich der Reparationsfrag«, wieder auf- nimmt. Stresemann habe nunmehr ein genaue, Angebot gemacht und dadurch bereits in gewissem Sinne auf den pasiiven Widerstand verzichtet. Das.Echo National" des Herrn Tardien gibt ebenfalls zu, daß fed« neue Rede des Reichskanzlers etwas grötzere Klarheit über seine Ansichten erkennen lasse und da» die gestrig« Rede im einzelnen sogar interefiant« Angaben enthalte. An dem von dem deutschen Kanzler vorgeschlagenen Pfand und dem Zahlungssystem hat das Blatt auszusetzen, daß der Mechanismus, den er empfiehlt, um den Alliierten die Kontrolle zu sichern, nicht zu denjenigen ge- hört, die durch ihre Einfachheit Vertrauen erwecken. Frankreich habe in Deutschland bereits Kommissionen derselben Art gehabt, sowohl für die Abrüstung als auch für die Bestimmung der Dauer des Mora- toriums, das Deutschland oerlangt. Die Ergebnisse waren nicht glänzend. Die Franzosen würden niemals und nirgendwo so gut

wie im Ruhrgebiet die Entwicklung der deutschen Industrie über- wachen tonnen. Allerdings, schließt das Blatt mit einer Spitz« gegen Poincare , darf unser« technische Tadellosigkeit nicht die deutsch « In- dustrie dieser Gegend gefährden.

Das belgische Graubuch. Ei« belgischer Reparationsplan. Brüsiel, 13. September. (EP.) Der Press« ist gestern der In- halt des belgischen Graubuchs, das heute veröffentlicht wird, mitge- teilt, das ein« diplomatische Geschichte der Ruhrbesetzung darstellt. Da» Buch enthält 54 Dokumente, die beweisen sollen, daß Belgien immer die aufgestellten Richtlinien eingehalten habe. Das Buch gibt sämtliche Korrespondenzen wieder, die in der Zeit vom 22. Sep- tember 1322 bis 22. August 1323 zwischen Belgien , Frankreich , England und Deutschland geuechselt worden sind. Es soll dadurch bewiesen werden, daß Belgien sich stet» bemüht habe, zu einer internationalen Lösung der Reparationsfrage zu kommen. Das belgische Kabinett habe«ine Summe genannt, die weit hinter dem Londoner Zahlungsplan steht. Diesem Vorgehen hätten sich auch die Verbündeten angeschlossen, während diese auf die Vorschläge der belgischen technischen Kommission nicht einge- gongen seien. Diese habe einen Plan aufgestellt, wonach Deutsch- land jährlich 13<X> Millionen Goldmark aus den Monopolen ziehen könnte, ferner eine Milliarde aus den Eisenbahnen, ohne die anderen Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Die Kohlenlieferungen seien mit 343 Millionen Goldmark zu bewerten, wodurch«ine Zahl von ungefähr 2873 Millionen erzielt werden könnte, die sich leicht auf 3 Milliarden erhöhen liehen. Das Graubuch enthält gleichzeitig einen Plan über die praktisch« Durchführung dieser Vorschlag« sowie einen solchen über die Garantien, die Deutschland für die Bezahlung der Reparationen zu leisten habe. Am Schluß wird die deutsche Auffasiung zurückgewiesen, wonach Belgien Frank- reich blind gefolgt sei, Belgien habe in völliger Freiheit gehandelt.

Um üie Räumung Korfus . Doris, 13. September. (Eca.) Die Beratungen der Botschafter- tonferenz über die Bedingungen de? Räumung Korfug stoßen auf große Schwierigkeiten. Trotz zwei längerer Sitzungen, von denen die zweite erst gestern abend nach 8 Uhr zu Ende ging, konnte sich die Botschafterkonferenz nicht auf eine Formet für die Anwendung ihrer Beschlüsse über die Räumung Korfu » einigen. Jnfolgedesien muß si« heute im Lauf« de» Nachmittag» wieder zusammentreten, um weiter zu beraten. Kriegsgefahr an üer Mtial London . 13. September. (UJIB.) Professor Gilbert Murray, , südafrikanische Delegierte beim Völkerbund, hat ein Telegramm an die Vereinigung für den Völkerbund gesandt, indem es heißt, daß die Lage mit bezug auf Fiumc sehr gefährlich sei. Wenn der Völkerbund nicht interveniere, so würden Italien , Griechenland , Zugoslowien, Bulgarien und Ungarn in Mitleidenschaft gezogen. Es lägen bereits militärische Pläne einiger Valtanmächte vor. Ztalienisch-griechische Entspannung. Laut einer Havasmeldung aus Athen hat der italienische Geschäftsträger dem griechischen Außen- Ministerium mitgeteilt, daß die griechischen Schiff« fortan wieder un- gehindert die italienischen Häfen anlaufen können.

Ein kleiner Rückstoß. Dollar VN Millionen, Pfund Sterling 420 Millionen« Die Rede de» Reichskanzler», die auch im Ausland Anklang gefunden hat, blieb nicht ohne Einfluß auf den heutigen De- visenverkehr. So trat nach der katastrophalen Aufwärts- bewegung am gestrigen Tag« ein gewisser Stillstand ein. der zu- weilen sogar eine rückgängige Tendenz zeigte. Dieser Rück- gang hatte bereit» auf Lnteroention der Reichsbant oder, wie man in Börsentreisen wissen will, des Finanzministeriums direkt in den gestrigen Abendstunden eingesetzt. In den heutigen Morgenstunden setzte dann der Dollar mit 38 bis 135 Millionen ein, auf welcher Höhe er sich auch im Verlauf des Vormittags hielt. Der Bedarf der Industrie hält sich heute in den gestrigen Grenzen, die Spekulation wahrt einstweilen Zurückhaltung. Die Nachricht, daß die Marknotierungen gestern in Basel aus- gesetzt wurden, blieb ohne Eindruck, da man annimmt, daß, sollte es der Regierung gelingen, die Papiermark für die Uebergangszeit bis zur Einführung der Goldmark zu befestigen, man sich ja auch dort wieder entschließen wird, Papiermark zu handeln. Dasselbe trisst auf Prag zu, wo man ebenfalls eine Einstellung der Martnotiz in Aussicht genommen hat. Di« weitere Entwicklung des Devisen- Marktes wird davon abhängen, inwieweit man entschlossen ist, die angekündigten Devisenmaßnahmen mit Energie durchzuführen. Ein günstiges Zeichen scheint es.immerhin, daß der Dollar gegen 1 U h r wieder etwas niedriger, mit 33 Millionen, das Pfund mit 423 Millionen zu hören war. Auf diese rückläufige Bewegung hin hält auch die Spekulation am Effektenmarkt einstweilen zurück. Zwar lagen in den Morgen- stunden vom Publikum Aufträge bei den Banken oor, doch ist es immerhin möglich, daß sie zum Teil wieder zurückgezogen werden. Sollte di« Markausbesserung in größerem Umfange sich fortsetzen, so ist es nicht ausgeschlossen, daß für die morgige Börse wieder ein, wenn auch nicht allzu großer Rückschlag zu erwarten ist.

Schicksalstage in öapern. V. Seh. München, im September. Man spricht viel von der Notwendigkeit, die finanzielle und wirtschaftliche Bilanz der Aera Cuno zu ziehen, die das neue Reichskabinett bei feinem Amtsantritt vorgefunden hat. Mindestens ebenso verhängnisvoll, wenn auch kaum konkret und zahlenmäßig zu belegen, ist die Hinterlassenschaft der Regierung Cuno in g e i st i g- p o l i t i s ch e r Hinsicht. Dies empfindet man besonders drückend hier in Bayern , wo man einer bürgerlichen Masse gegenübersteht, die in der Atmosphäre der letzten neun Monate die letzten Reste real- politischen Verständnisses eingebüßt hat, die sie in der ersten Zeit nach dem Zusammenbruch vom Herbst 1918 besessen haben mag. Reine Gefühlswallungen verbunden mit krasse- stem Geldbeutelegoismus wurden teils gedankenlos, teils fyste- matisch von einer Presse großgezüchtet, die offenbar ihre Mission darin erblickt, unzähligen Bierbänken ihre geistige Nahrung täglich zu liefern unter- Aufpeitschung aller üblen Instinkte, die im Spießer und im Bauer schlummern. Es sind gewiß schon unter früheren Reichsregierungen Fehler in der Behandlung Bayerns geschehen, die sich jetzt bitter rächen. Vor allem hätte man im Sommer 1922 den auf Grund des Republikschutzgesetzes entstandenen Konflikten nicht aus dem Wege gehen dürfen, denn die befolgte Taktik des Kompromisses hat nicht, wie man hoffte, zur Stärkung des relativ zuverlässigen und verständigen Grafen Lerchenfeld geführt, sondern umgekehrt den Hebe�mut der schlimmsten bayerischen Reaktionäre erhöht und zugleich die Schwäche des Reichsgesüges und i�er Reichsgewalt in einer für die da- m a l i g e n Verhältnisse vielleicht übertriebenen Weise offen- bart. Jetzt, nach neun Monaten sozialistenreiner Regierung Cuno, liegen naturgemäß die Dinge bedeutend schlimmer. Die breiten Massen der bayerischen Bevölkerung stehen der neuen Situation völlig verständnislas gegenüber. Der wilde Sozialistenhaß, der ihnen von der Presse und von der Kanzel jahrelang eingetrichtert wurde, würde an sich schon eine genügende Erklärung für die Feindseligkeit sein, mit der man in Bayern der neuen Reichsregierung gegenübersteht. Darüber hinaus aber hat der Kurswechsel in Berlin die Mehrheit des bayerischen Volkes ganz unvorbereitet getroffen. Daß man den Ruhrkonflikt doch nur durch Verhandlungen mit Frankreich wird beenden können und daß man die Fran- zosen aus dem Ruhrgebiet weder durch riesigevaterländische" Kundgebungen noch durch Tausende von Zeitungsartikeln selbst im schönsten Miesbacher Stil hinauskriegen wird. darüber scheint der Durchschnittsbayer bisher nicht nachgedacht zu haben. Damit würde er sich allerdings unter Umständen noch abfinden, nicht aber mit der Tatsache, daß zum ersten Male eine Reichsregierung auf den Plan tritt, die mit dem S t eu e r e i n t r e i b e n Ernst macht. Und so hat in den letzten Tagen der separat! st ische Gedanke in weiten bayerischen Kreisen beträchtliche Fortschritte gemacht. Es hat gar keinen Zweck, die Größe dieser Gefahr zu vertuschen: die Einheit des Deutschen Reiches steht vor der schwersten Belastungsprobe feit November 1918, und zwar droht der Zerfall des Reiches weit mehr von den Leuten, die sich am lautesten und am häufigstenvaterländisch" schimpfen, als von den Stipendiaten Frankreichs an Rhein und Ruhr. Und zwar ist der bayerische Separatismus um so gefährlicher, als er jetzt di« Taktik befolgen kann, sein« Ziele die Er­richtung einer reaktionär-agrarischen Monarchie und seine Beweggründe die Flucht vor dem finanziellen Opfer einer gemeinsam mit den übrigen deutschen Stämmen zu tragenden Regelung des Ruhrkonfliktes»nd der Reparation?- frage hinter besonders nationalen Schlagworten zu ver- bergen. Man schreit: Wir machen die Unterwerfung nicht mit', und meint: Rette sich wer kann vor den Folgen des verlorenen Krieges und des Bersailler Diktates! Es galt allerdings bisber als ein beruhigendes Symptom, daß die verschiedenen reaktionären Kräfte in Bayern unter sich dermaßen uneinig seien, daß schon ans diesem Grunde der Putsch im Süden unterbleiben würde. Gewiß, dieser Zu- stand der Zerfahrenheit besteht nach wie vor. So hat die jüngste Rede des Exkronprinzen Ruprecht vor dem Nationalverband bayerischer Offiziere an, letzten Sonntag mit ihren deutlichen Spitzen gegen Ludendorfs und Hitler jene Gegensätze neuerdings offenbart, welche die ge- wisiermaßen schleichenden Separatisten der Bayerischen Volks- Partei von den draufgängerischen Putschisten der National- sozialistischen Partei trennen. Aber ganz abgesehen davon, daß es auf die Dauer entwürdigend und unhaltbar ist, wenn man die Hofsnungen eines Fortbestehens der Reichseinheit auf solche Rivalitäten gründet, so wäre es verfehlt, wenn man in der gegenwärtigen zugespitzten Situation die Möglichkeit außer acht ließe, daß sich die Vlauweißen mit den Schwarz- weißroten über gewisse Formeln einigten und losschlügen. Gerade in den letzten Tagen sind solche glcillsiautcndc Parolen in beiden Lagern ausgegeben worden, und zwar die Ab- lehnung derKapitulation" Stresemanns vor Poincar� und der Kampf gegen die Steuern. Das neueste Schlagwort der Hitler -Banden lautet:Nicht los v o n Berlin , sondern los auf Berlin !" Im Endeffekt bedeutet das natürlich dasselbe, nämlich den Bürgerkrieg und die Trennung zwischen Nord und Süd. Auch sonst gibt es Anzeichen genug dafür, daß eine Ein- h e i t s f r o n t zwischen Blauweißen und Schwarzweißroten im Ernstfalle zustande kommt. So haben zum Beispiel die Vereinigten vaterländischen Verbände" von Traunstein in den letzten Tagen in der Form eines offenen Briefes an den deutschvolksparteilichen Reichstagsabgeordneten Professor